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02.09.2026 - 16.00 Uhr | Vereinsnachrichten

Der Chemnitzer FC trauert um Eberhard Vogel

Mit großer Trauer nimmt der Chemnitzer FC Abschied von einem der bedeutendsten Fußballer seiner Vereinsgeschichte. Eberhard Vogel ist am Dienstag, dem 1. September 2026, nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die himmelblaue Familie nicht nur einen DDR-Meister von 1967, sondern einen herausragenden Sportsmann und Menschen, dessen Name weit über Chemnitz hinaus untrennbar mit der Geschichte des ostdeutschen Fußballs verbunden bleibt.

Mehr als zwei Jahrzehnte spielte Vogel auf höchstem Niveau. Für den SC Motor beziehungsweise FC Karl-Marx-Stadt und später den FC Carl Zeiss Jena absolvierte er insgesamt 440 Partien in der DDR-Oberliga. Damit ist er auf ewig unerreichter Rekordspieler der Liga. Seine 188 Treffer machen ihn zudem zum zweitbesten Torschützen in der Geschichte der höchsten DDR-Spielklasse.

Ein Meister von 1967

Seine große Fußballkarriere begann Eberhard Vogel in Karl-Marx-Stadt. Ab 1961 gehörte er zum Oberliga-Aufgebot und entwickelte sich zu einem der prägenden Offensivspieler seiner Generation. Seinen festen Platz in der himmelblauen Vereinsgeschichte sicherte er sich in der Saison 1966/67, als er mit dem FC Karl-Marx-Stadt sensationell die DDR-Meisterschaft und damit den bis heute größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte.

1970 wechselte Vogel zum FC Carl Zeiss Jena, gewann dort dreimal den FDGB-Pokal und erreichte 1981 das Finale im Europapokal der Pokalsieger. Auch international hinterließ er seine Spuren: Für verschiedene DDR-Auswahlmannschaften absolvierte Vogel insgesamt 100 Partien. Mit der Olympia-Auswahl gewann er 1964 und 1972 jeweils Bronze.
1982 beendete er nach 440 Oberliga-Spielen seine aktive Laufbahn. Dem Fußball blieb Vogel anschließend als Trainer erhalten. Zu seinen Stationen gehörten unter anderem Hannover 96, der FC Carl Zeiss Jena, die Nationalmannschaft Togos und der 1. FC Magdeburg.

So außergewöhnlich seine sportlichen Zahlen und Erfolge waren, so sehr wird Eberhard Vogel seinen Wegbegleitern auch als Mensch fehlen. Über Jahrzehnte blieb er mit dem Fußball und den Menschen verbunden, die ihn auf seinem Weg begleitet hatten. Für den Chemnitzer FC war er dabei weit mehr als der Rekordspieler der DDR-Oberliga: Er war ein Teil jener Generation, die 1967 Vereinsgeschichte schrieb und deren Zusammenhalt und Verbundenheit zum Club bis weit über die aktive Karriere hinausreichten.

Vorstandsvorsitzender Helmut Brunhuber sagt zu diesem Verlust: „Wir trauern als gesamte CFC-Gemeinschaft um einen großartigen Fußballer und vor allem um einen besonderen Menschen. Dass wir mit Eberhard Vogel ein weiteres Mitglied unserer Meistermannschaft von 1967 verlieren, stimmt uns alle sehr traurig. Seine sportlichen Leistungen und Rekorde sprechen für sich. Doch hinter all diesen Zahlen stand ein Mensch, der über Jahrzehnte Teil unserer Vereinsgeschichte und unserer himmelblauen Familie war. Unsere Fans wählten ihn im letzten Jahr im Rahmen unseres Vereinsjubiläums in die „60-Jahre-Elf“. Das alles zeigt, welchen Stellenwert Eberhard Vogel in der himmelblauen Fußballwelt hat. Genau dieser Mensch wird uns fehlen. Was Eberhard Vogel für den Chemnitzer und den gesamten ostdeutschen Fußball geleistet hat, wird bleiben. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden und Weggefährten. Ruhe in Frieden.“

Eberhard Vogel wird als DDR-Meister, Oberliga-Rekordspieler und einer der herausragenden Fußballer seiner Generation für immer einen besonderen Platz in der Geschichte des Chemnitzer FC einnehmen und an der Legendenwand im eins-Stadion – An der Gellertstraße für alle Generationen sichtbar bleiben. Vor allem aber bleibt die Erinnerung an den Menschen hinter all diesen Erfolgen.

Ruhe in Frieden, Eberhard.