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13.01.2015 - 20.33 Uhr | 1. Mannschaft

Einwurf: Das Interview aus dem Trainingslager

Herr Beutel, Herr Heine, der Chemnitzer FC befindet sich im Vorbereitungsmodus auf die Rückrunde in der 3. Fußball-Liga. In der Winterpause geht es auch darum, an noch vorhandenen Defiziten zu feilen. Wo sehen Sie nach der Hinrunde das größte Verbesserungspotential?

Karsten Heine: Wir haben einen super Start hingelegt, sind dann aber aus verschiedensten Gründen aus der Spur geraten. Natürlich ist die jüngste Entwicklung nicht erfreulich gewesen, unter dem Strich haben wir jedoch, was die nackten Zahlen angeht, die beste Hinrunde der 3. Liga gespielt und 28 Punkte eingefahren.

Stephan Beutel: Der Verlauf gestaltete sich zu Beginn besser als erwartet, wodurch wir uns ein gutes Punktepolster erarbeiten konnten. Zudem hat man gesehen, dass die Mannschaft charakterlich und qualitativ über einen sehr guten Kern verfügt. Trotz ansprechender Leistungen haben wir zuletzt viele Spiele unglücklich verloren und entsprechend unnötig Punkte eingebüßt. Die Defizite, die wir in der Hinrunde ausgemacht haben, müssen wir nun schnell beheben, damit wir pünktlich gegen Fortuna Köln wieder angreifen können.

Worauf werden Sie nun in der Winterpause den Fokus legen?

Karsten Heine: Uns steht in diesem Jahr eine Woche mehr zur Vorbereitung auf die Rückrunde zur Verfügung als im Vorjahr. Diese Zeit müssen wir intensiv nutzen. Erfreulicherweise sind die Spieler mit sehr guten Fitnesswerten aus dem Kurzurlaub zurückgekehrt, sodass wir das Grundlagentraining wie Ausdauer nur streifen müssen und uns stattdessen speziellen Trainingsinhalten widmen können. Vor allem werden wir spezielle Schwerpunkte setzen und unter anderem am Umkehrspiel und Pressing feilen.

Für diese Vorbereitung bedarf es auch optimaler Rahmenbedingungen, vor allem was die Qualität der Trainingsplätze anbelangt. Welche Vorteile liefert in dieser Hinsicht das Trainingslager in der Türkei?

Stephan Beutel: Zunächst sei gesagt, dass ein Trainingslager schon alleine förderlich ist, da man die Spieler über einen längeren Zeitraum beisammen hat. Mannschaft und Betreuerteam können in einen intensiven Dialog gehen und sich auf die kommenden Aufgaben einschwören. Außerdem bietet sich vor Ort die Möglichkeit, Testspiele gegen Gegner aus verschiedensten Ligen und Ländern zu absolvieren.

Karsten Heine: Nach den wenig erfreulichen Ergebnissen der letzten Wochen ist dieses Trainingslager wichtig, damit sich die Mannschaft wieder sammelt. Für diese Teambildung hat man hier einfach bessere Rahmenbedingungen. Zudem war es uns wichtig, gegen Mannschaften aus unterschiedlichen Nationen zu testen. Alle Gegner spielen in ihren Ländern jeweils höherklassig, wodurch unsere Spieler richtig gefordert werden. Außerdem pflegt jede dieser Mannschaften eine andere Art und Weise Fußball zu spielen, was immer wieder andere Anforderungen an die Spieler stellt.

Welchen Eindruck haben die beiden Testspieler Nicolai Lorenzoni und Timo Cecen nach den ersten Einheiten hinterlassen und werden weitere Probespieler im Trainingslager zum Team stoßen?

Karsten Heine: Timo Cecen zeigt sich als technisch versierter Spieler, der seine Nebenleute aber noch besser kennen lernen muss. Dafür hat er die nächsten Tage genügend Zeit. Nicolai Lorenzoni konnte gegen Lechia Danzig leider nicht mit agieren, da er angeschlagen war. Ihn haben wir deshalb mit ins Trainingslager genommen, da wir in der Hinrunde auf der linken Seite noch Verbesserungspotential gesehen haben und nicht immer die nötige Konstanz nachgewiesen haben. Ob noch ein weiterer Spieler in den kommenden Tagen zu uns stößt, müssen wir abwarten. Aktuell schauen wir uns noch nach einem Stürmer um und befinden uns dahingehend in Gesprächen.

Ohne die Unterstützung von Sponsoren wäre die Durchführung des Trainingslagers allerdings nicht möglich gewesen und auch die Spieler haben ihren finanziellen Teil dazu beigetragen, um dieses Trainingslager zu absolvieren?

Karsten Heine: Unser großer Dank gilt Erwin Trageser und all denjenigen, die uns dieses Trainingslager ermöglicht haben. Es ist auch bemerkenswert, dass sich die Spieler finanziell an der Absicherung des Trainingslagers beteiligt haben. Ich glaube, dass verdeutlicht jedem, über welchen Charakter die Spieler verfügen, denn auch sie wissen, dass der soziale Aspekt eines Trainingslagers durch nichts zu ersetzen ist.

Stephan Beutel: Erwin Trageser ist seit langen Jahren ein fester Bestandteil der himmelblauen Familie. Über das, was er uns ermöglicht hat sind, wir sehr dankbar. Auch die Spieler haben ihren Beitrag geleistet, denn jeder wollte dieses Trainingslager und weiß, welche unbestreitbaren Vorteile es uns liefert.

Herr Beutel und Herr Heine, recht herzlichen Dank für dieses Interview!