Frühe Führung bringt nichts ein
Der Chemnitzer FC hat am 27. Spieltag der Regionalliga Nordost 2018/19 das Auswärtsspiel beim 1. FC Lokomotive Leipzig verloren. Die Partie im Bruno-Plache-Stadion endete vor 5.521 Zuschauern 4:2 (1:2).
Cheftrainer David Bergner veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Spiel auf einer Position. Michael Blum rückte für Niklas Hoheneder in die Startelf.
Der CFC legte direkt gut los und kam mit der ersten nennenswerten Gelegenheit zur Führung. Die FCL-Abwehr erwartete einen Freistoß von Grote. Doch der Kapitän legte quer auf Müller, der den Ball aus knapp 20 Metern humorlos zur Führung ins Netz jagte (4.). Die Mannschaft von David Bergner agierte mit der Führung im Rücken weiter souverän. Bozic zog von der rechten Seite ins Zentrum und setzte einen Schlenzer nur knapp am langen Eck vorbei (8.).
Lok Leipzig spielte aber munter mit. Fortan entwickelte sich ein unterhaltsames Regionalligaspiel. Nach einem schnellen Einwurf setzte sich Steinborn gegen Milde über rechts durch und sprintete in den Strafraum. Aber Mroß im CFC-Tor sicherte den Schuss aus spitzen Winkel (16.). Effektiver die Mannschaft in himmelblau. Gegen hoch verteidigende Gastgeber startete Bozic nach einem Steilpass aus dem Mittelfeld durch. Frei vor FCL-Keeper Kirsten erhöhte der zweitbeste CFC-Angreifer auf 2:0 (21.). Doch der Jubel im vollgepackten Gästeblock währte nicht lang. Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Steinborn aus acht Metern den Anschlusstreffer (22.).
Beide Mannschaften gönnten sich keine Verschnaufpause. Bis zum Pausenpfiff ging es weiter rauf und runter. Aber weder Frahn nach Flanke von Itter (31.) noch Garcia (36.) konnten weiter Zählbares verbuchen.
Kurz nach dem Seitenwechsel dann der Knackpunkt der Partie. Innenverteidiger Blum kassierte, wie auch schon im ersten Durchgang, nach einem leichten Zupfer gegen seinen Gegenspieler die gelbe Karte und musste somit mit Gelb-Rot vom Feld. Der CFC, ab der 47. Minute in Unterzahl, gab sich nicht auf, musste aber zusehen, wie der Gastgeber immer stärker wurde. Erst landete Salewskis Flanke von rechts noch auf dem Querbalken (51.), dann packte Malone einen sehenswerten Volley-Hammer aus und versenkte den Ball aus 25 Metern unhaltbar für CFC-Torwart Mroß im rechten Toreck – 2:2 (66.).
In der Folge wurde das Spiel des CFC schwacher, die Himmelblauen kamen nur noch selten zu Torchancen. Mildes gezielter Schuss aufs lange Toreck strich nur knapp am Gehäuse von Kirsten vorbei (79.). Lok drängte nun sogar auf die Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Adler flankte von links vor das Tor, wo Salewski hochstieg und den Ball zur Führung für die Hausherren einköpfte (86.).
Der CFC warf nun wieder alles nach vorn und bemühte sich um den erneuten Ausgleich. Der FCL nutze den sich nun aufmachenden Raum und konterte über Steinborn, der im Eins gegen Eins Mroß keine Abwehrchance ließ und zum 2:4-Endstand erhöhte (90.+2).
Bereits am Mittwoch (03.04.2019) geht es für den Chemnitzer FC weiter. Dann treten die Himmelblauen im Nachholspiel beim VfB Auerbach an. Anstoß im VfB-Stadion ist 19 Uhr.
CFC-Cheftrainer David Bergner:
„Es ist ein absolut verdienter Sieg für Lok Leipzig. Wir haben bis zur 20. Minute richtig guten Fußball gezeigt und dann leider das spielen eigestellt und gedacht, dass es von allein läuft. Den Anschluss bekommen wir viel zu schnell. Wir haben uns nicht aufgegeben, aber sind nicht mehr in die Partie zurückgekommen.“
Lok-Trainer Björn Joppe:
„Das Spiel war die beste Werbung für die Regionalliga Nordost. Wir hatten anfangs zu großen Respekt, waren zu hektisch. Chemnitz hat eine sehr gute Mannschaft. Sie stehen zurecht da oben. Bei den Toren haben sie ihre gute Effektivität gezeigt. Meine Mannschaft hat sich dann berappelt und am Ende verdient gewonnen. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen.“



