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24.10.2026 - 18.00 Uhr | 1. Mannschaft

Führung verspielt: CFC unterliegt Magdeburg II mit 1:2

Der Chemnitzer FC hat sein Heimspiel gegen die U23 des 1. FC Magdeburg mit 1:2 verloren. Vor 5.197 Zuschauern im eins-Stadion – An der Gellertstraße gingen die Himmelblauen nach einer über weite Strecken ordentlichen Vorstellung durch Johannes Pistol in Führung. In der Schlussphase drehten die Gäste die Begegnung allerdings mit zwei Treffern und fügten dem CFC damit eine bittere Heimniederlage zu. Erstmals in dieser Saison gaben die Chemnitzer dabei eine eigene Führung noch aus der Hand.

Cheftrainer Benjamin Duda war dabei zu einigen Umstellungen gezwungen. Jan Löhmannröben (5. Gelbe) und Maurizio Grimaldi (Mandelentzündung) fehlten. Dafür rückte Justin Gröger erstmals auch in der Liga von Beginn an in die Startelf. Johannes Pistol und Ron Berlinski ersetzten zudem Maximilian Fesser und Jonas Marx in der Startelf.

Wie gewohnt ruhte der Ball in der ersten Spielminute als Zeichen für eine Reform der Aufstiegsregelung (1.). Danach übernahm der CFC schnell die Kontrolle über die Partie.

CFC beginnt spielbestimmend

Die Himmelblauen waren von Beginn an um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht. Alberico bekam auf der linken Seite früh Platz, sein Abschluss wurde allerdings geblockt (2.). Kurz darauf folgte die erste Doppelchance: Nach einer Pistol-Flanke traf Vogt den Ball bei seinem Volley aus zwölf Metern nicht richtig, im Nachsetzen wurde Geipls vielversprechender Abschluss von Dzogovic geblockt (5.).

Dann fehlten nur Zentimeter zur Führung. Berlinski nahm den Ball rund 22 Meter vor dem Tor unbedrängt an und zog direkt ab. Sein Schlenzer klatschte an die Latte und von dort ins Toraus (7.). Auch in der Folge blieb der CFC die spielbestimmende Mannschaft. Zwei weitere Abschlüsse von Pistol fanden allerdings nicht den Weg aufs Tor (10.).

Himmelblaue erspielen sich die besseren Möglichkeiten

Nach einer etwas ruhigeren Phase zog der CFC das Tempo wieder an. Berlinski legte für die nachrückenden Mittelfeldspieler ab, über Baumgart und Vogt kam der Ball zu Alberico in den Strafraum. Dessen Flanke erreichte Berlinski an der Fünfmeterkante, der die Hereingabe jedoch nicht verwerten konnte (22.).

Im direkten Gegenzug wurde auch Magdeburg gefährlich. Trkulja und Manthey kombinierten sich in den Strafraum, ehe Manthey mit seinem flachen Abschluss aus 14 Metern das lange Eck knapp verfehlte (23.).

Vogt drehte sich anschließend vor der Magdeburger Abwehrkette auf und schickte Berlinski in die Tiefe. Reitz kam gerade noch dazwischen und verhinderte damit, dass der Chemnitzer Angreifer frei vor Kampa auftauchte (26.). Zwei Minuten später bekam Baumgart den Ball halbrechts rund zehn Meter vor dem Tor serviert. Nach einer starken Annahme setzte er seinen flachen Abschluss knapp am langen Eck vorbei (28.).

Die nächste große Gelegenheit hatte Alberico. Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen legte Geipl an der Strafraumkante für den Offensivspieler ab. Alberico schlenzte den Ball in Richtung langes Eck, doch Kampa verhinderte die Führung mit einer starken Flugeinlage (30.).

Richter hält den CFC im Spiel

In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurden die Gäste gefährlicher. Widmann startete nach einem Chemnitzer Angriff den Konter und zog in die Tiefe. Eppendorfer konnte den Anschluss nicht mehr herstellen, doch Richter entschärfte den flachen Abschluss (39.).

Nur eine Minute später hatte der CFC großes Glück. Nach einer flachen Hereingabe konnte Richter den Ball zunächst nicht entscheidend klären. Manthey bekam fünf Meter vor dem Tor die große Gelegenheit zur Führung, doch der Chemnitzer Schlussmann kam zurück in die Aktion und lenkte den Abschluss mit dem Fuß an die Latte (40.).

Kurz vor dem Pausenpfiff hatte wiederum der CFC die Führung auf dem Fuß. Pistol zog halbrechts in den Strafraum und schloss aus zwölf Metern mit viel Wucht ab, konnte Kampa aber nicht überwinden (45.+1). So ging es torlos in die Kabinen.

Pistol belohnt die Himmelblauen

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Pause. Der CFC legte sofort wieder offensiv los. Berlinski kam nach einer Hereingabe per Kopf nicht entscheidend zum Abschluss, Pistols Nachschuss wurde anschließend geblockt (48.).

Magdeburg setzte durch Dzogovic den ersten offensiven Akzent der zweiten Hälfte. Mit Tempo ging er in den Strafraum, setzte seinen Abschluss aber am langen Pfosten vorbei (55.).

Drei Minuten später belohnte sich der CFC. Tchouangue und Berlinski leiteten den Ball zu Pistol weiter, der rund 18 Meter vor dem Tor viel Platz bekam. Der Chemnitzer nahm Maß und setzte seinen Abschluss sehenswert zur 1:0-Führung ins Netz (58.).

Magdeburg findet die schnelle Antwort

Nach der Führung kontrollierten die Himmelblauen zunächst das Geschehen, ohne sich weitere klare Möglichkeiten zu erspielen. Dann nutzten die Gäste einen schnellen Gegenangriff zum Ausgleich. Manthey setzte sich auf der linken Seite gegen den grätschenden Tchouangue durch und legte vor Richter quer. Trus blieb vor dem Tor ruhig und schob zum 1:1 ein (68.).

Benjamin Duda reagierte und brachte mit Fesser und Marx für Alberico und Berlinski zwei frische Offensivkräfte (71.). Die Chemnitzer wollten unmittelbar wieder mehr Druck entwickeln, mussten defensiv aber aufmerksam bleiben. Als Manthey erneut in die Tiefe startete, verhinderte Slamar mit einer Grätsche in höchster Not die nächste Magdeburger Möglichkeit (76.).

Auch Stockinger kam für Vogt in die Partie und sorgte sofort für neuen Schwung (77.). Nach einer Kombination mit Fesser brachte er den Ball flach zu Baumgart. Dessen Abschluss wurde geblockt und landete bei Fesser, der Kampa allerdings direkt in die Arme schoss (78.).

FCM dreht die Partie spät

Dann drehten die Gäste die Begegnung. Manthey bekam an der Strafraumkante zu viel Platz und setzte seinen flachen Abschluss ins linke Eck zum bitteren 1:2 aus Sicht des CFC (80.).

Die Himmelblauen warfen in den verbleibenden Minuten noch einmal alles nach vorn. Gröger eroberte stark den Ball und flankte ins Zentrum, wo Chahed klärte (85.). Nach der anschließenden Ecke nahm Slamar das Leder an der Strafraumkante volley, setzte seinen wuchtigen Abschluss aber über das Tor (86.).

Kurz vor dem Ende kam der CFC noch einmal zu drei Abschlüssen innerhalb weniger Sekunden. Zunächst wurde Fesser geblockt, anschließend Geipl und schließlich erneut Fesser. Der Ausgleich wollte nicht mehr fallen (89.).

Bittere Wende nach eigener Führung

Der Chemnitzer FC hatte über weite Strecken einen ordentlichen Auftritt gezeigt und sich vor allem im ersten Durchgang mehrere gute Möglichkeiten erspielt. Nach der Pause belohnte Pistol die Himmelblauen mit der verdienten Führung. Diese brachte der CFC allerdings erstmals in dieser Saison nicht über die Zeit.

Magdeburg nutzte die sich bietenden Räume konsequent und drehte die Begegnung. Der CFC versuchte bis zum Abpfiff, noch einmal zurückzukommen, konnte die erste verspielte Führung der Saison aber nicht mehr korrigieren.

Chemnitzer FC — 1. FC Magdeburg II 1:2 (0:0)

CFC: Richter - Tchouangue, Slamar, Gröger, Eppendorfer - Vogt (77. Stockinger), Geipl, Baumgart - Alberico (71. Fesser), Berlinski (71. Marx), Pistol

FCM: Kampa - Zajusch, Trkulja, Chahed (68. Korsch), Dzogovic - Widmann (82. Ogieriakhi), Yoon (82. Frohberg), Reitz, Drews (68. Niklaus), Lee (60. Trus) - Manthey

Tore: 1:0 Pistol (58.), 1:1 Trus (68.), 1:2 Mathey (80.)

Zuschauer: 5.197