Dobrý den - Karol Karlik
Der erste Slowake in Diensten der Himmelblauen
Der Chemnitzer FC hat mit der Verpflichtung von Karol Karlik für ein Novum gesorgt. Der Mittelfeldspieler, Jahrgang 1986, ist der erste Slowake, den wir in den Reihen unserer 1. Mannschaft begrüßen dürfen. „Es ehrt mich, als erster Slowake in Diensten des CFC zu stehen.“, gibt sich unser Neuzugang bescheiden. Noch bis zur Winterpause befand er sich in Diensten von Otelul Galati. Dem rumänischen Fußballmeister und Supercupsieger von 2011 schloss er sich nach zuvor fünf Jahren bei Vysocina Iglau zu Beginn dieser Saison an. Im Winter erfolgte dann bereits der nächste Wechsel. „Otelul Galati hat nur zwei von sechs Monatsgehältern bezahlt.“, waren finanzielle Schwierigkeiten der Rumänen für Karliks Wechselwunsch ausschlaggebend. „Ich habe schließlich eine Familie mit Frau und Kind zu ernähren.“, musste Karlik gemeinsam mit seinem Berater handeln. Im Türkei-Trainingslager unserer Mannschaft wurde der erste Kontakt zu unserem Sportdirektor Stephan Beutel geknüpft und anschließend durfte der ehemalige Juniorenauswahlspieler für eine Woche zur Probe nach Chemnitz reisen. „Ich hatte zuvor meinen Cousin Henrich Bencik kontaktiert. Vergangene Saison war er mit Wacker Burghausen in Chemnitz.“, erläutert Karol Karlik, wie er sich erste Informationen zu Stadt und Verein einholte.
Familiäre Bande
Mit Henrich Bencik, früher in der 2. Bundesliga unter anderem für den SC Freiburg und LR Ahlen aktiv, eint Karlik mehr, als nur familiäre Bande. Beide stammen sie aus dem slowakischen Nitra und beide durchliefen sie die Nachwuchsabteilung des einstigen Erstligisten FC Nitra. Während es Bencik anschließend über die Türkei und Tschechien nach Deutschland zog, wo er für sechs verschiedene Vereine spielte, bevorzugte Karlik sportliche Konstanz. Vier Jahren im Männerbereich des FC Nitra folgten fünf Spielzeiten in der Tschechischen Republik, bei Vysocina Iglau. In Iglau (Jihlava) wohnt aktuell auch noch seine Familie, pendeln gehört für unseren Neuzugang damit zum wöchentlichen Programm. „Ich bin bereits auf der Suche nach einer Wohnung, damit meine Frau und mein Sohn bald nachkommen können.“, hofft Karlik, sich bald nicht mehr auf die dreistündige Autofahrt begeben zu müssen.
Erst Deutschkurs, dann 2. Bundesliga
Doch nicht nur in Sachen neuer Wohnung ist der 28-Jährige fleißig, sondern auch wenn es darum geht Deutsch zu lernen. Derzeit beherrscht er neben Slowakisch und Englisch nur ein paar Vokabeln, weshalb die Mannschaftskollegen hin und wieder aushelfen müssen. „Der Trainer gibt Anweisungen nur in Deutsch.“, erklärt Karlik. Deshalb übersetzen zumeist Kevin Conrad, Marc Endres oder Stefano Cincotta für ihn ins Englische. Nun erlernt man eine neue Sprache nicht über Nacht, schon alleine deshalb könnte sich Karol Karlik sehr gut vorstellen, über das Vertragsende im kommenden Sommer hinaus bei unseren Himmelblauen zu bleiben. „Wenn alles passt, würde ich gerne hier bleiben. Mein Ziel ist die 2. Bundesliga – mit Chemnitz!“, will sich Karlik zunächst aber erst einmal einen Stammplatz erkämpfen. Vielleicht bietet sich ihm schon zur Heimpremiere gegen die Stuttgarter Kickers die Gelegenheit dazu, Trainer Karsten Heine hierfür gute Argumente zu liefern.



