Herzlichen Glückwunsch, Peter Müller! FCK-Meisterspieler wird 75.
Die Feier muss etwas warten. Auch an seinem 75. Geburtstag hat der Chemnitzer FC den Vorrang. „Wir gehen erst ins Stadion und schauen uns das Heimspiel gegen den FC Eilenburg an. Anschließend feiern wir mit der Familie in einer Gaststätte“, verrät Peter Müller.
48 Jahre war Müller durchgängig für den SC Karl-Marx-Stadt, den FC Karl-Marx-Stadt und den Chemnitzer FC tätig. Über eine Bezirksauswahl entdeckt und 1963 nach Karl-Marx-Stadt an die Kinder- und Jugendsportschule delegiert wurde der damalige Abwehrspieler mit dem FCK 1966/67 Meister der DDR-Oberliga. Insgesamt bestritt Müller 342 Pflichtspiele.
Von 1970 bis 1975 schloss Müller noch während seiner fußballerischen Laufbahn an der DHfK ein Studium zum Diplomsportlehrer ab. Im Anschluss an seine aktive Karriere übernahm Peter Müller 1980 die Funktion des Mannschaftsleiters, die er nach der Wende abgewandelt als Manager, Leiter der Linzenzspielerabteilung und Geschäftsführer beim Chemnitzer FC bis ins Jahr 2011 fortsetzte.
„Es waren schöne, aber auch schwierige Jahre. Gerade nach der Wende, als die Vereine ihren Etat selbst erwirtschaften mussten, war es wirklich schwierig. Zudem sind die Kosten enorm gestiegen und wir mussten sehen, wie wir unseren Haushalt Jahr für Jahr erwirtschafteten“, so Müller. Gelernt habe er für seine Arbeit nach der aktiven Zeit von vielen Persönlichkeiten: „Besonders von Werner Thomßen. Er war Kombinatsdirektor in der DDR. Seine Fähigkeiten und sein Auftreten haben mich beeindruckt. Von ihm habe ich viel lernen können.“ Thomßen war von 1966 bis 1970 Präsident des FCK und nach der Wende von 1991 bis 1994 Präsident des Chemnitzer FC. Neben Thomßen sind Müller in seiner langen Zeit am meisten Hans Meyer und Eberhard Langer in Erinnerung geblieben.
Mit den Weggefährten Gerd Schädlich, Manfred Kupferschmied oder Christoph Franke trifft er sich noch heute regelmäßig auf einen Kaffee in Erfenschlag. Selbst noch an den Ball zu treten, ist für den ehemaligen 33-fachen Junioren- und Nachwuchsnationalspieler sowie Junioren-Europameister von 1965 nicht mehr möglich: „Ich kann nicht mal mehr meinen Enkelkindern hinterherrennen“, verrät Müller mit einem Lachen. „Aber für den Alltag reichts“, betont er.
Die Entwicklungen des Chemnitzer FC in den vergangenen Monaten sieht Müller positiv. „Ich bewundere die Personen, die sich in der damaligen angespannten Situation zur Verfügung gestellt und privates Geld investiert haben, um den Verein am Leben zu halten. Was der Verein mit der tatkräftigen Unterstützung der Fans geschaffen hat, war eine große Leistung.“ Umso mehr wünscht sich Müller für die kommenden Jahre, dass der CFC wieder höherklassig spielt: „Das muss der Anspruch sein und würde der Stadt, den treuen Fans und Sponsoren, die seit vielen Jahren treu zur Stange halten, gut tun.“
Der Chemnitzer FC gratuliert Peter Müller recht herzlich zum 75. Geburtstag und wünscht für die kommenden Jahre weiterhin viel Gesundheit und alles Gute!



