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14.08.2026 - 20.00 Uhr | Vereinsnachrichten

Der Chemnitzer FC trauert um Peter Müller

Mit großer Trauer nimmt der Chemnitzer FC Abschied von einem seiner verdienstvollsten Spieler, Funktionär und langjährigsten Wegbegleiter. Peter Müller ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die himmelblaue Familie einen DDR-Meister von 1967, ein Ehrenmitglied und einen wertvollen Menschen, der dem Verein über sechs Jahrzehnte als Spieler, Verantwortlicher und Mitglied eng verbunden war.

Abschied vor dem Bezirksderby

Der Chemnitzer FC wird Peter Müller am Samstag vor dem Bezirksderby gegen den FC Erzgebirge Aue würdigen. Vor dem Anpfiff wird es im Stadion eine Trauerminute geben, die Mannschaft läuft mit Trauerflor auf. Zudem wird an der Legendenwand ein Kranz niedergelegt für alle Fans, die sich von ihm verabschieden wollen.

Noch vor wenigen Monaten war Peter Müller selbst auf der Fischerwiese zu Gast. Am 09. Mai 2026 beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau verfolgte er die Partie im Stadion und war damit an jenem Ort, der über so viele Jahrzehnte ein wichtiger Teil seines Lebens gewesen ist. Auch in der  Saison besuchte er noch regelmäßig die Spiele der Himmelblauen.

Vorstandsvorsitzender Helmut Brunhuber sagt zu diesem Verlust: 

„Die Nachricht von Peters Tod hat uns tief getroffen. Peter Müller hat den Chemnitzer Fußball nicht nur als Teil einer der erfolgreichsten Mannschaften unserer Vereinsgeschichte geprägt, sondern dem Club einen großen Teil seines Lebens gewidmet. Als Spieler, Geschäftstellenleiter und langjähriger Wegbegleiter hat er über Generationen hinweg Verantwortung übernommen und wichtige Entscheidungen für die Entwicklung unseres Vereins mitgetragen. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Peter dem CFC eng verbunden. Bei seinen Stadionbesuchen war er stets für ein freundliches Gespräch zu haben und mit seiner großen Erfahrung und Expertise ein geschätzter Gesprächspartner. Sein Name wird für immer mit der Meisterschaft von 1967 und der Geschichte unseres Vereins verbunden bleiben. Ruhe in Frieden, Peter.“

Vom Vogtland zum DDR-Meister

Seine ersten Schritte im Fußball machte der gebürtige Vogtländer bei der damaligen BSG Wismut Auerbach. 1963 führte ihn sein Weg im Alter von knapp 17 Jahren nach Karl-Marx-Stadt. Zwei Jahre später debütierte der Abwehrspieler in der DDR-Oberliga und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer festen Größe beim FC Karl-Marx-Stadt.

Untrennbar mit seinem Namen verbunden bleibt die Saison 1966/67. Peter Müller gehörte zu jener Mannschaft, die in der Premierensaison die DDR-Meisterschaft nach Karl-Marx-Stadt holte. Der damals 20-Jährige stand in allen 26 Punktspielen auf dem Platz und hatte damit entscheidenden Anteil am größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Ein Jahr später vertrat er den FCK im Europapokal der Landesmeister gegen den belgischen Titelträger RSC Anderlecht. Mit dem FCK erreichte er in der Saison 1968/69 zudem das Endspiel um den FDGB-Pokal.

Auch auf internationaler Ebene sammelte Müller bereits in jungen Jahren Erfahrungen. Insgesamt absolvierte er 26 Partien für verschiedene Nachwuchsauswahlen der DDR. 1965 gehörte er zur U18-Nationalmannschaft, die das UEFA-Juniorenturnier gewann.

Fast fünf Jahrzehnte für den Club

Bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn in der Saison 1979/80 bestritt Peter Müller insgesamt 343 Spiele für den FC Karl-Marx-Stadt. Im Anschluss übernahm er die Rolle des Mannschaftsleiters.

Später führte er über viele Jahre die Geschäftsstelle des Chemnitzer FC und prägte den Verein damit auch abseits des Rasens. Erst 2011 endete seine hauptamtliche Tätigkeit. Zu diesem Zeitpunkt lagen 48 Jahre als Spieler und Funktionär hinter ihm – beinahe ein halbes Jahrhundert im Dienst seines Clubs. Als Ehrenmitglied blieb Peter Müller dem Chemnitzer FC und seinen Weggefährten auch danach eng verbunden und war regelmäßiger Gast der Heimspiele. 

Der Chemnitzer FC spricht seiner Familie, seinen Angehörigen, Freunden und Weggefährten sein tief empfundenes Mitgefühl aus.

Ruhe in Frieden, Peter.