Ein kleiner Kämpfer mit himmelblauem Herzen – Gustavo braucht unsere Hilfe
Manchmal erreichen uns Nachrichten, die mitten ins Herz treffen – und einen für einen Moment sprachlos machen. So wie die von Familie Greiner, die uns vor wenigen Tagen aus den USA erreichte. Eine Familie aus Chemnitz, die vor einem Jahr mit einem Koffer voller Mut, Hoffnung und Lebensträume ein neues Kapitel aufgeschlagen hat – und nun vor der größten Herausforderung ihres Lebens steht.
Von Chemnitz in die USA – und dann zog eine Nachricht den Boden unter den Füßen weg
Im Oktober 2024 packten Benjamin (41) und seine Frau Priscilla (40) ihre Koffer, um gemeinsam mit ihren beiden kleinen Söhnen in den USA ein neues Leben zu beginnen. Über Florida und North Carolina fanden sie schließlich in Montana ihr neues Zuhause. Immer mit dabei – wie auf einem liebevollen Schnappschuss der Brüder Gustavo (2) und Rafael (4) zu sehen – auch Jogginganzug und Trikot des Chemnitzer FC.
„Wir wollten mit dem Schritt in die USA unseren Lebenstraum erfüllen und unseren Kindern eine sichere und freie Zukunft ermöglichen. Alles war im Aufbruch: Wir hatten Arbeit, Freunde und ein neues Zuhause gefunden – und mit Gustavo und seinem großen Bruder Rafael schien unser Familienglück perfekt“, erinnert sich Vater Benjamin.
Doch wenige Tage nach einem ersten Heimatbesuch in Chemnitz im September 2025 änderte sich alles. Der zweijährige Gustavo war plötzlich müde, spielte kaum noch, bekam schnell blaue Flecken und verlor seine Lebensfreude. Die Diagnose zurück in den USA traf die Familie wie ein Schock: Leukämie.
„Mit dieser Nachricht zog es uns den Boden unter den Füßen weg. Wir lebten gesund, waren glücklich – und plötzlich war alles anders“, erzählt Benjamin.
Noch in derselben Nacht wurde der kleine Junge mit einem Spezialflugzeug nach Denver geflogen – rund 1.100 Kilometer entfernt vom Wohnort der Familie. Dort begann sofort die Chemotherapie. Seitdem lebt seine Mutter mit ihm im Krankenhaus, während der Vater in Montana arbeitet und sich gemeinsam mit dem älteren Sohn um den Alltag kümmert.
Hilfe, die Hoffnung schenkt
Um die Familie in dieser schweren Zeit zu unterstützen, wurde auf gofundme.de eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Seit Anfang Oktober haben sich bereits über 200 Menschen beteiligt. Rund 10.000 Euro sind so bisher zusammengekommen. Doch jeder weitere Euro ist herzlich willkommen, denn das Geld wird dringend gebraucht, um die hohen Behandlungskosten und die täglichen Aufwendungen zu bewältigen.
Ein Himmelblauer kämpft – und wir kämpfen mit
Trotz der schweren Zeit verliert die Familie nicht den Mut. „Die Therapie schlägt gut an. Wir leben von Tag zu Tag und sind dankbar für jeden kleinen Fortschritt“, sagt Benjamin. Doch die Situation ist auch eine enorme finanzielle Belastung. Krankenhausrechnungen, Medikamente, lange Fahrten zur Klinik – all das übersteigt längst die Möglichkeiten der jungen Familie.
„Hier gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung wie in Deutschland. Was die private Versicherung übernimmt, ist oft unklar – es ist ein täglicher Kampf, auch auf dieser Ebene“, schildert Benjamin offen. Regelmäßig flattern Rechnungen ins Haus: mal 200 oder 300 Dollar, mal mehrere Tausend – manchmal sogar fünfstellige Beträge. Das ist auf Dauer für niemanden zu stemmen.
Himmelblau verbindet – über Kontinente hinweg
Und doch bleibt eines konstant: die Liebe zum Chemnitzer FC. Schon seit Anfang der 1990er-Jahre war Benjamin Stammgast auf der Fischerwiese. Sein erstes Spiel war ein DFB-Pokal-Duell gegen Werder Bremen, das die Himmelblauen 1992 für sich entscheiden konnten. Als damaliger Schüler des Sportgymnasiums erlebte er die Entwicklung ehemaliger CFC-Stars wie Ilja Aracic, Olaf Renn oder Michael Ballack hautnah als Trainingskibitz im Sportforum – was seine Verbindung zum Verein weiter stärkte. Außerdem machte er sein Abitur gemeinsam mit Mario Fillinger und Tim Göhlert, die aus dem CFC-Nachwuchs stammen und später selbst erfolgreiche Fußballkarrieren einschlugen.
So lebt Benjamin auch jetzt, rund 8.000 Kilometer entfernt von der Heimat, in Montana das himmelblaue Lebensgefühl weiter – und hat die Liebe zum Club längst an seine Kinder weitergegeben. „Ich verfolge die Live-Spiele meines Lieblingsvereins bis heute regelmäßig im Stream am Frühstückstisch. Unsere Jungs tragen mit Begeisterung und Stolz das CFC-Trikot beim Spielen im Park. Selbst im Krankenhaus in Denver liegt Gustavos CFC-Kuscheltier immer neben ihm und passt auf ihn auf. Sein Herz schlägt himmelblau – und das wird sich nie ändern.“
„Jetzt ist unsere Gemeinschaft gefragt“
Für den Chemnitzer FC ist klar: Wir stehen zusammen – über Kontinente hinweg. Geschäftsstellenleiter Tommy Haeder erklärt: „Dieses Schicksal lässt uns natürlich nicht kalt, weil es zeigt, wie relativ alle Alltagssorgen sind, wenn man eine solche Schocknachricht erhält. Wenn ein kleiner Junge, der gerade erst am Anfang seines Lebens steht und nun mit seinem CFC-Kuscheltier im Krankenhaus um sein Leben kämpft, unsere Hilfe braucht, dann sind wir da – und stehen als Fußballfamilie des Chemnitzer FC zusammen. Es geht nicht um große Summen: Jede Spende, jeder kleine Beitrag ist ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung, um die finanzielle Belastung der notwendigen Therapiemaßnahmen zu stemmen. Wir wollen zeigen: Niemand kämpft allein – und Himmelblau ist überall dort zuhause, wo es CFC-Fans gibt.“
Hoffnung schenken – gemeinsam für Gustavo
Die Familie Greiner wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihr kleiner Engel wieder gesund wird – und sie eines Tages beim nächsten Heimatbesuch gemeinsam auf der Fischerwiese stehen können. „Wir träumen davon, nach erfolgreicher Therapie irgendwann wieder für einen Urlaub nach Chemnitz zu kommen. Wir wissen, dass viele von zu Hause an uns denken und uns unterstützen – das gibt uns in dieser schwierigen Situation unheimlich viel Kraft“, sagt Benjamin.
Der Chemnitzer FC ruft daher alle Mitglieder, Fans und Unterstützer dazu auf, die Familie Greiner in dieser schweren Zeit zu unterstützen – auch mit kleinen Beträgen, die Großes bewirken können.
„Wir glauben fest an Gustavo und sein kleines Kämpferherz, dass er den größten und wichtigsten Kampf seines Lebens mit der Unterstützung seiner Familie und der Ärzte gewinnen wird. Sobald Gustavo den langen Kampf gegen den Krebs gewonnen hat und die Familie das nächste Mal in Chemnitz zu Besuch ist, laden wir sie schon jetzt herzlich als Ehrengäste auf die Fischerwiese ein“, erklärt Haeder.
Jede Spende hilft: Jede Hilfe zählt!
Gemeinsam schenken wir Hoffnung – für Gustavo, für seine Familie, für ein himmelblaues Herz, das jetzt – mit unserer Hilfe – kämpfen muss.



