CFC-Frauen: Dämpfer im Meisterschaftsrennen, U23 gewinnt wieder
Frauen – Dämpfer im Meisterschaftsrennen, CFC-Frauen unterliegen SpVgg Leipzig
Chemnitzer FC– SpVgg Leipzig 1:2 (0:2)
Tore: 0:1 Cuta (10.), 0:2 Cuta (15.), 1:2 Richter (89.)
Aufstellung: Frohs 1, Kurz 2 (69. Richter 7), Klocke 5 (61. Kiesewalter 14) , Preußler 6, Mihalyi 8, Hertel 9 (69. Janberg 16), Oehmichen 11 (C), Leuscher 13, Graf 17, Bär 18, Jaschke 19
Im Kampf um die Landesliga-Krone mussten die Frauen des Chemnitzer FC am Sonntag einen empfindlichen Rückschlag verkraften. Gegen die SpVgg Leipzig unterlag das Team von Trainer Swen Wolf mit 1:2 – ein Ergebnis, das die Ausgangslage im Titelrennen deutlich erschwert.
Früher Schock durch eiskalte Gäste
Die Partie begann mit einem Nackenschlag für die Chemnitzerinnen. Leipzig präsentierte sich vom Anpfiff an als kompakte, kampfstarke und sehr fokussierte Einheit. Die Chemnitzerinnen hingegen wirkten in den ersten Minuten unkonzentriert, fahrig und fehleranfällig.
Bereits in der 10. Spielminute nutzte Cuta eine Unstimmigkeit in der CFC-Defensive zur Führung. Nur fünf Minuten später war es erneut Cuta, die einen langen Ball clever verwertete und auf 0:2 erhöhte. Zwei Angriffe, zwei Gegentore – der Schock saß tief.
Der CFC fand in der ersten Halbzeit kaum Zugriff. Weder im Zentrum noch in der Offensive konnte man nennenswerte Akzente setzen. Einsatz, Wille und Struktur – all das fehlte im ersten Durchgang. Leipzig störte früh, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und ließ die Himmelblauen kaum zur Entfaltung kommen. Die Führung der Gäste zur Pause war nicht nur verdient – sie stand sinnbildlich für eine erste Halbzeit, in der beim CFC wenig funktionierte.
Zweite Hälfte mit besserer Einstellung – aber weiter mit Problemen
Nach der Kabinenansprache zeigte sich Chemnitz bemüht, das Spiel zu drehen. Die Körpersprache war eine andere, die Ballzirkulation flüssiger, das Engagement spürbar höher. Doch auch wenn mehr Druck auf das Leipziger Tor aufgebaut wurde, blieben spielerische Abstimmungsprobleme und fehlende Durchschlagskraft sichtbar.
Der CFC erspielte sich Chancen – teilweise hochkarätige –, doch das Aluminium stand gleich viermal im Weg. Es war ein Sinnbild dieses Nachmittags: Wenn Chemnitz einmal durchkam, fehlte das Quäntchen Glück.
In der 89. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf: Nach einem Handspiel entschied die Schiedsrichterin auf Elfmeter. Annabelle Richter übernahm Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:2-Anschlusstreffer. Doch die Zeit reichte nicht mehr, um noch einen Punkt zu retten.
Blick nach vorn: Jedes Spiel wird jetzt zum Endspiel
Mit dieser Niederlage bleibt der CFC bei 42 Punkten stehen – punktgleich mit Tabellenführer Eintracht Leipzig-Süd, der allerdings die deutlich bessere Tordifferenz aufweist. Um den Traum von der Meisterschaft am Leben zu halten, müssen die Himmelblauen nun jedes der verbleibenden Spiele gewinnen – und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Leipzigerinnen hoffen.
Einfach wird das nicht. Schon am kommenden Spieltag wartet die nächste große Herausforderung: die Auswärtspartie bei der BSG Chemie Leipzig mit Ex-Nationalspielerin Anja Mittag, derzeit Tabellenplatz 4. Es wird ein weiteres intensives Duell, das höchste Konzentration, mannschaftliche Geschlossenheit und mentale Stärke erfordert.
Fazit: Niederlage mit Signalwirkung – aber kein Grund zum Aufgeben
Die Partie gegen Leipzig war ein Weckruf. Sie hat gezeigt, dass kein Spiel in dieser Liga ein Selbstläufer ist und dass Titel nur über Konstanz, Klarheit und Teamgeist gewonnen werden. Der CFC muss diese Niederlage jetzt nutzen – als Anlass zur ehrlichen Fehleranalyse, zum Zusammenwachsen als Team und zur Rückbesinnung auf die eigenen Stärken.
Die Meisterschaft ist noch möglich – aber der Weg ist schmal. Entscheidend wird sein, wie das Team jetzt mit dem Rückschlag umgeht. Noch ist alles drin. Doch dafür braucht es nun: Zusammenhalt. Leidenschaft. Und den unbedingten Siegeswillen in jedem einzelnen Spiel.
U23-Frauen – Die Maschine rollt weiter
SV Kirchberg 1864 – Chemnitzer FC 0:1 (0:0)
Tore: 0:1 Nürnberger (61.)
Aufstellung: Veit 22, Ehmann 3, Klemm 4, Lattke 6, Ortmann 7, Riedel 8, Veit 9, Wunderlich 11, Nürnberger 12, Ahlers 17, Daßler 18 (46. Funk 15)



