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27.07.2025 - 15.59 Uhr | 1. Mannschaft

Tobi Müller mit dem goldenen Treffer: Chemnitzer FC startet mit überzeugendem Sieg in die neue Saison

Der Chemnitzer FC ist am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den Greifswalder FC in die Spielzeit 2025/26 gestartet – vor 5.749 Zuschauern im eins-Stadion – An der Gellertstraße. Die Himmelblauen präsentierten sich dabei direkt zum Auftakt in starker Verfassung und entschieden das Topspiel gegen das Team von der Ostseeküste am Ende verdient mit 1:0 (1:0) für sich.

Im Vergleich zur Generalprobe gegen den 1. FC Magdeburg (1:1) musste Cheftrainer Benjamin Duda krankheitsbedingt seine Startelf umbauen: Roman Eppendorfer rückte auf die rechte Abwehrseite und ersetzte Neuzugang Johannes Pistol, der wegen einer Erkältung passen musste. Weiterhin nicht zur Verfügung standen Innenverteidiger Robert Zickert (Blutwerte) und Mittelfeld-Allrounder Anton Rücker (Oberschenkelprobleme).

Chemnitz mit spielstarkem Auftakt

Der CFC erwischte einen überzeugenden Start in die neue Saison. Von Beginn an stand eine Mannschaft im neuen himmelblauen Heimtrikot auf dem Platz, die hochkonzentriert und mit großer Einsatzbereitschaft versuchte, über ein präzises Passspiel und wenige Stationen schnell in Tornähe zu kommen.

Frühe Großchancen – CFC verzweifelt an Jakubov

Keine fünf Minuten waren gespielt, als sich die Himmelblauen die erste hundertprozentige Torchance erarbeiteten: Felix Müller schlug aus der eigenen Hälfte einen sehenswerten Flugball genau in die Schnittstelle der Greifswalder Abwehr. Der Ball kam punktgenau auf dem ausgestreckten Fuß von Leon Damer an. Über eine direkte Kombination mit Neuzugang Domenico Alberico landete der Ball im Zentrum bei Dejan Bozic. Der Torjäger drehte sich einmal um die eigene Achse – doch sein Abschluss fand in Ex-CFC-Keeper Jakub Jakubov seinen Meister. Mit einer starken Parade verhinderte dieser den frühen Greifswalder Rückstand.

Nur drei Minuten später die nächste große Gelegenheit: Nach einem feinen Chipball von Bozic lief Alberico allein auf Jakubov zu, doch erneut blieb der Greifswalder Schlussmann im Eins-gegen-eins Sieger und entschärfte die Szene mit einem weiteren starken Reflex.

Chemnitzer Dominanz – Greifswald bleibt blass

In der 17. Minute dann der erste Abschluss der Gäste: Grace Bokake zog halblinks von der Strafraumkante ab, verfehlte das lange Eck jedoch deutlich. Es blieb bis zur Pause die einzige nennenswerte Offensivaktion der Ostseestädter, deren hochkarätig besetzte Angriffsreihe sich gegen die disziplinierte Chemnitzer Defensive schwertat.

Der CFC blieb über weite Strecken spielbestimmend. Einziger Vorwurf nach einer halben Stunde: In der gefährlichen Zone fehlte bis dahin der letzte Punch, um den Führungstreffer zu erzwingen. Die absolute Entschlossenheit im Abschluss ließ noch auf sich warten.

Erlösendes 1:0 durch Kapitän Müller

Die Greifswalder konnten sich bei ihrem starken Schlussmann bedanken, dass die Null im ersten Durchgang trotz Chemnitzer Überlegenheit lange hielt. Nach einer Damer-Ecke stieg Bozic am langen Pfosten hoch und drückte den Ball per Aufsetzer in Richtung Torlinie – doch einmal mehr war Jakubov zur Stelle und entschärfte auch diese Großchance per Klasse-Reflex (37.).

Mittelfeldantreiber Niclas Erlbeck zeigte in der 41. Spielminute, dass er nicht nur Fußball arbeiten kann, sondern auch ganz viel Gefühl im linken Fuß hat: Per Chipball hebelte Erlbeck die komplette Gäste-Defensive aus und brachte Kapitän Müller perfekt in Stellung. Der 32-Jährige fackelte frei vor dem Tor nicht lange und versenkte den Ball per Direktabnahme zur längst überfälligen und hochverdienten Chemnitzer 1:0-Führung.

Pausenfazit: Viel Spielfreude, zu wenig Ertrag – CFC führt "nur" 1:0

So verabschiedeten sich die Teams in die Halbzeitpause – aus Chemnitzer Sicht nach einem rundum gelungenen Saisonauftakt. Einziges Manko: Die Himmelblauen hätten sich mit einem höheren Halbzeitergebnis belohnen müssen. So war klar, dass auch in den zweiten 45 Minuten noch einmal richtig viel Arbeit auf den CFC wartete, denn der Greifswalder Auftritt blieb bis dahin zwar enttäuschend – aber längst war noch nichts entschieden.

 

Greifswald kommt besser ins Spiel

Die Gäste brauchten eine klare Leistungssteigerung – und genau die zeigten sie nach dem Wiederanpfiff. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte agierte der Greifswalder FC deutlich offensiver und verlagerte das Spielgeschehen nun stärker in die Chemnitzer Hälfte.

Ein erstes Lebenszeichen des CFC setzte Leon Damer in der 57. Minute: Sein Fernschuss aus zentraler Position stellte jedoch kein Problem für Jakub Jakubov dar, der sicher zupackte.

Stabile Defensive – kaum Gefahr für Adamczyk

Auf der anderen Seite blieb CFC-Keeper Daniel Adamczyk auch nach einer Stunde nahezu beschäftigungslos – ein Verdienst der konsequent arbeitenden Defensivreihe in Himmelblau, die kaum etwas zuließ und auch in der Umschaltbewegung aufmerksam blieb.

CFC wirkt kurzzeitig fahrig – Atilgan macht Dampf

Vorne wirkte das Chemnitzer Spiel in dieser Phase mitunter zu verspielt oder eine Spur zu umständlich. Der direkte Weg zum Tor wurde ein ums andere Mal mit einem Schlenker zu viel verhindert. Neben einer insgesamt sehr starken Saisonpremiere offenbarte sich hier ein Punkt mit Verbesserungspotenzial.

Die Ordnung ging zeitweise verloren, das Spiel wurde zerfahrener – mit Vorteilen für die Gäste, die nun mutiger nach vorn spielten. Auffälligster Mann im Trikot des GFC war dabei Osman Atilgan: Der Angreifer mit der Rückennummer 99 sorgte mit seinen Tempodribblings immer wieder im Alleingang für Gefahr und belebte das Spiel der Gäste spürbar.

Grimaldi sorgt für frischen Wind

Neuzugang Domenico Alberico feierte ein gelungenes Debüt in Himmelblau und machte dann Platz für einen weiteren Neuzugang: Maurizio Grimaldi. Der sorgte kurz nach seiner Einwechslung direkt für Betrieb, ließ mit seinem explosiven Antritt mehrere Gegenspieler stehen und tankte sich bis zur Grundlinie durch. Seine flache Hereingabe verpasste Torjäger Bozic in der Mitte nur um Zentimeter – er war bereits zur Torlinie durchgelaufen. Schade! Da war mehr drin (70.).

Chemnitz kontert – Elferpfiff bleibt aus

In der Schlussviertelstunde mussten die Gäste noch einmal alles riskieren, wollten sie etwas Zählbares mit an den Greifswalder Bodden nehmen. Der CFC lauerte auf Konter – und fand sie: Grimaldi zog auf der rechten Seite das Tempo an, drang in den Strafraum ein und wollte querlegen, wurde dabei jedoch gleichzeitig abgeräumt. Tristan Wagner räumte Grimaldi hart an der Grenze aber fair ab.

Der Chemnitzer FC brachte das Ergebnis in einer ereignisarmen Endphase sicher über die Zeit. Die Himmelblauen legten zum Saisonauftakt eine überzeugende Leistung hin und ließen über weite Strecken keine Zweifel am verdienten Heimsieg gegen den ambitionierten Greifswalder FC aufkommen. Spielkontrolle, Einsatzbereitschaft und ein klarer Plan prägten den Auftritt der Duda-Schützlinge – einzig die Chancenverwertung verhinderte ein deutlicheres Ergebnis. Ein starker Start in die Jubiläumssaison, auf dem sich aufbauen lässt.

Erste Auswärtsfahrt der Saison: CFC gastiert in Luckenwalde

Am 2. Spieltag der noch jungen Saison steht für den Chemnitzer FC die erste Auswärtsreise an. Die Himmelblauen treten am Samstag, dem 2. August, beim FSV 63 Luckenwalde an. Anstoß ist um 14 Uhr im traditionsreichen Werner-Seelenbinder-Stadion. 

Für ein bekanntes Gesicht aus Chemnitzer Zeiten gibt es dabei ein Wiedersehen: Der 20-jährige Abwehrspieler Ole Schiebold, der den CFC im Sommer verlassen hat, trägt inzwischen das Trikot der Gastgeber.

Und das nächste Heimspiel wartet bereits in knapp zweieinhalb Wochen gegen die BSG Chemie Leipzig. Am 13. August kommen die Chemiker an die Gellertstraße. Tickets gibt es bereits hier!

Chemnitzer FC – Greifswalder FC 1:0 (1:0)

CFC: Adamczyk 1 – Walther 4, Bochmann 5, F. Müller 26, Eppendorfer 25 – Erlbeck 6 – T. Müller 38 (C) (75. Mergel 10), Baumgart 29 (89. Stockinger 7) – Bozic 33 (89. Ekui 27) – Alberico 11 (63. Grimaldi 23), Damer 13 (75. Marx 19)

GFC: Jakubov 1 – Wagner 26, Kaizer 4, Eder 17, Farr 6 (80. Tomety-Hemazro 2) – Hüther 8 – Vierling 21, Richardson 10 – Atilgan 99, Bokake 9, Ndualu 22 (75. Vogt 20)

Tore: 1:0 T. Müller (41.)

Zuschauer: 5.749