Das Interview vor dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 II
In seinem ersten Interview für die Vereinshomepage unserer Himmelblauen berichtete Maximilian Reule, welche Zielstellungen er mit dem CFC verfolgt. Nach ersten Erfahrungen im Profikader des Karlsruher SC war er gewillt, bei unserem Verein den nächsten Schritt zu gehen und Spielpraxis in der 3. Liga zu sammeln. Die Chance, im Alter von 20 Jahren sein Profidebüt zwischen den Pfosten zu feiern, hat er bereits am 16. Spieltag erhalten. Seither zeichnete sich unser Neuzugang in Liga und Landespokal als sicherer Rückhalt aus. Im Vorfeld der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 II spricht Max Reule über sein Drittligadebüt, das Torwarttraining unter Holger Hiemann und die sportlichen Zielstellungen bis zur Winterpause.
Für die Himmelblauen hast du gegen den SV Wehen Wiesbaden dein Profidebüt gefeiert. Wann hast du von Trainer Karsten Heine erfahren, dass du im Tor stehen wist und wie fällt rückblickend das persönliche Fazit zu deinem Drittligadebüt aus?
Maximilian Reule: Der Trainer hat mich erst beim Morgenspaziergang vor dem Spiel in Wiesbaden von meinem Startelfdebüt in Kenntnis gesetzt, wodurch Druck oder Nervosität gar nicht erst aufkamen. Stattdessen überwog die Vorfreude auf das Spiel und die Herausforderung gegen eine der besten Mannschaften der Liga sein Können unter Beweis zu stellen. Dennoch betrachte ich meinen ersten Drittligaeinsatz im Nachgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Obwohl ich eine gute Leistung abrufen konnte, hat es insgesamt nicht gereicht, dass wir als Mannschaft erfolgreich waren und das zählt letztendlich.
Zwischen Torhüter und Verteidigung sind gewisse Automatismen im Zusammenspiel von integraler Bedeutung. Wie gut funktioniert mittlerweile die Abstimmung mit deinen Vorderleuten, hat sich in eurem Zusammenspiel schon eine gewisse Routine entwickelt?
Maximilian Reule: Je mehr Spiele ich absolviere, desto mehr Sicherheit gewinne ich in meinen Aktionen hinzu. Mit der steigenden Anzahl der Einsätze geht auch ein Mehr an Erfahrung einher. Für mich ist es zum Beispiel etwas völlig Neues, vor 5.000 bis 6.000 Zuschauern zu spielen. Entsprechend muss ich mich noch daran gewöhnen, lautstärkere Kommandos zu geben und meine Vorderleute zu dirigieren.
Nach deinem Wechsel zum Chemnitzer FC musstest du dich zunächst hinter Platzhirsch Philipp Pentke anstellen. Als sich nun die Chance bot, die neue Nummer Eins zu werden, hieß es für dich zuzugreifen!
Maximilian Reule: Natürlich bin ich stolz gewesen, vom Trainer das Vertrauen geschenkt zu bekommen und meinem erfahrenen Kollegen zwischen den Pfosten Konkurrenz machen zu dürfen. Ich bin mir allerdings bewusst, dass ich jedes Mal von neuem 100 Prozent geben muss, um diesen Status zu behaupten, da Philipp im Training ordentlich Druck macht.
Bei deinem Ex-Verein, dem Karlsruher SC, hattest du in Dirk Orlishausen auch eine starke Nummer Eins als Konkurrent. Was konntest du von ihm lernen?
Maximilian Reule: Ich hatte immer ein sehr gutes und kollegiales Verhältnis zu Dirk Orlishausen. In den vielen Jahren, die wir gemeinsam beim KSC gespielt haben, hat er mir stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Von seiner Unterstützung habe ich in meiner Entwicklung sehr profitiert! Der Kontakt ist danach nie abgerissen. Nach meinem Einsatz in Wiesbaden haben wir sofort miteinander telefoniert und er gratulierte mir zu meiner Leistung.
Worin siehst du selbst deine Stärken und wo besteht noch Verbesserungspotential?
Maximilian Reule: Als großes Plus sehe ich meine Reaktionsstärke auf der Linie, wohingegen ich beim Herauslaufen noch zulegen muss. Chef-Trainer und Torwarttrainer stehen jedoch in ständiger Absprache und sorgen dafür, dass ich beim Chemnitzer FC ein hervorragendes Torwarttraining absolvieren und mich weiterentwickeln kann. Dazu gehört es natürlich auch an bestehenden Defiziten zu arbeiten, doch dies machen wir intern.
Unser Torwarttrainer, Holger Hiemann, stand einst in der Bundesliga für den Hamburger SV sowie den VfL Wolfsburg zwischen den Pfosten. Von seinem Erfahrungsschatz kann ein junger Torhüter nur profitieren?
Maximilian Reule: In der Tat lerne ich viel von ihm. Wir absolvieren ein sehr professionelles Training und werden taktisch immer hervorragend auf die kommenden Gegner eingestellt.
Wie sah dies zuletzt vor dem Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach konkret aus?
Maximilian Reule: Er hat mir mitgeteilt, dass der Gegner versuchen wird, viel mit Standards zu operieren und demzufolge einiges auf mich zukommen wird. Ich sollte daher stets konzentriert sein und meinen Vorderleuten gegenüber die nötige Ruhe ausstrahlen.
Vor der Winterpause gilt es noch vier Ligaspiele zu absolvieren. Mit welcher Zielstellung werdet ihr diese Partien angehen?
Maximilian Reule: Unser Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich einzufahren und damit wollen wir am besten kommenden Samstag gegen Mainz II anzufangen. Mit unserem phantastischen Publikum im Rücken bin ich zuversichtlich, dass uns das auch gelingen wird. Ansonsten schauen wir von Spiel zu Spiel. Bis Weihnachten wollen wir aber ein gutes Polster herausholen, mit dem wir dann ins neue Jahr gehen können.
Maximilian Reule, herzlichen Dank für dieses Interview und viel Erfolg mit unseren Himmelblauen!



