Hartes Stück Arbeit! CFC steht im Sachsenpokal-Finale
Zum zwölften Mal in den vergangenen 14 Spielzeiten steht der Chemnitzer FC im Finale des Wernesgrüner Sachsenpokals. Am Mittwochabend besiegten die Himmelblauen den FC Oberlausitz Neugersdorf nach Verlängerung mit 1:0 (0:0). Felix Brügmann traf in der 113. Minute zum Sieg.
Chemnitzer Ideenlosigkeit - Orosz scheitert am Querbalken
Vor 1.003 Zuschauern in der Sparkassen-Arena Oberlausitz entwickelte sich vom Start weg eine ausgeglichene Partie. Christian Tiffert wechselte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen den Berliner AK nur einen Mann aus – Chris Löwe ersetzte den angeschlagenen Okan Kurt. Doch weder die namhafte Besetzung noch der Klassenunterschied waren zu erkennen. Die Himmelblauen hatten mehr Ballbesitz und suchten den Weg in die Offensive. Gefährlich wurde es aber nur nach Kopfbällen von Campulka (7.) und Ulrich (24.). Auf lange Chemnitzer Bälle hinter die Abwehrkette waren die Neugersdorfer gut vorbereitet. Sie selbst suchten nach Ballgewinn blitzschnell den Weg in die Spitze. Die größte Torchance des ersten Durchgangs hatte Toni Orosz in der 35. Minute: Nachdem Campulka und Löwe unter einer Halbfeldflanke durchtauchten, stand der Stürmer plötzlich frei vor Jakubov. Aus sieben Metern Entfernung setzte er den Schuss an die Unterkante der Latte.
Berger macht Druck - müde Neugersdorfer im Glück
Im zweiten Durchgang versuchten die Himmelblauen mehr Druck über die Außenbahn zu erzeugen. Das gelang vor allen Dingen über Bergers rechte Seite. Erst bediente er Kircicek mustergültig, dann fand er Brügmann am Fünfer und sah zu wie der Stürmer den Ball am Tor vorbeischoss (56.). Kurz zuvor hatte Löwe Klouda aus der Distanz zu einer Flugeinlage gezwungen. Unter dem Außenbahn-Druck der Chemnitzer drohten die Neugersdorfer Mitte des zweiten Durchgangs zusammenzubrechen. Michel Ulrich hatte aus 17 Metern Entfernung die beste Torchance dieser Phase – wieder fehlte nur ein halber Meter (71.). Wenig später legte ihm Brügmann den Ball wunderbar auf den Fuß, doch diesmal reagierte FCO-Torhüter Klouda glänzend. Ein Chemnitzer Sieg wäre am Ende der regulären Spielzeit verdient gewesen, mit den eigenen Chancen gingen sie aber zu verschwenderisch um. Also ging die Partie in die Verlängerung.
Klouda rettet mehrfach - Brügmann erlöst den CFC
20 Sekunden nach Wiederanpfiff tauchte Furkan Kircicek frei vor Klouda auf, doch sein Lupfer landete auf dem Tornetz. In der Folge kamen Angriff nur über Walthers linke Seite zustande, Neugersdorf konzentrierte sich im Gegenzug aufs Verteidigen. In diesen Minuten hielt Klouda seine Mannen im Spiel: zweimal rettete er sensationell aus kurzer Distanz gegen Kircicek (102.). Kurz vor Schluss war dann jegliche Gegenwehr gebrochen. Felix Brügmann traf aus kurzer Distanz zum verdienten Sieg (113.). Kurz zuvor hatte er frei vor vor Klouda noch kläglich vergeben.
Der Final-Gegner des Chemnitzer FC wird am Dienstag, den 9. Mai um 19 Uhr zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem FSV Zwickau ausgemacht. Sollte der FSV Zwickau ins Finale einziehen, findet das Endspiel im Stadion - An der Gellertstraße statt.
FC Oberlausitz Neugersdorf: Klouda - Janz, Petrick(C), Körner, Merkel - Schmidt, Cellarius, Herrmann (66. Keil) - Orosz, Olaoye (89. Selinger), Seibt (117. Kiesewalter)
Chemnitzer FC: Jakubov - Berger, Campulka, Zickert, Walther (114. Eppendorfer), Löwe - Kircicek, Müller(C), Pagliuca (21. Stagge) - Ulrich (102. Keller), Brügmann
Tor: 0:1 Brügmann (113.)



