Der Motor stockt zum Auftakt
Am Samstag, dem 15. August 2020 empfing der Chemnitzer FC zum ersten Spieltag der Regionalliga Nordost 2020/2021 den FC Viktoria 1889 Berlin. In einer holprigen Partie unterlag der Gastgeber dem Team aus der Hauptstadt am Ende mit 1:2 (0:0).
Von Beginn an war bei der Elf von Cheftrainer Daniel Berlinski die Nervosität zum ersten Punktspiel der Saison zu spüren. Viele kleine Unkonzentriertheiten und Fehler im Spielaufbau unterbrachen immer wieder den Spielfluss und brachten die Berliner besser in die Partie. Bereits nach drei Minuten tauchte Viktorias Theisen frei vor Jakubov auf, allerdings versagtem ihm im Eins-Gegen-Eins die Nerven. Nach 14 Minuten konnten sich die Chemnitzer dann erneut bei ihrem Schlussmann bedanken. Nachdem Falcao mit viel Tempo in den Strafraum zog, parierte Jakubov den Abschluss aus spitzem Winkel glänzend.
Von den Chemnitzern war lange Zeit überhaupt nichts in der Offensive zu sehen. Erst nach einer guten halben Stunde tastete sich der CFC mehr nach vorn. Immer wieder wurde Breitfelder im Sturmzentrum gesucht, der die Bälle festmachen und verteilen sollte. Oftmals wussten die Berliner sich zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Foul zu helfen. Aus den fälligen Freistößen machte der CFC allerdings zu wenig und auch die Halbchancen von Bickel (35.), Breitfelder (40.) und Bekö (44.) blieben ungenutzt. So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber dann aktiver. Eine zündende Idee, um die gut formierte Abwehr der Berliner zu knacken fehlte allerdings weiterhin. Auf Chemnitzer Seite versuchte man es immer wieder mit Flanken aus dem Halbfeld in Richtung Breitfelder. In der 52. Minute hatten die gut 600 Zuschauer dann den Torschrei auf den Lippen. Nach einer gefühlvollen Flanke von Müller setzte Breitfelder den Ball mit dem Kopf hauchzart über die Querlatte (52.).
Auf der Gegenseite machten es die Berliner deutlich besser. Fardjad-Azad wurde gut in Szene gesetzt und blieb dann vor Jakubov eiskalt. Der Angreifer vollendete zur 1:0-Führung der Gäste (53.). Der Rückstand schien dann der Wachmacher für den CFC gewesen zu sein. Mit mehr offensiver Power drängten die Chemnitzer auf den Ausgleichstreffer. Mehr als eine gute Gelegenheit durch Campulka nach einer Ecke sprang dabei allerding nicht heraus (55.).
In der 66. Minute wechselte CFC-Coach Berlinski dann gleich doppelt offensiv und brachte mit Kevin Freiberger und Theo Ogbidi frische Kräfte. Der CFC übernahm in der Folge immer mehr das Zepter der Partie. Nach einem perfekt getretenen Freistoß von Bickel kam Breitfelder völlig frei im Strafraum zum Kopfball – Gäste-Keeper Sprint lenkte den Ball allerdings stark zur Ecke (74.).
In Minute 81 gab es dann allerdings die kalte Dusche für den CFC. Nach einem leichten Ballverlust in der gegnerischen Hälfte setze der FC Viktoria den perfekten Konter über Falcao und Hovi, der einen Querpass zur 2:0-Führung für die Berliner veredelte.
Erst in der 88. Minute durften dann auch die CFC-Fans ein erstes Mal in dieser Saison jubeln. Nach einer Flanke von der linken Seite setzte sich Dartsch im Zentrum gut durch und vollstreckte zum 1:2. Das weitere Anlaufen nach dem Anschlusstreffer blieb dann allerdings ohne Erfolg. Denn kurz darauf war Schluss.
Für den Chemnitzer FC geht es am kommenden Samstag (22. August 2020) bereits weiter. Dann steht für den CFC das Finale im Wernesgrüner Sachsenpokal an. Gegner am Finaltag der Amateure ist für das Team von Daniel Berlinski dann Oberligist FC Eilenburg. Anstoß im Ilburg-Stadion ist um 14:45 Uhr.



