Erneut per Doppelschlag nach der Pause: CFC nimmt drei Punkte aus Fürstenwalde mit
Der Chemnitzer FC setzt seine starke Serie fort und bleibt auch im achten Regionalliga-Spiel in Folge ungeschlagen. Vor 889 Zuschauern, darunter knapp 400 mitgereiste CFC-Fans, gewannen die Himmelblauen am Freitagabend bei der VSG Altglienicke mit 2:0 (0:0). In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mit leichten Vorteilen für die Gastgeber stand der CFC defensiv erneut stabil und nutzte nach der Pause zwei Unaufmerksamkeiten der Berliner eiskalt aus.
Cheftrainer Benjamin Duda nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena vor dem Spiel nur eine Veränderung in seiner Startelf vor. David Vogt stand angeschlagen nicht zur Verfügung, für ihn rückte Tobias Stockinger in die Anfangsformation.
Noch vor dem Anpfiff wurde in der Spree-Arena ein Zeichen für die Aufstiegsreform gesetzt. Die Teams liefen mit mit dem Logo versehenen T-Shirts ein und hielten gemeinsam das entsprechende Banner. Zudem ruhte nach dem Anstoß der Ball wieder für eine Minuten. Erst danach nahm die Partie richtig Fahrt auf.
Ausgeglichener Beginn – VSG mit leichten Vorteilen
Die erste gefährliche Szene gehörte den Gastgebern. Nach einer Ecke blieb der Ball im Chemnitzer Strafraum liegen, ehe ein Abschluss geblockt und der zweite knapp am Pfosten vorbei abgefälscht wurde (3.). Der CFC antwortete wenig später: Tom Baumgart schickte Maximilian Fesser in die Tiefe, der Angreifer nahm allerdings einen zu langen Kontakt und brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht mehr zum im Zentrum einlaufenden Ron Berlinski (6.). Zwei Minuten später zog Domenico Alberico von links ins Zentrum, sein abgefälschter Abschluss aus 16 Metern landete in den Armen von VSG-Schlussmann Zwick.
In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Altglienicke hatte etwas mehr vom Ball, während die Himmelblauen nach Ballgewinnen immer wieder Räume zum Umschalten fanden. Die Berliner kamen dabei zunehmend gefährlicher vor das Chemnitzer Tor.
Für den CFC wirbelte dabei immer wieder Fesser, der die erfahrenen Tim Rieder und John Brooks gut zu beschäftigen wusste. Beide mussten dabei oft regelwidrig eingreifen. Rieder sah in der 17. Minute für ein Foul die Gelbe Karte.
In der Defensive war ebenfalls voller Einsatz gefragt. Jan Löhmannsröben klärte innerhalb weniger Sekunden zweimal stark gegen die anlaufenden Gastgeber (33.), ehe David Richter zwei Minuten später mit einer starken Parade aus kurzer Distanz gegen Sylla die Null festhielt. Altglienicke hatte bis zur Pause leichte Feldvorteile, fand gegen die konzentrierte Chemnitzer Defensive aber keinen Weg zum Führungstreffer. So ging es torlos in die Kabinen.
Altglienicke drückt – Stockinger schlägt eiskalt zu
Die VSG kam mit Schwung aus der Halbzeit. Oduah köpfte eine Flanke aus zehn Metern knapp vorbei (53.), wenig später verfehlte Saliger mit zwei Abschlüssen das Chemnitzer Tor nur knapp. In der 60. Minute lag der Ball dann erstmals im Netz der Himmelblauen, der Treffer zählte jedoch nicht: Innenverteidiger Sven Sonnenberg hatte das Spielgerät nach einer Flanke bei der Ballannahme mit der Hand kontrolliert.
Doch mitten in diese Phase hinein schlug der CFC zu. Tobias Stockinger antizipierte in der 64. Minute einen Pass von Sonnenberg, spritzte dazwischen und lief frei auf Zwick zu. Vor dem VSG-Keeper blieb der Mittelfeldspieler eiskalt und schoss den Ball hoch ins kurze Eck – 0:1. Trainer Duda brachte anschließend mit Maurizio Grimaldi und Jonas Marx frische Kräfte für die Offensive. Die nun entstehenden Räume spielte Chemnitz immer wieder zielstrebig aus.
Alberico setzt den Deckel drauf
In der 73. Minute fehlte nicht viel zum zweiten Treffer. Alberico schickte Grimaldi, der wiederum für Stockinger auflegte. Beim Weg in den Strafraum kam der Chemnitzer zu Fall, die Pfeife des Schiedsrichters blieb jedoch stumm. Drei Minuten später brauchte der CFC keine Entscheidung des Unparteiischen mehr: Alberico setzte sich an der Eckfahne gegen Tezel durch, zog in den Strafraum und schob aus kurzer Distanz an Zwick vorbei ins kurze Eck – 0:2 (76.).
Die Himmelblauen hatten nun die Kontrolle und sogar Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen. Nach einer hohen Balleroberung scheiterte Marx mit seinem Abschluss an Zwick (78.), kurz darauf strich ein technisch anspruchsvoller Versuch von Alberico nur knapp über das lange Eck. Auf der Gegenseite brachte der CFC die Partie konzentriert zu Ende. Ein vermeintlicher Altglienicker Anschlusstreffer in der 90. Minute wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. In der Nachspielzeit sah der eingewechselte Mehmet Ibrahimi nach einem harten Einsteigen gegen Alberico zudem Gelb-Rot.
Wieder ein Topspiel-Sieg
Damit bleibt der Chemnitzer FC auch im achten Spiel in Folge ohne Niederlage. Über weite Strecken verlief die Partie ausgeglichen, phasenweise hatten die Gastgeber sogar leichte Vorteile. Die Himmelblauen verteidigten jedoch erneut konsequent und nutzten nach der Pause zwei Unaufmerksamkeiten in der Altglienicker Defensive, um die Partie auf ihre Seite zu ziehen und drei Punkte mit nach Chemnitz zu nehmen.
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VSG Altglienicke — Chemnitzer FC 0:2 (0:0)
VSG: Zwick — Czyborra, Sonnenberg, Brooks, Tezel (77. Ibrahimi) — Tattermusch (77. Schickersinsky), Rieder, Sylla, Saliger — Oduah, Nietfeld
CFC: Richter — Tchouangue, Slamar, Löhmannsröben, Eppendorfer — Stockinger (83. Pistol), Geipl (90. Gröger), Baumgart — Alberico (90. Zamora), Berlinski (70. Marx), Fesser (70. Grimaldi)
Tore: 0:1 Stockinger (64.), 0:2 Alberico (76.)
Zuschauer: 889
Besondere Vorkommnisse: 90. +1 Ibrahimi Gelb-Rot



