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01.10.2022 - 17.17 Uhr | 1. Mannschaft

Freistoßtor entscheidet enge Partie

Ein direkter Freistoßtreffer von Dennis Mast hat die Partie zwischen dem Chemnitzer FC und der BSG Chemie Leipzig entschieden. Am Ende gewannen die Gäste mit 0:1 (0:0).

"Wenn man die zweite Hälfte sieht, ist das ein 0:0-Spiel", sagte CFC-Cheftrainer Christian Tiffert auf der Pressekonferenz nach der Partie. Beide Mannschaften belauerten sich von Beginn an und gingen hart in die Zweikämpfe. Bei 10 Grad und Nieselregen lief der Ball im Stadion – An der Gellertstraße schnell – einige Kontersituationen verpufften dadurch schlagartig.

Dominik Pelivan musst bereits in der Anfangsphase nach einem Zweikampf verletzt vom Platz, der eingewechselte Kilian Pagliuca hatte anschließend per Kopf die große Möglichkeit zur Führung (18.). Fünf Minuten später dann eine Schrecksekunde: Chemie-Angreifer Dennis Jäpel rutschte im Vollsprint an der Grundlinie weg und knallte mit dem Kopf gegen die Betonmauer hinter dem CFC-Tor. Nach langer Behandlungspause musste er benommen ausgewechselt werden.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Zweikamphärte zu, beide Teams hatten aber große Probleme offensive Durchschlagskraft zu entwickeln. Furkan Kircicek hatte nach Vorlage Roscher die größte Tormöglichkeit für die Himmelblauen, seine Direktabnahme rauschte links am Pfosten vorbei (69.). "Diese Dinger gehen aktuell nicht rein", sagte Tiffert daraufhin: "Ich kann meiner Mannschaft, was Einstellung und Zweikampfintensität angeht, keinen Vorwurf machen." Kurz vor Schluss schlug Chemie dann doch noch zu: Dennis Mast verwandelte einen Freistoß nach Foul von Campulka aus spitzem Winkel (78.). Für Tiffert zu billig: "Das ist ein Einwurf, der kommt zurück, wird rausgeprügelt, dann verlieren wir ein zwei-gegen-eins." Masts Tor war der Schlusspunkt einer weniger sehenswerten Partie.

Für Chemnitz bedeutet das gleichzeitig die dritte Niederlage in Folge. "Ich habe als Trainer, der selbst lange Jahre Fußball gespielt hat und in solchen Situationen war, kein Fußballfest erwartet", sagte Tiffert und forderte daraufhin Selbstvertrauen und Mut von seinen Spielern: "Verstecken geht nicht. Es geht darum zu kämpfen, sich dagegen zu stemmen. Die Brust rauszunehmen. Gerade die Spieler mit Erfahrung müssen die anderen aufbauen. Dann kommen wir aus dieser Situation wieder heraus. Das ist nicht einfach, aber machbar."

Eine Möglichkeit, das Selbstvertrauen zu stärken, haben die Chemnitzer am kommenden Freitag, den 7. Oktober. Dann spielen die Himmelblauen ab 19 Uhr in Berlin gegen die VSG Altglienicke.