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26.06.2025 - 16.00 Uhr | 1. Mannschaft

„Felix Müller und Luis Fischer haben mir nur Positives erzählt“ – Willkommen bei den Himmelblauen, Johannes!

Mit Beginn der Sommervorbereitung stellen wir euch in einer kleinen Porträt-Serie unsere Neuzugänge vor – in der Reihenfolge ihrer Verpflichtung bis zur Generalprobe gegen den 1. FC Magdeburg am 19. Juli. So lernt ihr schon vor dem ersten Heimspiel die Jungs besser kennen, die in diesem Sommer neu zur Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda gestoßen sind.

In Folge zwei widmen wir uns Johannes Pistol, der nach drei erfolgreichen Jahren beim ZFC Meuselwitz den Schritt an die Gellertstraße gewagt hat. Der 23-Jährige trägt beim Chemnitzer FC künftig das Trikot mit der Rückennummer 18 und ist als Rechtsverteidiger eingeplant – obwohl er früher meist offensiver auf dem Platz unterwegs war.

Früh gestartet – immer in Bewegung

Geboren am 4. Dezember 2001 in Halle (Saale) und aufgewachsen in Leipzig, begann Johannes Pistol früh mit dem Fußballspielen: „Ich habe extrem früh angefangen – mit drei Jahren! Meine Eltern haben unabhängig vom Fußball geschaut, wo man ein Kind in dem Alter überhaupt schon bei einem Sportverein anmelden kann, weil ich so aktiv war und ständig in Bewegung.“

Der Leipziger SV Südwest nahm ihn damals in die Bambini-Gruppe auf. Es begann mit wildem Herumrennen – doch mit der Zeit wurde mehr daraus. „Meine Eltern waren beide sportbegeistert. Das hat mich sicher geprägt. Mein Vater war selbst eineinhalb Jahrzehnte Leistungssportler – und als Ringer in der Bundesliga aktiv.“

Kindheitsidole und ein wichtiger Förderer

Seine ersten fußballerischen Vorbilder? Lukas Barrios und Mario Götze, auch weil Borussia Dortmund sein Lieblingsverein als Kind und Jugendlicher war. Später dann Lionel Messi: „Ein unglaublicher Fußballer. Ein Naturereignis auf dem Platz.“

2012 wechselte Johannes in den Nachwuchs des 1. FC Lok Leipzig, wo er bis 2020 blieb. Danach führten ihn Stationen über den FC International Leipzig, FSV Optik Rathenow und schließlich zum ZFC Meuselwitz – ein Umfeld, das für seine Entwicklung besonders wichtig war.

„Die letzten eineinhalb Jahre in Meuselwitz waren großartig – vor allem unter Cheftrainer Leopold, dem ich sehr viel zu verdanken habe. Nach dem Pokalsieg im thüringischen Landespokal war spätestens klar: Wenn ich fußballerisch noch einmal einen Schritt machen will, dann jetzt“, verrät Pistol.

Der richtige Verein zur richtigen Zeit

Als das Interesse aus Chemnitz kam, fiel die Entscheidung schnell: „Die Gespräche mit dem Verein waren sehr gut – und dann war für mich klar: Ich will zum CFC. Ich will mich hier weiterentwickeln.“

Von Anfang an wurde er im neuen Team gut aufgenommen: „Ich kannte den einen oder anderen schon vorher. Freunde haben mir gesagt, dass es eine super Mannschaft ist. Felix Müller und Luis Fischer haben mir nur Positives erzählt. Und genau so ist es auch: Alle machen es einem hier wirklich einfach.“

Sportdirektor Chris Löwe skizziert das Profil des neuen Rechtsverteidiger im Kader des CFC: „Johannes bringt trotz seines jungen Alters bereits viel Regionalliga-Erfahrung mit, verfügt über ein gutes Gespür für Räume und besitzt ein ordentliches Tempo. Seine Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung sowie sein unbedingter Wille, auch zweite Bälle zu erobern, haben uns überzeugt, ihn nach Chemnitz zu holen. Wir sehen bei ihm noch viel Potenzial.“

Mehr als nur eine reißerische Schlagzeile

Und dann ist da noch diese eine Schlagzeile, über die wir sprechen müssen: „In Leipzig flog er einst raus – Chemnitz schnappt sich Schluder-Talent vom 1. FC Lok“ – mit dieser Überschrift wurde seine Verpflichtung bei Bild.de vermeldet.

Johannes kennt die Zeile. Und hat eine klare Haltung dazu: „Mich nervt diese Schlagzeile sehr, weil sie ein Bild zeichnet, das gar nicht zu mir passt. Natürlich zieht so eine Zeile Klicks – das weiß ja jeder. Aber sie erzählt eben nicht die ganze Geschichte. Ich war 18, hatte gerade meinen ersten Profivertrag bei Lok Leipzig unterschrieben und war einfach überfordert. Ich wusste damals noch nicht, was es wirklich bedeutet, Profi zu sein.“

Weil er zu einem Spiel zu spät kam, wurde er aus dem Kader gestrichen und nie mehr berücksichtigt.

„Der Trainer wollte ein Zeichen setzen – und hat mich vor der ganzen Mannschaft vor die Tür gesetzt. Ich finde bis heute: Mit einem 18-Jährigen kann man auch anders umgehen – wir sind Menschen, wir machen Fehler. Und sollten die Chance bekommen, daraus zu lernen.“

Dass er sich seither durchgebissen hat und inzwischen auf über 100 Regionalliga-Spiele kommt, sieht Pistol auch als klare Antwort: „Ich glaube nicht, dass mir das damals viele in Leipzig zugetraut hätten. Aber ich habe bewiesen, dass ich meinen Weg gehe – und genau das will ich hier beim CFC konsequent fortsetzen.“

Neue Position? Kein Problem!

Beim CFC ist Pistol als Rechtsverteidiger eingeplant – für ihn keine völlig neue Rolle: „Ich habe auch in Meuselwitz viele Spiele auf dieser Position gemacht und die Verantwortlichen beim CFC trauen es mir zu. Die Wege sind ein bisschen weiter – aber ich fühle mich auch da wohl. Es wird keine komplette Umstellung.“

Mit 1,87 Metern Körpergröße, Übersicht und Ruhe am Ball bringt er genau die Qualitäten mit, die auf dieser Position gefragt sind.

Drei Spiele, auf die er besonders brennt

Pistol blickt vor allem gespannt auf drei Begegnungen in der neuen Saison: „Gegen meine Ex-Klubs Meuselwitz und Lok Leipzig. Mit Meuselwitz treffe ich auf meine Kumpels Andy Trübenbach und Luis Fischer – das wird besonders. Im Bruno-Plache-Stadion, wo ich früher als Balljunge am Spielfeldrand stand, ist die Vorfreude riesig. Auch das Bezirksderby gegen Zwickau erwarte ich mit großer Spannung, da dort sicher viel Stimmung und eine besondere Atmosphäre herrschen wird.“

Persönlich wachsen – sportlich überzeugen

Für Johannes Pistol geht es in Chemnitz nicht nur um sportliche Weiterentwicklung: „Ich will auch persönlich wachsen. Hier ist alles ein bisschen größer – und ich muss für mich noch mehr Verantwortung übernehmen. Das gehört für mich zum nächsten Schritt meiner Entwicklung dazu.“

Vom Balljungen im Bruno zum CFC-Profi: Johannes Pistol bringt nach drei Jahren in Meuselwitz Ehrgeiz, Klarheit und Biss mit an die Gellertstraße.

Willkommen bei den Himmelblauen, Johannes! Viel Erfolg für deine erste Saison im Trikot des Chemnitzer FC – schön, dass du bei uns bist.

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