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18.07.2012 - 16.03 Uhr | Vereinsnachrichten

Das neue Stadion - Nächste Hürde genommen!

Foto: Das neue Stadion für Chemnitz soll Mitte 2014 an der Gellertstraße entstanden sein.

Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die <link http: session-bi.stadt-chemnitz.de _blank>"Vertraglichen Regelungen zum Umbau des Stadions an der Gellertstraße" mehrheitlich bestätigt und damit für Planungssicherheit gesorgt. 30 Stadträte votierten für die Vorlage der Stadtverwaltung, 15 dagegen, sechs enthielten sich der Stimme. Der entsprechende Grundsatzbeschluss wurde bereits im Herbst 2011 gefasst. Allerdings müssen die von der Stadt Chemnitz, der GGG und dem CFC erarbeiteten Verträge zunächst auch noch von der Landesdirektion bewilligt werden.

Mit der Masterplanung, die inzwischen kurz vor dem Abschluss steht, hatte die GGG das renommierte Architekturbüro Albert Speer & Partner GmbH beauftragt.

Das nunmehr beschlossene Vertragswerk sieht folgende Eckpunkte vor:

- Der Erbbaurechtsvertrag zwischen der Stadt Chemnitz und dem Chemnitzer FC für das Stadion an der Gellertstraße wird aufgelöst. Die sich aus dem Heimfall ergebenden wirtschaftlichen Konsequenzen sind zwischen der Stadt Chemnitz und dem Chemnitzer FC geregelt worden und werden daher keine Lasten für den Haushalt der Stadt Chemnitz zur Folge haben.

- Die Stadt Chemnitz besichert und refinanziert die Finanzierung des Bauvorhabens bis zu einer Höhe von maximal 25 Mio. Euro zu derzeit günstigen Kreditkonditionen für Kommunalkredite.

- Der Chemnitzer FC zahlt an die Stadt Chemnitz eine jährliche, spielklassenabhängige Pacht:
3. Liga: mindestens 180 TEUR, bis zu max. 2,5 Prozent vom Umsatz
2. Bundesliga: mindestens 250 TEUR, bis zu max. 2,0 Prozent vom Umsatz
Bundesliga: mindestens 500 TEUR, bis zu max. 1,5 Prozent vom Umsatz

- Der Chemnitzer FC übernimmt darüber hinaus die kompletten Betreiberkosten für das Stadion an der Gellertstraße. Nach derzeitigen Planungen in folgender, jährlicher Höhe:
3. Liga: 685 TEUR
2. Bundesliga: 760 TEUR

Daraus ergibt sich zusammengefasst folgende Sachlage:

1. Die sich aus dem Heimfall des Erbbaurechts ergebenden wirtschaftlichen Konsequenzen werden keine Lasten für den Haushalt der Stadt Chemnitz zur Folge haben.

2. Der Chemnitzer FC zahlt ab Fertigstellung des neuen Stadions an die Stadt Chemnitz eine jährliche, umsatzabhängige Pacht von mindestens 180 TEUR in der 3. Liga, 250 TEUR in der 2. Bundesliga sowie 500 TEUR in der Bundesliga.

3. Der Verein übernimmt die kompletten Betreiberkosten für den Betrieb des Stadions von jährlich rund 700 TEUR.

Der Verein beteiligt sich von Anfang an und dynamisch an den Gesamtkosten des Stadionprojektes. Mit der bereits ab der 3. Liga festgesetzten Beteiligung an Zins und Tilgung durch die Zahlung einer Pacht sowie der kompletten Übernahme der Betreiberkosten hat sich der Verein bis an die absolute Schmerzgrenze des wirtschaftlich Vertretbaren auch in Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit in den jeweiligen Ligen begeben.

Das Vertragskonzept spiegelt das gemeinsame Interesse von Stadt und Verein zu einer ausgewogenen und transparenten Gestaltung des Stadionprojektes wider. Von einer modernen Spielstätte werden die Stadt, die Chemnitzer Bürger und letztlich der Verein profitieren. Das "Neue Stadion für Chemnitz" wird über die Stadtgrenzen hinausstrahlen und außerdem steigende fiskalische Effekte herbeiführen. Über 22.000 Befürworter, darunter 111 namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport, haben mit einer einmaligen Unterschriftenaktion verdeutlicht, dass sie gemeinsam hinter dem Stadionprojekt stehen.