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26.09.2026 - 19.50 Uhr | 1. Mannschaft

Drei Tore in neun Minuten: CFC gewinnt klar mit 4:0 bei RSV Eintracht

Vor 712 Zuschauern, davon knapp 400 mitgereisten Gästefans, gewann der Chemnitzer FC klar mit 4:0 beim RSV Eintracht 1949. Bereits nach 22 Minuten hatten die Himmelblauen dreimal jubeln dürfen und die Partie früh auf die eigene Seite gezogen. Nach dem Seitenwechsel kontrollierte der CFC das Geschehen weitgehend, ehe Maximilian Fesser in der Schlussphase den Schlusspunkt unter einen souveränen Auswärtserfolg setzte.

Cheftrainer Benjamin Duda veränderte seine Startelf im Vergleich zum 3:1-Erfolg bei der BSG Chemie Leipzig auf drei Positionen. David Vogt ersetzte den mit einem Infekt ausfallenden Tobias Stockinger. Zudem rückten Jonas Marx für Ron Berlinski und Johannes Pistol für Maximilian Fesser in die Anfangsformation.

Erstmals nach seiner Verletzung gehörte zudem Leonhard von Schroetter zum Kader, nachdem er in den vergangenen beiden Wochen vollständig mit der Mannschaft trainiert hatte. Neben dem langzeitverletzten Martial Ekui fehlten Maurizio Grimaldi mit einer Blessur am Oberschenkel sowie Amadeus Zamora aufgrund seiner Abstellung zur Nationalmannschaft und Justin Gröger gesperrt.

Slamar eröffnet den Chemnitzer Torreigen

Von Beginn an suchten die Himmelblauen den Weg nach vorn. Nach einem langen Ball von Jan Löhmannsröben kam Marx im Strafraum noch nicht an das Leder (2.). Kurz darauf machte David Vogt einen Ball vor dem Strafraum fest und zog ab, sein gefährlicher Versuch wurde allerdings geblockt (3.).

Den ersten Abschluss der Gastgeber parierte David Richter gegen Dong-woo Kim sicher am kurzen Eck (4.). Auf der Gegenseite zog Domenico Alberico ins Zentrum und prüfte Linus Löffel, ehe auch Johannes Pistol nach der kurz ausgeführten Ecke aus gut 20 Metern am RSV-Keeper scheiterte (5.). Tom Baumgart wurde wenig später hoch im Strafraum bedient, sein Abschluss jedoch geblockt (7.).

Dann fiel die Führung. Nach einer Chemnitzer Ecke wurde zunächst ein Kopfballversuch von Löhmannsröben vor dem Kasten geblockt. Der Ball fiel Dennis Slamar vor die Füße und der Innenverteidiger nahm ihn volley. Über den langen Pfosten schlug das Leder zum 1:0 im Tor ein (13.).

Baumgart und Marx machen den Blitzstart perfekt

Der CFC blieb am Drücker. Baumgart nahm sich aus rund 20 Metern ein Herz und zwang Löffel am kurzen Eck zu einer Parade (18.). Zwei Minuten später war der RSV-Schlussmann machtlos. Alberico bediente Baumgart auf der linken Seite des Strafraums, der den Ball über den herausgeeilten Keeper hinweg zum 2:0 ins Tor setzte (20.).

Nur zwei Minuten später klingelte es erneut. Alberico setzte sich auf der rechten Seite des Strafraums durch, ging an Löffel vorbei und flankte von der Grundlinie an den langen Pfosten. Dort stand Marx völlig frei und köpfte zum 3:0 ins leere Tor ein (22.).

Die Himmelblauen hatten die Partie damit früh fest im Griff. Der RSV bekam große Probleme mit dem spielfreudigen und konsequenten Auftreten der Chemnitzer. Pistol schickte Vogt anschließend in den Strafraum, dessen Chip von der Grundlinie Alberico am langen Pfosten erreichte. Aus fünf Metern bekam der Offensivspieler jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball und setzte ihn knapp vorbei (28.).

CFC kontrolliert nach drei schnellen Treffern

Die Gastgeber meldeten sich anschließend wieder offensiv an. Nathan Kukanda fand Kim im Strafraum, doch Roman Eppendorfer blockte den Abschluss kurz vor dem Tor (32.). Der CFC nahm nach den drei schnellen Treffern etwas Tempo aus der Begegnung und ließ den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es ruppiger. Vogt musste nach einem harten Einsteigen von Uwakhonye behandelt werden, konnte die Partie aber fortsetzen (41./43.). Kurz darauf stoppte Hasenberg den mit viel Raum auf den letzten Verteidiger zulaufenden Alberico und sah ebenfalls Gelb (44.).

Anschließend ging es mit der klaren Führung in die Kabinen. Nach dem Doppelschlag und den insgesamt drei Treffern innerhalb von neun Minuten hatte der CFC die Begegnung ruhig kontrolliert. Die Gastgeber konnten offensiv kaum zwingende Aktionen entwickeln.

Himmelblaue verwalten den Vorsprung souverän

Nach dem Seitenwechsel blieb der CFC zunächst offensiv aktiv. Alberico wurde früh in die Tiefe geschickt, war allerdings aus einer Abseitsposition gestartet (47.). Den ersten Chemnitzer Torschuss der zweiten Hälfte gab der Offensivspieler per Freistoß aus knapp 25 Metern ab, Löffel fing sicher (53.).

Insgesamt nahm die Intensität vor beiden Toren nun ab. Der CFC musste angesichts der komfortablen Führung nicht mehr das ganz große Risiko eingehen, während der RSV nur selten gefährlich wurde. Duda brachte mit Fesser, Berlinski und Hempel für Baumgart, Marx und Löhmannsröben drei frische Kräfte Mitte des Durchgangs und konnte so gleichzeitig einigen Spielern eine kleine Pause ermöglichen.

Mit den Wechseln nahm auch das Chemnitzer Offensivspiel wieder Fahrt auf. Vogt wurde mehrfach in den Strafraum geschickt und suchte mit Hereingaben seine Mitspieler im Zentrum, die knapp verpassten. Eine Flanke landete im Rücken von Berlinski, der artistisch zum Fallrückzieher mit Scherenschlag ansetzte, den Ball aber nicht richtig traf (69.).

Fesser setzt den Schlusspunkt

Auch die Gastgeber kamen noch einmal in die Tiefe. Chornenkyi setzte sich auf der linken Seite ab, doch Slamar holte die entscheidenden Meter auf und blockte den Abschluss (75.). Kurz darauf brachte Duda mit Mensah für Pistol einen weiteren frischen Ofensivspieler (76.).

Die endgültige Entscheidung fiel acht Minuten vor dem Ende. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Eintracht kam Vogt an der Strafraumkante an den Ball und legte auf Fesser ab. Der Flügelspieler blieb halbrechts frei vor Löffel cool und setzte das Leder hoch zum 4:0 ins Netz (82.).

Fesser bekam anschließend sogar noch Möglichkeiten auf einen weiteren Treffer. Erst schickte Mensah den Flügelspieler erneut in die Tiefe, dessen Querpass Berlinski im Zentrum im Rücken erwischte (83.). Kurz darauf war Fesser wieder durch, doch auch seine nächste Hereingabe fand Berlinski nicht (85.).

Nach zwei Minuten Nachspielzeit war Schluss. Der Chemnitzer FC nahm nach einer souveränen Vorstellung drei weitere Punkte mit nach Chemnitz.

CFC festigt seine Spitzenposition

Der CFC entschied die Partie mit drei Treffern innerhalb von nur neun Minuten früh für sich und ließ anschließend kaum Zweifel am Auswärtserfolg aufkommen. Nach dem 3:1 bei der BSG Chemie Leipzig gelang damit der nächste souveräne Sieg in der Fremde. Fesser setzte in der Schlussphase den Schlusspunkt zum deutlichen 4:0.

Nach elf absolvierten Spielen und damit rund einem Drittel der Saison steht der Chemnitzer FC auf dem zweiten Tabellenplatz – einen Punkt hinter Rot-Weiß Erfurt. Damit haben die Himmelblauen ihre Position in der Spitzengruppe weiter gefestigt.

Als Nächstes wartet erst am Mittwoch das Testspiel gegen Handwerk Rabenstein, dann wieder der Sachsenpokal. Am Sonntag, dem 4. Oktober, gastiert der CFC in der dritten Pokalrunde beim Radebeuler BC und kämpft dort um den Einzug in die nächste Runde.

Eine Woche später wartet in der Regionalliga Nordost das Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Thüringer setzten sich am Samstagnachmittag nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand noch mit 4:3 gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig durch.

Karten für das Duell gibt es hier!

RSV Eintracht — Chemnitzer FC 0:4 (0:3)

RSV: Löffler - Hasenberg, Güllmeister, Bilbija - Uwakhonye, Kim, Smailovic, Williams (63. Boulehris) - Kukanda, Kukanda (63. Jupolli), Pohlenz (71. Chornenkyi)

CFC: Richter - Tchouangue, Slamar, Löhmannsröben (63. Hempel), Eppendorfer - Baumgart (63. Fesser), Geipl, Vogt - Alberico, Marx (63. Berlinski), Pistol (76. Mensah)

Tore: 0:1 Slamar (13.), 0:2 Baumgart (20.), 0:3 Marx (22.), 0:4 Fesser (82.)