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29.01.2022 - 17.52 Uhr | 1. Mannschaft

"Der Chemnitzer FC ist in tiefer Trauer" - Gerd Schädlich verstorben.

Der Chemnitzer FC hat eine seiner prägendsten und sympathischsten Persönlichkeiten verloren. Gerd Schädlich, ehemaliger Spieler des FC Karl-Marx-Stadt und Erfolgstrainer des Chemnitzer FC, ist in der Nacht zum Samstag, 29. Januar 2022 im Alter von 69 Jahren verstorben.

„Es ist unfassbar traurig und so schwer derzeit Worte zu finden oder die Tragweite für uns zu erfassen. Gerd Schädlich war eine Konstante, ein Mensch und Arbeiter, der still und immer ohne Aufsehen um seine Person für den Verein da war und dessen Erfolg über alles stellte. Mit seiner ruhigen und fast schon väterlichen Ausstrahlung fühlte man sich in seiner Gegenwart stets wertgeschätzt, geachtet und unterstützt. Mit dem heutigen Tag haben wir einen ganz großen Fußballer, Menschen und Freund verloren. Der Chemnitzer FC ist in tiefer Trauer“, würdigte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC in einer ersten Reaktion.

Gerd Schädlich begann seine fußballerische Laufbahn im Jahr 1960 bei der TSG Rodewisch. 1968 wechselte Schädlich zum FC Karl-Marx-Stadt. Ab der Saison 1971/72 gehörte er dem Kader der zweiten Mannschaft des FCK an, mit der im Sommer 1972 den Aufstieg von der Bezirksliga in die zweithöchste Spielklasse, die DDR-Liga schaffte.

Am 18. März 1972 feierte Schädlich beim 0:2 gegen den BFC Dynamo sein Debüt in der DDR-Oberliga. Für den FC Karl-Marx-Stadt absolvierte Schädlich zwischen 1972 und 1976 insgesamt 32 Pflichtspiele.

Seine letzte Partie bestritt er am 19. Juni 1976 beim 4:4-Unentschieden gegen die BSG Stahl Riesa am 5. Spieltag der DFV-Toto-Sonderrunde 1975/76, ehe ihn eine langwierige Verletzung dazu zwang, seine aktive Laufbahn im Alter von 25 Jahren vorzeitig zu beenden.

Anschließend arbeitete Schädlich zunächst als Diplomsportlehrer an einer kommunalen Berufsschule in Karl-Marx-Stadt und später als DTSB-Trainer. In der Saison 85/86 kehrte Schädlich zurück zum FCK, wo er die Reservemannschaft in der drittklassigen Bezirksliga für ein Jahr betreute. Nach Trainerstationen beim Aktivist Schwarze Pumpe (1986-1987), BSG Aufbau dkk Krumhermersdorf (1987-1990), FC Stahl Riesa (1990-1991), FSV Zwickau (1991-1996), FC Sachsen Leipzig (1997-1998), FSV Hoyerswerda (1998-1999), FC Erzgebirge Aue (1999-2007) übernahm Schädlich ab der Saison 2008/09 den Trainerposten beim Chemnitzer FC.

Nach einer fulminanten Saison und einem 1:0-Heimsieg gegen RB Leipzig am 33. Spieltag der Saison 2010/11 sicherte er sich mit dem CFC vorzeitig den Meistertitel der Regionalliga Nord und stieg dadurch in die 3. Liga auf. Nach einer durchwachsenen Hinrunde konnte sich der Verein im Laufe der Rückrunde, dank einer Serie von 16 ungeschlagenen Spielen, bis auf den Relegationsplatz vorarbeiten. Der 3. Tabellenplatz konnte jedoch nicht gehalten werden und so schloss die Mannschaft um Gerd Schädlich die Saison als bester Aufsteiger auf Platz 9 ab. Im Oktober 2013 trat Schädlich nach einer 0:4-Punktspielniederlage gegen Preußen Münster auf eigenen Wunsch zurück.

Gerd, du wirst uns fehlen. Wir werden dich unendlich vermissen!