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09.12.2023 - 00.09 Uhr | 1. Mannschaft

Deutliche Niederlage in Erfurt

Die starke Leistung des wichtigen Heimsieges im Spiel gegen Viktoria Berlin sollte beim Freitagabendspiel in Erfurt untermauert werden. Das gelang nicht auf dem leicht mit Schnee bedeckten Rasen des Steigerwaldstadions. Stattdessen gibt es für die Himmelblauen viel aufzuarbeiten, bis zum Spiel in Jena am nächsten Samstag.

Der Abend startete direkt mit einem Dämpfer in der kalten Winterluft des Steigerwaldstadions. Während die Mannschaften Aufstellung nahmen, zündeten die mitgereisten Chemnitzer Pyrotechnik im Auswärtsblock. Dabei verirrte sich ein Leuchtkörper in den Chemnitzer Strafraum. Der Böller explodierte neben dem Kopf von Torhüter Stanley Birke, der danach Probleme mit dem Ohr anzeigte. Der Schlussmann konnte glücklicherweise weiterspielen.

Danach pfiff Schiedsrichter Kluge an und das Sportliche rückte in den Mittelpunkt des Abends. Leon Damer setzte einen Freistoß gegen den Querbalken des Erfurter Kastens. Der zurückspringende Ball landete direkt vor den Füßen von Felix Müller, der durchgelaufen war und zum 0:1 abstaubte (3.). Die Fans hatten sich kaum beruhigt, da klingelte es bereits zum zweiten Mal. Mensah war nach einem zu kurz geratenen Abstoß von Plath durch und schoss aus fünfzehn Metern aufs Tor. Plath konnte noch mit dem Fuß parieren, doch Ampadu stand goldrichtig vorm leeren Erfurter Kasten und schob zum 0:2 ein (6.).

Nach der frühen CFC-Führung kamen die Rot-Weißen besser ins Spiel und erarbeiteten sich immer wieder Freistöße auch dank einer sehr strengen Linie des Unparteiischen. Einen der Erfurter Freistöße bekamen die Chemnitzer nicht geklärt. Der Ball sprang durch den CFC-Strafraum und fünf Meter vor dem Kasten schraubte sich Michael Seaton in die Höhe. Per Fallrückzieher traf der Erfurt-Stürmer aus fünf Metern zum 1:2 Anschlusstreffer (14.). Die Gastgeber blieben am Drücker und kamen erneut zur Chance nach einem Mergel-Ball auf Hajrulla. Dieser legte für den durchlaufenden Metoba ab, der von Felix Müller abgelaufen werden konnte (24.). Der nächste RWE-Angriff lief über Mergel auf der linken Offensivseite an. Der Flügelspieler wurde von Zickert getroffen und nahm den Kontakt dankbar an der Strafraumkante an. Den folgenden Freistoß brachte Weinhauer auf den einlaufenden Elva, der komplett frei und ohne Probleme zum Ausgleich einköpfen konnte (30.). Mit diesem unnötigen, aber leistungsgerechten Unentschieden ging es dann auch in die Kabine.

Nachdem der CFC besser in den ersten Durchgang startete, erwischten die Erfurter den besseren Start in Halbzeit zwei. Nach einem langen Ball aus der Erfurter Hälfte war Hajrulla frei durch. Birke rannte aus dem Strafraum und grätschte an Ball und Stürmer vorbei. Hajrulla fiel erst fünf Meter nach einem möglichen Kontaktzeitpunkt. Trotzdem zeigte der Unparteiische Birke die Gelbe Karte. Den resultierten Freistoß brachten die Erfurter wieder gefährlich vors Tor. Zeller verpasste am zweiten Pfosten die RWE-Führung aus drei Metern (51.). Lange dauerte es aber nicht, bis Rot-Weiß doch in Führung ging. Elva zog nach einem kurzen Dribbling aus zwanzig Metern ab und Birke griff am Ball vorbei. So schlug das Leder zum dritten Mal im himmelblauen Kasten ein und Elva schnürte den Doppelpack (54.).

Die Gastgeber legten direkt noch einmal nach. Hajrulla brachte den Ball von der rechten Offensivseite in den Strafraum auf Weinhauer. Dieser legte für Seaton auf, der den Ball aus fünfzehn Metern halbrechter Position in den linken Knick einschweißte und sich ebenfalls zweifach in die Torschützenliste eintrug. Und es sollte noch schlimmer für alle Himmelblauen kommen. Nach einem Erfurter Konter kam Birke zu spät gegen Hajrulla, der von Seaton geschickt wurde. Der Gefoulte schoss selbst, verwandelte souverän zum 5:2 und machte den Deckel drauf.

In der Folge wechselte vor allem RWE-Coach Fabian Gerber häufig. Der frisch eingewechselte Romain Gall brach auf links durch und legte auf den ebenfalls eingewechselten Maxime Langner, der zum 6:2 einschob (76.). Und auch hier der Doppelschlag. Langner setzte den Schlusspunkt an diesem Abend mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, nachdem er dem Chemnitzer Mittelfeld mit einem schnellen Antritt entwischte (78.). Es war ein komplett gebrauchter Abend im Erfurter Flutlicht. Jetzt gilt es dieses Spiel aus CFC-Sicht möglichst schnell abzuhaken und den Blick auf die letzte Aufgabe des Jahres, den Rückrundenstart in Jena zu richten. 

FC Rot-Weiß Erfurt: Plath - Cabral, Schulz, Zeller, Startsev (C) - Mergel (80. Seidemann), Muteba (69. Biek), Elva (71. Tavares), Weinhauer (71. Gall), Seaton– Hajrulla (71. Langner)

Chemnitzer FC: Birke - Lihsek, Müller, Zickert(C), Berger - Damer, Stagge, Erlbeck, Ampadu, Keller (65. Akindele) – Mensah

Tore: 0:1 Müller (3.), 0:2 Ampadu (6.), 1:2 Seaton (14.), 2:2 Elva (30.), 3:2 Elva (54.), 4:2 Seaton (59.), 5:2 Hajrulla (67.), 6:2 Langner (76.), 7:2 Langner (78.)

Zuschauer: 3.932