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19.10.2025 - 16.20 Uhr | 1. Mannschaft

Hertha-Bubis im ersten Durchgang gefährlicher, im zweiten effizienter: CFC holt keine Punkte in der Hauptstadt

Am 12. Spieltag der laufenden Regionalliga-Saison trat der Chemnitzer FC im Stadion auf dem Wurfplatz im Berliner Olympiagelände vor 518 Zuschauern bei Hertha BSC II zum Auswärtsspiel an. Nach dem erfolgreichen Einzug ins Sachsenpokal-Viertelfinale am vergangenen Wochenende beim VfB Annaberg wollten die Schützlinge von Cheftrainer Benjamin Duda in der Hauptstadt punkten, um den Anschluss an das obere Tabellendrittel herzustellen. Gegen gut aufgelegte Berliner gelang das jedoch nicht – der CFC tat sich über 90 Minuten schwer und musste sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben.

Der CFC ging im Vergleich zum letzten Liga-Spiel (2:2 gegen Eilenburg) mit nur einer Veränderung in der Startformation in die Partie gegen die Hertha-Bubis. Leon Damer rückte für Dejan Bozic neu ins Team. In der taktischen Grundordnung eines 4-2-3-1 übernahm Stockinger die Rolle des zentralen Stürmers. Bozic und Tom Baumgart fehlten beide aufgrund einer Rot-Sperre. Artur Mergel musste kurzfristig passen und blieb in Chemnitz, da ihn in der Nacht vor dem Spiel ein Infekt außer Gefecht gesetzt hatte.

CFC-Fans mit starkem Auftritt in Berlin

Nicht nur die Anfangsviertelstunde gehörte gesangstechnisch ganz klar den rund 250 mitgereisten CFC-Fans, die für einen stimmungsvollen Support in Berlin sorgten. Den besseren Start in die Partie erwischten aus sportlicher Sicht jedoch klar die Gastgeber.

Hertha früh mit Chancenplus – CFC kämpft sich rein

Der CFC hatte gleich dreimal Glück, dass die jungen Berliner ihre hochkarätigen Einschussmöglichkeiten nicht nutzen konnten. Erst landete der Ball in der 6. Spielminute nach einem Gewühl am Pfosten des CFC-Gehäuses, dann verpassten Peter Pekarik (8.) und Dion Ajvazi (17.) trotz bester Gelegenheiten den frühen Führungstreffer für die Hertha.

Gegen die agilen und spielfreudigen Berliner brauchten die Himmelblauen eine Weile, um vor allem defensiv mehr Stabilität in ihr Spiel zu bekommen. Offensiv setzten sie durch einen Schuss von Domenico Alberico aus rund zehn Metern (13.) und einen Kopfball von Felix Müller nach einer Ecke (19.) erste Akzente. Doch auch bei der Qualität der Chancen lag der Vorteil nach einer halben Stunde klar auf Seiten der Hertha. Die Chemnitzer taten sich sichtlich schwer, ihr eigenes Spiel zu entfalten.

Chemnitz stabilisiert sich vor der Pause

Bis zum Halbzeitpfiff bekamen die Duda-Schützlinge dann etwas besseren Zugriff auf die Partie. Nur beim Ausspielen der eigenen Offensivaktionen fehlte es noch an Ruhe und Präzision.

Die größte Chemnitzer Chance des ersten Durchgangs gab es in der 40. Minute: Nach einem geblockten Schuss von Pistol legte Alberico am Elfmeterpunkt für Grimaldi auf. Dessen Abschluss wäre wohl unten rechts eingeschlagen, doch ein Berliner Bein fälschte den Ball in letzter Sekunde in die Arme des Hertha-Schlussmanns ab.

Mehr Schwung zum Start in den zweiten Durchgang

Die Himmelblauen kamen ohne personelle Wechsel aus der Kabine, dafür aber mit deutlich mehr Schwung. Gleich nach Wiederanpfiff setzte der CFC die Berliner früh unter Druck und verlagerte das Spielgeschehen in deren Hälfte. Auch eine Reihe von Eckbällen sorgte für Gefahr, brachte jedoch für den CFC nichts Zählbares ein.

Hertha trifft eiskalt

In der besten Phase der Chemnitzer wurde dann plötzlich Hertha konkret: Strasner drang über die linke Seite bis zur Grundlinie vor und legte flach ins Zentrum. Dort stand Ben-Hatira goldrichtig – der Routinier spitzelte den Ball aus dem Getümmel mit der Fußspitze durch die Hosenträger von Daniel Adamczyk zur Berliner Führung ins Tor (59.).

Bittere Doppelschläge und verpasste Chancen

Der CFC war um eine sofortige Antwort bemüht. Nach starker Vorarbeit von Ekui hatte Stockinger in der 66. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, doch Hertha-Keeper Heide parierte den präzisen Abschluss vom Elfmeterpunkt mit einer Glanzparade.

Keine 60 Sekunden später stand Stockinger erneut im Mittelpunkt: Über die rechte Seite wollte er per Körpertäuschung in den Strafraum ziehen, wurde dabei mit einem Kontakt seines Gegenspielers zu Boden gebracht – doch zur völligen Überraschung der Himmelblauen blieb der Pfiff von Schiedsrichter Johannes Schipke aus.

Die Szene sollte gravierende Folgen für den CFC haben: Denn Hertha nutzte den freien Raum eiskalt zum Konter und trug den Angriff schnörkellos bis in den Strafraum vor. Der erst vor wenigen Tagen zur Hertha zurückgekehrte Jeremy Dudziak, eigentlich für das Zweitliga-Team der Berliner eingeplant, blieb cool und erhöhte allein vor Adamczyk überlegt auf 0:2 aus Chemnitzer Sicht (67.).

Kein Durchkommen in der Schlussphase

Danach passierte nicht mehr viel. Die Chemnitzer wollten den Anschlusstreffer erzwingen, doch das gelang gegen die an diesem Tag gut aufgelegte Hertha nicht. So blieb es bei der 0:2-Auswärtsniederlage, die über die gesamte Spielzeit gesehen keineswegs unverdient war.

Für den CFC geht es am kommenden Samstag mit dem nächsten Heimspiel im eins-Stadion – An der Gellertstraße weiter. Dann empfangen die Duda-Schützlinge Hertha 03 Zehlendorf. Die Berliner treten zeitgleich zum Auswärtsspiel bei der BSG Chemie Leipzig an.

Hertha BSC II – Chemnitzer FC 2:0 (0:0)

BSC: Heide 13 – Strasner 20, Sherwood 18, Bruns 5, Pekarík 2 – Telib 47, Berner 3 (84. Bellomo 11), Ogbaidze 6 – Ajvazi 29 (69. Traoré), Dudziak 28 (90. Gashi), Ben-Hatira 10 (C)

CFC: Adamczyk 1 – Ekui 27, Bochmann 5, F. Müller 26, Pistol 18 – Müller 38 (C) (79. Eppendorfer 25), Erlbeck 6 (72. Walther 4) – Grimaldi 23, Stockinger 7, Damer 13 (72. Marx 19) – Alberico 11

Tore: 1:0 Ben-Hatira (59.), 2:0 Dudziak (67.)

Zuschauer: 518