„Die mit Hund haben Glück.“
Das Corona-Virus zwingt den Fußball in die Pause. Der Trainings- und Spielbetrieb ist vorübergehend eingestellt. Die Spieler wurden nach Hause geschickt. Doch wie verbringen unsere himmelblauen Drittliga-Profis diese für uns alle unbekannte Zeit?
Im nunmehr dritten Teil schauen wir auf CFC-Außenbahnspieler Rafael Garcia.
Eigentlich soll im Sommer geheiratet werden. Bereits im Dezember 2019 gab Rafael Garcia seiner Freundin Cansu das Ja-Wort. Das war vor dem Standesamt in Aachen. Im Juni planen die beiden den weiteren Schritt der kirchlichen Trauung. Über 150 Gäste sind geladen. „Wir hoffen, dass die Hochzeit wie geplant stattfinden kann“, sagt Rafael Garcia. „Es wäre traurig für uns zwei. Aber wenn es nicht geht, müssen wir sie verschieben. Da geht die Gesundheit aller vor.“
Sie wie viele in diesen Tagen achten Garcia und seine Frau darauf, so lang es geht, zu Hause zu bleiben. „Ich mache viel Sport, sitze an der Konsole oder wir spielen ab und zu ein paar Spiele. Mehr kann man derzeit nicht machen“, erklärt der Außenbahnspieler. Den direkten Kontakt zu seiner Familie vermeidet er. „Wir sind in Chemnitz geblieben. Meine Eltern in Aachen haben wir erstmal in Ruhe gelassen. Sie sind auch schon etwas älter. Vor allem ihnen fällt es schwer, die Kinder und Enkel nicht sehen zu können.“
Neben der Familie in Nordrhein-Westfalen hat der Deutsch-Spanier Garcia noch Verwandte auf der iberischen Halbinsel. „Meine Eltern sind ständig im Kontakt mit der Familie in Cordoba und Valencia. In Spanien dürfen sie nur noch zum Arbeiten oder Einkaufen aus dem Haus. Selbst Spazierengehen ist verboten. Die mit einem Hund haben Glück und dürfen für eine kleine Gassi-Runde vor die Tür. Ich hoffe, dass alle gesund bleiben und nichts weiter passiert.“
In Chemnitz darf Garcia auch ohne Hund vor die Tür. Regelmäßig geht er laufen, um sich eigenständig für den Restart der Liga fitzuhalten. „Es wäre schön, wenn wir im Mai wieder spielen könnten“, wünscht sich der Vorbereiter vom Dienst. „Am liebsten wäre es mir, wieder zu spielen und ins normale Leben zurückzukehren. Ich liebe den Fußball. Es ist schon schwer zu akzeptieren, dass man das gerade nicht tun kann.“
Bis dahin widmet sich ‚Rafa‘ seiner anderen großen Liebe Cansu. „Es ist schon etwas Schönes, dass wir nun mehr Zeit füreinander haben. Wir genießen es und planen unsere Hochzeit weiter. In der Hoffnung, dass sie wie geplant stattfinden kann.“
Teil 1: Jakubov: Mit Hund und Maske



