Zurück zur Übersicht

25.04.2019 - 00.25 Uhr | Top-News

Finaleinzug nach Fußball-Krimi

Der Chemnitzer FC steht im Finale des Wernesgrüner Sachsenpokals. Gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig setzte sich das Team von Cheftrainer David Bergner im Halbfinale mit 13:12  (3:3) nach Elfmeterschießen durch. Vor 7.489 Zuschauern im Stadion – An der Gellertstraße brachte Matti Langer per Doppelpack die Himmelblauen in Führung. Pannier und Pommer brachten Lok zurück ins Spiel. In der Verlängerung egalisierte Karsanidis die Führung der Gäste durch Schulze.

Cheftrainer David Bergner konnte zum Halbfinale wieder auf Pascal Itter bauen, der seine Gelbsperre aus der Regionalliga abgesessen hatte. Tobias Müller musste auf Grund Trainingsrückstandes nach Gürtelrose passen.

Der Chemnitzer FC stellte gegen Lok die Weichen früh auf Sieg. Erst parierte Kirsten im FCL-Tor noch stark gegen Frahn. Bei der nachfolgenden Ecke von Garcia, stand Langer aber goldrichtig und legte den Ball mit der Innenseite aus fünf Metern zur frühen Führung ins Netz (5.).

Die Gäste aus Leipzig versuchten über das Kombinationsspiel in die Partie zukommen, ließen aber beim letzten Pass die Präzision vermissen. Konsequenter dagegen unsere Jungs. Nach Balleroberung im Mittelfeld legte sich Langer den Ball zurecht und setze den Schuss aus gut 20 Metern über Torhüter Kirsten in die Maschen– 2:0 (27.).

Mit viel Rückenwind drückte der CFC auf die frühe Vorentscheidung. Aber Kirsten konnte Bozics Schuss aus spitzem Winkel parieren. Die Nachschüsse von Grote und Milde blieben ebenfalls ungenutzt (37.).

Besser machte es dann die Loksche. Nach einer unsauberen Aktion in der CFC-Defensive schnappte sich Schulze den Ball und bediente Pannier. Der legte den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck (40.). Damit ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff spielte Lok auf den Ausgleich. Jakubov klärte nach Zuspiel von Pommer gegen Steinborn (51.). Auch Schulze verpasste nach Flanke von Berger am zweiten Pfosten den Ausgleich (59.).
Der fiel dann aber doch. Mitten in einer Schwächephase des CFC rollte die Lok aufs Tor von Jakubov. Pommer drückte den Ball nach Doppelpass mit Pommer über die Linie (66.). Die Partie blieb in der Folge völlig offen, weitere Tore gelangen aber nicht.

So musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. In den folgenden 30 Minuten ging es nochmal hoch her.

Nach einem weiten Einwurf von Malone verlängerte Urban per Kopf. Jakubov war auf dem Posten und konnte rechtzeitig zugreifen. Nur wenige Minuten später war der sichere CFC-Rückhalt aber geschlagen. Nach einem Freistoß von links, stieg Schulze im Zentrum am höchsten und erzielte die Führung für die Gäste (102.).

Die Himmelblauen steckten aber nicht zurück und erzielten postwendend den Ausgleich. Karsanidis fasste sich ein Herz und schmetterte die Kugel aus 25 Metern in die Maschen zum 3:3 (104.).

Die letzten Minuten bestritten die Gäste in Unterzahl. Nach einem wiederholten Foulspiel sah Leipzigs Malone die Gelb-Rote Karte (114.). Mit zehn Mann rettete sich Lok ins Elfmeterschießen.

Was dann geschah, kann getrost unter Bemerkenswert verbucht werden. Insgesamt 22 Elfmeter mussten bis zur endgültigen Entscheidung ausgeführt werden. Nachdem sich alle Akteure beider Teams – inklusive der Torhüter – versucht haben, ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Mit dem besseren Ende für den CFC!

Jakubov parierte den Schuss von Schinke und sicherte somit nach einem langen Abend den Finaleinzug für den Chemnitzer FC. Im Endspiel trifft der CFC am Finaltag der Amateure (25.Mai) auf Drittligist FSV Zwickau.