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04.05.2017 - 01.20 Uhr | Vereinsnachrichten

Die Meistersaison zum Nacherleben - Sptg. 23

Nach der Niederlage beim amtierenden DDR-Meister Vorwärts Berlin galt es für den FCK, sofort wieder in die alte Erfolgsspur zurückzufinden. Allerdings stellte sich mit Motor Zwickau ein unbequemer Gegner vor, der wenige Tage zuvor, am 30. April, den FDGB-Pokal gewonnen und dabei Hansa Rostock mit 3:0 deutlich geschlagen hatte. Die Partie hieß also baldiger Meister (?) gegen den frischgebackenen Pokalsieger. 25.000 Zuschauer sahen im Ernst-Thälmann-Stadion eine hochklassige erste Halbzeit, und zur Halbzeit freute man sich über den Zwischenstand aus Leipzig. Würde es dort beim Remis bleiben, wäre der FCK mit einem Sieg bereits Meister. Die zweite Halbzeit war eher von Kampf geprägt, der Club brachte das wertvolle 2:1 aber ins Ziel. In Leipzig kam der 1. FC Lok auch noch zum Heimsieg, so daß in Karl-Marx-Stadt noch nicht über den Titel gejubelt werden konnte. Der FCK hatte nun aber 6 Punkte Vorsprung und brauchte lediglich noch einen Zähler, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Das nächste Spiel führte den Club nach Rostock.

 

Fuwo (10.05.67): Pokalsieger ohne Respekt

Als nach 45 Minuten der torlose Pausenstand der Leipziger Begegnung bekannt wurde, da durfte sich der FCK vorübergehend als neuer Titelträger fühlen. Der im zweiten Abschnitt sichergestellte 1:0-Sieg des 1. FC Lokomotive zwang die 25.000 Zuschauer zwar dazu, die Meistehrung noch einmal zu verschieben, aber mit dem 2:1 über den frischgekrönten Pokalsieger hatte der Spitzenreiter dafür in den vorausgegangenen 90 Minuten eine weitere entscheidende Etappe zurücklegen können. [..]

Trainer Horst Scherbaum wies vor Spielbeginn alle Gedankengänge jener Art energisch zurück, in denen die Rede davon war, der FCK werde mit einem vollem Erfolg über den Pokalsieger weiterhin unbeirrt das Ziel des Championats im Auge behalten. "Ich muß in Erinnerung an Motors abgerundete spielerische Partie darauf verweisen, daß es ohne Frage ein Kampf zweier durchaus gleichwertiger Kontrahenten wird." Diese Warnung an die Aktiven des Gastgebers sollte sich mit aller Deutlichkeit bestätigen: Ohne äußere Anzeichen einer kräftemäßigen Überforderung suchte Motor sofort das Spiel und gestaltete es dank der ausgezeichneten Regie seiner Mittelfeldachse Irmscher und Jura und infolge der lobenswerten Bereitschaft aller Akteure in der ersten Phase sogar leicht überlegen. [..] Doch zusehends fand der FCK seinen Kombinationsfluß. Die Fleißarbeit insbesondere von Erler, Schuster und Steinmann, ihr hervorragendes Einfühlungsvermögen und der Drang zu einer temposcharfen Spielweise bedeuteten wirkungsvolle Gegenpole. [..] (Dieter Buchspieß) 

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Freie Presse: Gutklassiges Bezirksderby

Es war gewiß keine allzu voreilige Prognose, wenn man in Zuschauerkreisen das Bezirksderby zwischen dem Spitzenreiter und der Motor-Elf aus Zwickau schon vor dem Anpfiff als das Spiel des Pokalsiegers gegen den Deutschen Fußballmeister bezeichnete. Die Zwickauer sind ja bereits seit Sonntag im Besitz der Trophäe, den FCK trennt nun noch ein Punkt von den Medaillen. Das Werturteil des Publikums fand über weite Strecken der Begegnung seine Bestätigung. [..] Der von Steinmann nach Zuspiel von Erler erzielte Führungstreffer blieb das einzige Feldtor der an spannenden Momenten, sehenswerten Zweikämpfen und schönen Einzelleistungen reichen Partie. Die übrigen beiden Treffer resultierten aus Strafstößen, die von Schiedsrichter Glöckner, zumindest vor der Pause, Konsequenz verrieten. Einmal war A. Müller der "Sünder", der nach Ansicht von Linienrichter Pröhl eine Hand im Spiel hatte, und auf der anderen Seite lief Irmscher Erler in die Parade. (Gerhard Oertel) 

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Sportecho: FCK fast am Ziel

Wir hätten allen Grund zur Zufriedenheit, könnte man das Niveau des Karl-Marx-Städter Bezirksderbys als typisch für das Leistungsvermögen unserer Oberligamannschaften werten! [..] Der Pokalsieger erreichte durch Irmscher und Jura über weite Strecken im Mittelfeld das Gegengewicht zu den in hervorragender Verfassung aufspielenden Erler, Schuster und Steinmann. Sie imponierten mit zahlreichen genauen und schnellen Paßfolgen, die der Abwehr des Spitzenreiters in der ersten Phase schwer zu schaffen machten. Doch der FCK blieb seinem Partner nichts schuldig, vielmehr zeichnete sich sein Angriffsspiel mit fortschreitender Zeit durch die größere Gefährlichkeit und Schußentschlossenheit aus. Croy mußte bei plazierten und scharfen Torschüssen von Erler (34.), Vogel (37./Latte) sowie Steinmann (43.) seine ungewöhnliche Reaktionsschnelligkeit beweisen, um gegen die jetzt im Feldspiel leicht dominierenden Gastgeber das dritte Gegentor zu unterbinden. [..] (Dieter Buchspieß)