Der Chemnitzer FC feiert 58. Geburtstag!
Ein Blick zum Kalender zeigt: Heute ist der 15. Januar! Und daraus folgt: Hoch die Tassen, unsere Himmelblauen haben Geburtstag!
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Vor mittlerweile 58 Jahren wurde am 15. Januar 1966 der FC Karl-Marx-Stadt gegründet. Der Gründungsakt erfolgte im Kultursaal des VEB Schraubenkombinat Karl-Marx-Stadt an der Reichenhainer Straße. Zum ersten Vorsitzenden des neuen FC Karl-Marx-Stadt wurde bei der Gründungsfeier Werner Thomßen, der damalige Generaldirektor des VVB Textilmaschinenbau gewählt. Eben jener Werner Thomßen übernahm nach der Wende im Herbst 1990 mit 68 Jahren erneut den Vorsitz des Clubs, der dann bereits Chemnitzer FC hieß.
Im ersten Programmheft des neuen FCK vom 19. Februar 1966 zum Heimspiel gegen Lok Stendal wendete sich Werner Thomßen mit folgenden Worten an die Karl-Marx-Städter Anhänger:
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Liebe Sportfreunde!
Zum ersten Heimspiel der zweiten Halbserie in der Deutschen Fußballmeisterschaft 1965/66 begrüßt sie der Fußballclub Karl-Marx-Stadt. Die Bildung des Fußballclubs in unserer Bezirksstadt entspricht der planmäßigen Entwicklung unserer sozialistischen Sportbewegung. Mit der Leitung der Sportorganisation nach diesem Prinzip werden bessere Voraussetzungen zum Leistungsanstieg geschaffen. In diesem Sinne hat unser FC Karl-Marx-Stadt nicht nur die guten Traditionen unserer fußballbegeisterten Industriestadt fortzusetzen, sondern die Aufgabe, seine Kräfte zu konzentrieren, um durch eine hohe Spielkultur unseren Staat auch in internationalen Clubvergleichen würdig vertreten zu können.
Ziel des Kollektivs ist es, durch hohe sportliche Leistungen in der zweiten Halbserie den guten Tabellenstand im Vorderfeld der Oberliga zu festigen und damit die Voraussetzungen zur Teilnahme an internationalen Fußballvergleichen zu schaffen. An Sie, liebe Sportfreunde, richte ich die Bitte, weiterhin dazu beizutragen, die sportliche Atmosphäre zu vertiefen.
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Thomßens Worte deuten es schon an - die Gründung war ein politischer Entscheid der DDR-Funktionäre, die mit der Gründung von Fußballclubs glaubten, die Leistung des DDR-Sports steigern zu können. Bereits ab 1954 hatte man begonnen, in der DDR "Sportclubs" zu gründen, welche ab 1963 noch weiter zusammengefasst und spezialisiert wurden.
So entstand auch der SC Motor Karl-Marx-Stadt (1956) und der SC Karl-Marx-Stadt (1963), dessen Spieler im Januar 1966 den neuen Club bildeten. Mit dem FCK entstanden in der DDR zehn weitere reine Fußballclubs, die allesamt in diesen Tagen ihren Gründungstag feiern.
Kleines Wissens-Gimmick: Zeitgleich mit dem FCK feiert auch der BFC Dynamo am 15. Januar seinen Geburtstag. Und, in der aktuellen RLNO tummeln sich mit Erfurt, Jena, Lok Leipzig, dem BFC und CFC immerhin fünf dieser einst in der DDR gegründeten Vereine. (fn)



