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02.03.2026 - 18.00 Uhr | 1. Mannschaft

Debüt unter Flutlicht: Pepe Pharell Philipp sammelt erste Regionalliga-Minuten gegen Babelsberg

Es war der nächste besondere Moment in einem ohnehin furiosen Heimspiel. Beim 5:1-Erfolg gegen den SV Babelsberg 03 betrat mit Pepe Pharell Philipp in der 87. Minute ein weiteres Eigengewächs die Regionalliga-Bühne im eins-Stadion – An der Gellertstraße. Beim Stand von 5:0 wurde der 18-Jährige für Domenico Alberico eingewechselt und sammelte inklusive Nachspielzeit knapp neun Minuten Regionalliga-Erfahrung vor 4.842 Zuschauern. Nach Georg Hempel bereits der zweite Debütant der Himmelblauen im noch jungen Jahr 2026.

Für den gebürtigen Chemnitzer war es der erste Einsatz in der Regionalliga Nordost – und das nur anderthalb Wochen nach seinen ersten Trainingseinheiten bei den Profis.

Vom Stadtteilplatz ins Flutlicht

Pepe Philipp begann mit sieben Jahren beim VTB Chemnitz das Fußballspielen, ehe er 2018 ins Nachwuchsleistungszentrum des Chemnitzer FC wechselte. Dort entwickelte er sich über die Jahre zu einem offensiven Mittelfeldspieler mit Spielwitz und Mut. Gegen Babelsberg wurde er für Domenico Alberico eingewechselt – und zeigte direkt, dass er sich auf dem Platz nicht versteckt. Mutige Ballkontakte und klare Entscheidungen gehörten sofort zu seinem Auftritt.

Sein Weg in die Regionalliga kam schneller als gedacht. „Das bedeutet mir wahnsinnig viel“, sagt Philipp über sein Debüt. „Ich bin zu den Profis gekommen, durfte mittrainieren und dann ging jetzt alles ganz schnell.“

Die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda hat bereits beweisen, dass sie neue Gesichter warm empfängt und schnell integrieren kann. „Die Mannschaft hat mich perfekt aufgenommen und ich bin dankbar, dass ich so schnell mein Debüt geben durfte. Vorher war ich etwas nervös. Auf dem Platz vergesse ich dann alles drumherum und versuche einfach, mein Spiel zu machen. Jetzt heißt es für mich: weiter hart trainieren und so viel wie möglich mitnehmen.“

„Überraschend – und überraschend gut“

Auch für Coach Duda kam der Aufstieg ins Profiteam zunächst unerwartet: „Es ist doch schön, dass es im Fußball immer noch solche Überraschungsgeschichten gibt. Ich habe Pepe vor 14 Tagen kennengelernt, als wir erstmals gemeinsam mit der U19 trainiert haben. Er ist mir sofort in einer Turnierform aufgefallen – sowohl spielerisch als auch von der Intensität. Er ist ein Zocker, ein guter Fußballer und für uns ein sehr spannendes Profil. Nach einer Woche im Training hat sich der Eindruck dann verfestigt. Es kam vor dem Spiel gegen Babelsberg sogar der Gedanke auf ihn starten zu lassen. Er hat sich diesen Einsatz absolut verdient.“

Enge Zusammenarbeit mit der U19 trägt Früchte

Das Debüt ist auch Ergebnis einer gezielten Maßnahme zwischen Nachwuchs und Profibereich.

„Unser U19-Cheftrainer Sebastian Kegel hatte die Idee regelmäßige, gemeinsame Einheiten mit der U19 zu integrieren und ich war sofort offen dafür“, erklärt Duda. „Wir haben die Inhalte und Termine klar strukturiert und sehr eng zusammengearbeitet. Dass sich daraus so schnell ein Debüt ergibt, ist eine tolle Bestätigung für diese Verzahnung.“

Das hybride Training zwischen U19 und erster Mannschaft soll Talenten eine Chance bieten – und genau diese hat Philipp nun genutzt.

Ausbildung und Alltag zwischen Büro und Trainingsplatz

Neben dem Fußball absolviert der 1,82 Meter große Kreativspieler eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Nach dem Abitur entschied er sich bewusst gegen ein Studium und für diesen Weg. Sein Arbeitgeber unterstützt ihn flexibel bei den Trainingszeiten – ein Kontrastprogramm zwischen Schreibtisch und Spielfeld.

„Wenn man mehrere Stunden im Büro sitzt, freut man sich umso mehr auf das Training. Die Balance zwischen Ausbildung und Leistungssport ist anspruchsvoll, aber genau das macht es spannend“, beschreibt der Youngster seinen Alltag.

Der erste Schritt – und viele weitere

Mit Georg Hempel und Pepe Philipp feierten innerhalb kurzer Zeit zwei Nachwuchsspieler ihr Debüt. Bereits in der Hinrunde lief mit Noah Tänzer ein weiterer U19-Spieler erstmals in der Regionalliga auf. Für alle drei gilt jedoch: Es ist der Anfang.

Der erste Einsatz ist ein Meilenstein – aber eben nur der erste Schritt. Jetzt geht es darum, dranzubleiben, weiter zu lernen und sich im täglichen Wettbewerb zu behaupten.

Für Pepe Philipp war es ein besonderer Freitagabend. Für den Chemnitzer FC ist es ein weiteres Zeichen, dass sich Investitionen in den Nachwuchs lohnen und dass im himmelblauen Trikot immer wieder neue Geschichten geschrieben werden.

Für die Zukunft unseres Vereins. Für den CFC. Für Chemnitz.