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12.12.2020 - 12.56 Uhr | App-News

"Für uns eine Herzensangelegenheit" - Die Vorstandsmitglieder von Lukas Stern e.V. im Interview

Das Jahr 2020 hat für jeden Verein viele neue Aufgaben mit sich gebracht. Zwischen Einsparungen und Hygieneregeln ist vor allem eines geblieben: Der Zusammenhalt untereinander. Für den Chemnitzer FC und den Lukas Stern e.V. hatte 2020 trotz der vielen Widerstände viel Positives gebracht. Im Interview sprechen wir mit den Verantwortlichen von Lukas Stern e.V., der Vorstandsvorsitzenden Daniela Lieberwirth und Vorstandsmitglied Christian Frank, über die vergangenen Monate und gemeinsame Projekte. 

Chemnitzer FC: Der 08. Dezember 2020 ist ein Tag, an den man sich beim Chemnitzer FC wahrscheinlich noch lange erinnern wird. Die Gläubiger stimmten dem aufgestellten Insolvenzplan des CFC zu. Wie habt ihr diese Nachricht verfolgt?

Frank: Wir sind Chemnitzer und haben natürlich lange darauf gewartet. Auch für uns ist das eine tolle Situation. Jetzt kann man erst recht sagen: Man kann wieder etwas bewegen und anfangen den Verein aufzubauen. 

Auch für euch gab es in diesem Jahr viel Grund zur Freude. Euer Highlight-Datum war sicherlich der 30. Oktober, als euch für den Lukas Stern e.V. in der Kategorie Charity die Goldene Henne verliehen wurde, oder?

Lieberwirth: Die Auszeichnung war Gänsehaut pur! Es ist eine große Wertschätzung und Anerkennung für unsere ehrenamtliche Arbeit. Wir haben lange Zeit benötigt, um das zu verarbeiten, weil es zuletzt in unserem Terminkalender Schlag auf Schlag ging. Aber wir streicheln jeden Abend die Henne und freuen uns, dass sie bei uns ist. 

Frank: Das besondere ist ja, dass es unseren Verein noch keine fünf Jahre gibt und man sich auf den Preis nicht bewerben kann. Das Team der Goldenen Henne kam also auf uns zu. Das ist für uns noch mehr Ansporn, weil es auch zeigt: Wir tun das Richtige.

Inwiefern hat sich die Auszeichnung in eurer gemeinnützigen Arbeit bemerkbar gemacht?

Frank: Seit der Auszeichnung ist unser E-Mail-Postfach förmlich explodiert. Neben vielen Gratulanten gab es aber auch viele Ideen, um uns zu unterstützen, nicht nur finanziell, sondern auch mit Man-Power. 

Der Chemnitzer FC unterstützt euch ebenfalls. Beim Verkauf des CFC-Glühweins geht pro gekaufter Flasche jeweils 1 Euro direkt an euren Verein.

Frank: Wir freuen uns, dass wir bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr zueinander gefunden haben. Uns hilft jeder Euro für unsere Projekte. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit nehmen wir knapp dreiviertel unserer Gesamtspenden für das kommende Jahr ein. Da wird der Erlös aus den Glühwein-Verkäufen mit angelegt. 

Du sprichst es bereits an – Es ist nach der Versteigerung des Trikots von Pascal Itter (Erlös 2.000 Euro) bereits die zweite gemeinschaftliche Aktion zwischen euch und dem Chemnitzer FC. Wie wichtig ist die Zusammenarbeit der Vereine?

Frank: Wir leben aktuell in einer schwierigen Zeit für alle Vereine. Umso wichtiger und schöner ist es, wenn man sich genau dann gegenseitig unterstützen kann. Der Chemnitzer FC hilft uns, genauso geben wir sehr gern etwas zurück. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit. Jeder kann auf uns zukommen, auch wenn man vielleicht nicht gern Hilfe in Anspruch nimmt. Genau dafür machen wir unsere Tätigkeit. 

Wir wünschen euch viel Erfolg für die Zukunft und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte. In der aktuellen Situation wünschen wir vor allem eines: Gesundheit!