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05.11.2026 - 15.30 Uhr | 1. Mannschaft

„Greifswald hat eine beachtliche Identität entwickelt“ – CFC empfängt Überraschungsteam GFC

Am Samstag bebt die Fischerwiese wieder. Der Chemnitzer FC empfängt ab 14 Uhr mit dem Greifswalder FC eines der Überraschungsteams der bisherigen Regionalliga-Saison. Nach dem turbulenten 4:3-Auswärtserfolg bei Tasmania Berlin wollen die Himmelblauen nun auch an der Gellertstraße wieder dreifach punkten.

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Großer Umbruch an der Ostsee

Der Greifswalder FC hat im vergangenen Sommer einen umfassenden Umbruch vollzogen und dabei einen neuen sportlichen Weg eingeschlagen. 17 Abgängen standen insgesamt 20 Neuzugänge gegenüber, der Altersdurchschnitt des neu zusammengestellten Kaders liegt bei knapp 24 Jahren.

Mit David Vogt (Chemnitzer FC), Janis Farr (Phoenix Lübeck), Soufian Benyamina oder Osman Atilgan (beide Hallescher FC) verließen unter anderem mehrere langjährige Leistungsträger den Verein. Bei den Zugängen setzte Greifswald dagegen verstärkt auf junge Spieler mit Entwicklungspotenzial. Für die nötige Erfahrung sorgt unter anderem der 33-jährige Robert Leipertz, der vom 1. FC Magdeburg kam und auf mehr als 250 Zweitliga-Einsätze zurückblicken kann.

Viel Cottbuser Einfluss in Greifswald

Auffällig ist dabei vor allem die starke Verbindung zu Energie Cottbus. Mit Janis Juckel sowie Joel Awuah, Felix Schubart, Michael Sternberg, Musa Alkan und Lennox Bohnenstädt wechselten gleich mehrere Akteure aus der Lausitz nach Greifswald.

Auch an der Seitenlinie und in der sportlichen Leitung findet sich die Cottbuser Handschrift wieder. Cheftrainer Alain Karim trainierte zuvor die U19 von Energie, Sportdirektor Matthias Rahn war dort fünf Jahre lang Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Gemeinsam sollen beide den eingeschlagenen Weg mit jungen und entwicklungsfähigen Spielern langfristig prägen.

Junge Mannschaft findet schnell zusammen

Trotz des großen personellen Umbruchs fanden die Greifswalder zu Saisonbeginn schnell in die Spur. Bereits zum Auftakt holte die neu formierte Mannschaft beim 2:2 gegen den Halleschen FC einen Punkt und etablierte sich anschließend früh in der oberen Tabellenhälfte.

Vor dem Duell in Chemnitz steht der GFC mit 23 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Dabei verfolgt Alain Karim einen klaren fußballerischen Ansatz: Greifswald möchte mutig und variabel auftreten, spielerische Qualität mit hoher Intensität verbinden und gleichzeitig aggressiv gegen den Ball arbeiten.

Langfristiger Weg statt kurzfristiger Erfolg

Entsprechend zurückhaltend wurden vor der Saison die sportlichen Ziele formuliert. Nach den umfangreichen Veränderungen sollte zunächst eine stabile Saison gespielt und der Klassenerhalt möglichst früh gesichert werden.

Langfristig soll in Greifswald allerdings etwas Nachhaltiges entstehen. Statt kurzfristig auf zahlreiche gestandene Akteure zu setzen, suchen die Verantwortlichen gezielt nach jungen Spielern mit Entwicklungspotenzial und möchten ihnen eine Plattform für den nächsten Karriereschritt bieten. Der langfristige Vertrag von Sportdirektor Matthias Rahn bis 2029 unterstreicht diesen Ansatz.

Damit präsentiert sich der GFC in dieser Saison deutlich verändert: jünger, entwicklungsorientierter und dennoch bereits konkurrenzfähig.

Die letzten 5 GFC-Partien

Regionalliga Nordost | Greifswalder FC – BSG Chemie Leipzig 1:1

Regionalliga Nordost | Greifswalder FC – FC Rot-Weiß Erfurt 2:3

Regionalliga Nordost | 1. FC Magdeburg II – Greifswalder FC 4:2

Regionalliga Nordost | Greifswalder FC – FC Erzgebirge Aue 1:0

Landespokal Mecklenburg-Vorpommern | SV Teterow 90 – Greifswalder FC 0:10

„Wir dürfen uns von den Ergebnissen nicht täuschen lassen“

Cheftrainer Benjamin Duda warnt vor einer jungen Mannschaft, die sich nach dem großen Umbruch schnell gefunden hat:

„Greifswald hat im Sommer einen großen Umbruch vollzogen, durch die Neubesetzung auf der Trainer- und Sportdirektorenposition aber eine beachtliche Identität entwickelt. Sie haben eine junge Mannschaft zusammengestellt und den Mut, auch Spieler einzusetzen, die teilweise noch aus der A-Jugend kommen oder bei anderen Regionalligisten nicht wie erhofft funktioniert haben und in diesem Umfeld jetzt überzeugen. Das funktioniert bislang überraschend gut, weshalb man Greifswald sicherlich als eine der Überraschungsmannschaften der Saison bezeichnen kann.“

Die jüngsten Ergebnisse verändern Dudas Einschätzung dabei nicht: „Auch wenn aus den letzten fünf Spielen nur ein Sieg herausgesprungen ist, dürfen wir uns davon nicht täuschen lassen. Diese Mannschaft kann mit ihrem Tiefgang und ihrem gefährlichen Konterspiel jeden Gegner ärgern. Sie haben gegen Erfurt lange geführt, zu Hause gegen Aue gewonnen und auch in anderen Partien gezeigt, wie eng ihre Spiele sind.“

„Ich möchte noch torgefährlicher werden“

Auch Flügelspieler Maurizio Grimaldi freut sich nach seiner krankheitsbedingten Pause auf die Rückkehr:

„Für mich ist es eine riesige Freude, nach den harten vergangenen Wochen endlich wieder gemeinsam mit den Jungs auf dem Platz stehen zu dürfen. Ich bin ein Spieler, der sich mit jedem Training und jedem Spiel stetig verbessern möchte, deshalb höre ich gerne zu und versuche, das Feedback umzusetzen.“

Gerade im letzten Drittel setzt sich der Offensivspieler klare Ziele: „Als Offensivspieler ist es natürlich mein Anspruch, Tore zu erzielen und vorzubereiten, was mir in dieser Saison bislang noch nicht so gelungen ist, wie ich mir das vorstelle. Ich möchte unsere Angriffe noch konsequenter zu Ende spielen, mehr Übersicht entwickeln und insgesamt torgefährlicher werden. Daran arbeite ich, um der Mannschaft mit noch mehr Offensivaktionen helfen zu können.“

Sendehinweis: Die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Greifswalder FC mit Cheftrainer Benjamin Duda und Flügelspieler Maurizio Grimaldi könnt ihr wie gewohnt in voller Länge bei ClubTV sehen.

Personal: Marx gesperrt, Grimaldi zurück

Maurizio Grimaldi ist Anfang der Woche nach seiner Mandelentzündung ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und kann gegen Greifswald wieder eine Option für den Kader sein.

Dafür muss Jonas Marx nach seiner fünften Gelben Karte aussetzen. Dennis Slamar steht nach seiner Schulterverletzung ebenfalls nicht zur Verfügung. Auch Martial Ekui fehlt den Himmelblauen nach seiner Knie-Operation weiterhin.

Bilanz: Remis-Könige

Wenn der Chemnitzer FC und der Greifswalder FC aufeinandertreffen, geht es regelmäßig eng zu. In den bislang acht Begegnungen gab es gleich fünf Unentschieden. Vier der vergangenen fünf Duelle endeten mit einer Punkteteilung.

Insgesamt spricht die Bilanz knapp für die Himmelblauen: Der CFC konnte zwei Begegnungen gewinnen, Greifswald war bislang einmal erfolgreich.

Schiedsrichter: Christoph Beblik

Geleitet wird die Partie vom 34-jährigen Grundschullehrer Christoph Beblik aus Berlin. Assistieren werden ihm Fabian Lukawski und Julius Hanft.

Live im Stadion oder beim MDR

Natürlich könnt ihr euch auch kurzfristig noch euer Ticket für die Begegnung sichern.

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Wer am Samstag nicht auf der Fischerwiese dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Begegnung live im MDR-Fernsehen sowie im Stream zu verfolgen. Die Übertragung beginnt um 13.50 Uhr.

Hier geht es zum Stream!

Auch das CFC-Medienteam begleitet das Heimspiel wie gewohnt direkt vom Spielfeldrand und versorgt euch mit allen wichtigen Eindrücken und Informationen rund um die Partie:

Im Anschluss erwartet euch bei ClubTV außerdem wieder der Spieltagsreport mit den entscheidenden Szenen, Stimmen und Eindrücken vom Heimspiel gegen den Greifswalder FC.