"Es gibt ja noch ein Rückspiel."
Am Wochenende würde Robert Zickert mit dem Chemnitzer FC auf seinen ehemaligen Club treffen. Doch eine Knieverletzung (Meniskus- und Innenbandriss) verhindert das Wiedersehen auf dem Platz mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig. Seit Anfang August stand der Innenverteidiger nicht mehr auf dem Rasen. Nach einer Operation befindet sich „Zicke“ aktuell in der Reha.
Robert, nach deiner Verletzung im Testspiel gegen die SpVgg Bayreuth war von circa drei Monaten Ausfallzeit die Rede – ist der Zeitplan noch aktuell und kann man von Halbzeit sprechen was deine Comeback-Pläne angeht?
Zickert: "Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Ich bin seit dieser Woche in der Reha, die noch einmal rund sechs Wochen in Anspruch nehmen wird. Aktuell liegen wir eventuell sogar ein wenig vor dem eigentlichen Plan. Ich fühle mich sehr gut und auch das Knie hat bislang keine weiteren Probleme gemacht."
Wie haben deine letzten Wochen nach der Operation ausgesehen?
"Speziell die ersten zwei Wochen nach der Operation waren für mich sehr ungewohnt, da es die erste schwere Verletzung in meiner bisherigen Laufbahn ist. In dieser Zeit durfte ich mein Knie kaum belasten und habe viel gelegen. Danach durfte ich mich zumindest mit Krücken mehr fortbewegen und später auch die unbewegliche Schiene ablegen. Aktuell bin ich komplett beschwerdefrei und ohne Orthese unterwegs. Ab und zu gibt es mal ein paar wehleidige Momente, wenn ich im Stadion bei den Jungs oder beim Training bin. Aber auch das gehört leider Gottes im Fußball dazu."
Am Samstag geht es zum Auswärtsspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig, deinem Ex-Verein. Wie sehr schmerzt es, dass du nicht mit auf dem Platz stehen kannst?
"Im Bruno-Plache-Stadion habe ich lange gespielt und viele Spiele bestritten. Es ist für mich persönlich sehr bitter nicht dabei sein zu können. Aber man sucht sich den Zeitpunkt der Verletzung nicht aus. Ich hätte sehr gerne gespielt, um auch der Mannschaft zu helfen. Es ist, wie es ist. Das muss ich persönlich akzeptieren. Es gibt ja noch ein Rückspiel."
Dein altes Wohnzimmer wirst du aber sicherlich trotzdem besuchen und deine Jungs unterstützen, oder?
"Natürlich werde ich dabei sein, da es quasi vor meiner Haustür ist. Ich werde die Jungs unterstützen, wie ich es bisher bei jedem Spiel gemacht habe. Ich finde es sehr wichtig, in dieser Zeit den Kontakt und die Bindung zur Mannschaft nicht zu verlieren."
Du bist von Tag 1 der neuen Saison dabei gewesen, hast in den vergangenen Wochen ein wenig von außen auf die Entwicklung der Mannschaft blicken können. Wie siehst du den aktuellen Stand der Mannschaft und was muss eventuell noch verbessert werden, um eine erfolgreiche Saison zu spielen?
"Ich durfte vom ersten Pflichtspiel an alle Spiele von oben sehen. Da hat man meistens einen besseren Blick, als selbst auf dem Feld. Das DFB-Pokal-Spiel und das Ligaspiel gegen Fürstenwalde haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Es ist auf jeden Fall eine große Entwicklung über die Wochen zu sehen. Ich denke, dass wir auf die gesamte Saison gesehen eine gute Rolle spielen werden. Wofür es am Ende reicht, muss man schauen. Es gibt, wie zum Beispiel am kommenden Samstag, starke Konkurrenz innerhalb der Liga. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich endlich wieder aktiv dazu beitragen darf."



