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29.11.2025 - 10.49 Uhr | Vereinsnachrichten

Der Fußball ist sicher: Chemnitzer FC unterstützt Petition für Fankultur

Der Chemnitzer FC verfolgt die aktuellen Diskussionen rund um die Innere Sicherheit, die Innenministerkonferenz sowie mögliche Auswirkungen auf den Fußball mit großer Aufmerksamkeit. Als Verein mit einer lebendigen und verantwortungsbewussten Fanszene stehen wir klar für sichere Stadionbesuche – zugleich aber auch für den Schutz und den Erhalt einer vielfältigen, kreativen und selbstbestimmten Fankultur. 

Der CFC bringt sich zudem aktiv in verschiedene Arbeitsgruppen und Dialogformate ein, um gemeinsam mit Verbänden, Sicherheitsträgern und Fans zu allen relevanten Themen im regelmäßigen Austausch zu sein.

Die Zahlen der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sowie unsere eigenen Erfahrungen an der Gellertstraße zeigen deutlich: Der Stadionbesuch in Deutschland ist ligaübergreifend so sicher wie selten zuvor. Prävention, Dialog, Fanprojekte und die enge Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Sicherheitsbehörden und Fans wirken nachhaltig. Pauschale Verschärfungen, die ganze Fangruppen unter Generalverdacht stellen, werden dieser Entwicklung nicht gerecht.

Der Chemnitzer FC lehnt populistische und undifferenzierte Maßnahmen wie flächendeckende Ticketpersonalisierungen, KI-gestützte Zuschauerüberwachung, pauschale Gästefan-Einschränkungen oder pauschal verschärfte Stadionverbotsrichtlinien ausdrücklich ab. Sicherheit muss faktenbasiert und verhältnismäßig sein – mit Fokus auf individuelles Fehlverhalten statt Kollektivstrafen.

Bezug zur Innenministerkonferenz am 3. Dezember 2025 in Bremen

Auf der Innenministerkonferenz (IMK) am 3. Dezember 2025 soll unter anderem über die Einrichtung einer zentralen Stadionverbotskommission entschieden werden. Diese könnte bundesweit Stadionverbote prüfen oder aussprechen und dabei die bisherigen Entscheidungsbefugnisse der Vereine und lokalen Kommissionen einschränken. Besonders kritisch ist, dass Stadionverbote bereits nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens – also ohne Verurteilung – geprüft werden sollen.

Zudem stehen personalisierte Tickets sowie der Einsatz KI-gestützter Überwachungssysteme zur Debatte. Damit droht der Stadionbesuch zunehmend seinen freiheitlichen Charakter zu verlieren. Diese Entwicklungen stehen für viele Fans im Widerspruch zu Rechtsstaatlichkeit und informationeller Selbstbestimmung.

Nachhaltige Sicherheit im Fußball entsteht aus unserer Sicht durch Kooperation statt Konfrontation, durch Prävention, Transparenz und frühzeitigen Dialog zwischen Vereinen, Fans, Fanprojekten, Kommunen, Polizei und Politik. Dazu gehören auch transparente, zielgerichtete und verhältnismäßige Sanktionen bei Fehlverhalten.

„Der Fußball ist sicher – Schluss mit Populismus, Ja zur Fankultur!“

Der Chemnitzer FC unterstützt daher ausdrücklich die bundesweite Online-Petition und ruft alle Fans zur Beteiligung auf.

- Zur Petition geht es hier! (https://www.openpetition.de/petition/online/der-fussball-ist-sicher-schluss-mit-populismus-ja-zur-fankultur)

Mit einer breiten Beteiligung kann ein starkes Zeichen für eine freie, sichere und selbstbestimmte Stadionatmosphäre gesetzt werden – klub- und ligaübergreifend, solidarisch und im Sinne des gesamtdeutschen Fußballs.

Geschäftsstellenleiter Tommy Haeder begründet die Unterstützung der Online-Petition wie folgt: „Unsere Fans stehen für Leidenschaft, Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein sowie die Liebe zum Verein und zum Fußball. Ein sicheres Stadionerlebnis für die gesamte Familie ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir setzen in Chemnitz deshalb konsequent auf Dialog, Prävention und Verhältnismäßigkeit – auch dann, wenn Grenzen überschritten werden. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass dies der richtige Weg ist. Unsere Fans wissen, dass wir im gleichen Boot sitzen, um ein sicheres Stadionerlebnis für alle zu ermöglichen. Wir werden auch in Zukunft nur dann weitere Verbesserungen erzielen, wenn wir gegenseitig abrüsten statt weiter aufzurüsten. Eine weitere Eskalation in der Debatte durch eine unverhältnismäßige Sanktions- und übertriebene Präventionspolitik ist der falsche Weg, weil sie nicht zielführend ist.“

In den Farben getrennt – in der Sache vereint.

Der Chemnitzer FC ermutigt seine Mitglieder, Fans und alle Fußballbegeisterten, sich an der Petition zu beteiligen und so ein klares Zeichen für unseren Sport zu setzen.