Das Interview zum Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken
Der Chemnitzer FC war in der vergangenen „Englischen Woche" gleich doppelt erfolgreich und sicherte sich gegen Markranstädt das Ticket für das Landespokal-Halbfinale und in Rostock den langersehnten ersten Ligasieg im neuen Jahr. In beiden Spielen konnte sich Anton Fink als Siegtorschütze auszeichnen und obendrein beim Punktgewinn im Heimspiel gegen den SV Darmstadt die Torflaute der Himmelblauen beenden. Vor dem nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken gibt unser Torjäger nun Einblicke in die Ereignisse der letzten Wochen und blickt auf das bevorstehende Match!
Gratulation zum Sieg gegen Hansa Rostock und zum Erreichen des Halbfinales im Landespokal! Wie wichtig waren diese beiden Erfolge für euch als Mannschaft?
Anton Fink: Nachdem wir bereits gegen den SV Darmstadt ein gutes Spiel gezeigt hatten, uns aber letztendlich nicht mit den nötigen drei Punkten belohnten, war es wichtig, endlich mal wieder einen Sieg einzufahren. Die Ergebnisse gegen Markranstädt und Rostock muss man nichtsdestotrotz getrennt betrachten! Mit Markranstädt sind wir auf einen sehr kampfbetonten Gegner getroffen, wo es darum ging gegenzuhalten und das Weiterkommen zu sichern. In Rostock war es dann wichtig, auch spielerisch zu überzeugen und alles in die Waagschale zu werfen.
Die Heimreise fiel euch dann sicherlich um einiges leichter, so viel Ballast dürfte nach dem ersten Ligasieg 2014 abgefallen sein?
Anton Fink: Uns sind einige Zentner Last abgefallen, denn wir haben schon gemerkt, dass die Serie von sieglosen Spielen an uns genagt hat und an keinem spurlos vorüberging!
Rostock war bis dato nicht gerade als das Pflaster für himmelblaue Erfolge bekannt, denn zuvor wurden nur 5 von 31 Gastspielen an der Ostseeküste siegreich gestaltet. Der sechste dürfte jedoch ein ganz wichtiger gewesen sein und für den nötigen Rückenwind in der Liga sorgen oder?
Anton Fink: In der Tat war es für uns ein ganz wichtiger Sieg! Nachdem Kiel am Tag zuvor in Erfurt nur Remis gespielt hatte, wussten wir um unsere Chance die Abstiegsränge wieder verlassen zu können. Der Sieg und der damit verbundene Sprung aus der Abstiegszone haben uns auch das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gegeben!
Dabei waren die letzten Wochen für euch als Mannschaft sicherlich nicht einfach! Vier Spiele ohne Tor und nur ein Punkt im neuen Jahr, dazu noch der besagte Absturz in den Tabellenkeller. Wie seid ihr mit dieser Situation umgegangen?
Anton Fink: Die Situation war für alle Beteiligten nicht einfach. Uns war es nach den Misserfolgen zu Jahresbeginn dann wichtig, ein Zeichen zu setzen und vorerst nur noch Taten auf dem Platz für uns sprechen zu lassen. Das ist uns meiner Meinung nach auch gut gelungen und etwas worauf wir aufbauen können!
Gegen Darmstadt habt ihr dann gleich die passende Antwort parat gehabt und einer der Spitzenmannschaften der Liga einen Punkt abgetrotzt. Dein Tor war dabei sicherlich nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für dich ganz persönlich eines der wichtigsten in der jüngeren Vergangenheit?
Anton Fink: Auch für mich war es in letzter Zeit vor allem aufgrund meiner Verletzung nicht einfach. Dazu kam dann noch der ausbleibende Torerfolg. Das sind zwar alles Dinge, die an einem selbst nagen, aber ich wusste auch, dass ich im Training weiter hart arbeiten muss und sich der Erfolg dann auch bei mir wieder einstellen würde.
Die harte Arbeit hat sich auch bezahlt gemacht, denn zuletzt hast du deinen Torriecher wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen und den CFC mit vier Toren zurück in die Erfolgsspur führen können. Der Knoten scheint also geplatzt?
Anton Fink: Klar freue ich mich, dass ich der Mannschaft zuletzt mit meinen Toren helfen konnte. Grundsätzlich ist es mir jedoch eigentlich egal wer die Tore bei uns schießt, solange wir als Mannschaft erfolgreich sind! Wir müssen nun an den vergangenen Partien anknüpfen und weiterhin selbstbewusst auftreten! Wenn ich dazu meinen Beitrag leisten kann, freut mich das natürlich umso mehr!
Als einen Ausdruck für das zurückerlangte Selbstvertrauen zählt sicherlich auch deine schlitzohrige Aktion gegen Hansa Rostock, als du zunächst Gegenspieler Denis Weidlich den Ball abgeluchst und per sehenswerten Heber das spätere Siegtor erzielt hast. Beschreibe uns doch mal wie du die Situation in dem Moment gesehen hast und was dir durch den Kopf ging, als du Keeper Jörg Hanel zu weit vor seinem Tor stehen sahst?
Anton Fink: Durch unser Pressing haben wir den Gegner unter Druck setzen und damit zu Fehlern zwingen wollen. Nachdem mein Gegenspieler Denis Weidlich den Ball etwas unkontrolliert zurückspielte, habe ich meine Chance sofort kommen sehen und darauf spekuliert, dass Jörg Hanel zu weit vor seinem Tor stehen würde.
Zeigt so ein Torerfolg auch, was möglich ist, wenn man sowohl als Spieler, als auch als Mannschaft das Vertrauen in sich selbst zurückgefunden hat?
Anton Fink: Ich denke schon, denn die wenigen Fehler, die der Gegner gemacht hat, haben wir eiskalt ausgenutzt. Hinzu kam, dass wir in diesem Spiel das nötige Quäntchen Glück auch einmal auf unserer Seite hatten.
Mit dem 1. FC Saarbrücken empfangt ihr nun einen Gegner, dem das Wasser fast schon bis zum Hals stand, der jedoch zuletzt mit zwei Siegen ebenfalls neuen Mut schöpfen konnte. Auf was für einen Kontrahenten stellt ihr euch ein und worauf wird es in diesem Spiel ankommen?
Anton Fink: Für Saabrücken geht es langsam aber sicher darum, die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu nutzen, insofern werden wir uns auf ein kampfbetontes Spiel einstellen müssen. In den voraussichtlich vielen Zweikämpfen müssen wir dem Gegner dann einfach Paroli bieten!
Und Anton Fink wird dazu seinen Beitrag leisten, indem er seinen Lauf beibehält und auch gegen Saarbrücken ins Schwarze trifft?!
Anton Fink: Ich denke damit wären wir alle zufrieden!
Anton Fink vielen Dank für dieses Interview und viel Erfolg gegen den 1. FC Saabrücken!



