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12.11.2023 - 18.08 Uhr | 1. Mannschaft

Himmelblaue Dominanz zu wenig gegen Meuselwitzer Kampfspiel

Der Chemnitzer FC verliert das Auswärtsspiel am 14. Regionalliga-Spieltag gegen den ZFC Meuselwitz trotz starker Leistung und hoher Spielkontrolle über weite Strecken der Partie. Die Zipsendorfer warfen sich in jeden Ball und dem CFC fehlte die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Kasten.

In einer ausgeglichenen und weitgehend ereignislosen Anfangsphase kämpften sich die Himmelblauen nach und nach in die Partie und übernahmen ab der fünfzehnten Spielminute die Kontrolle. Neben dem hohen Ballbesitz kombinierte sich das Team von Cheftrainer Christian Tiffert auch immer wieder schön durch das Meuselwitzer Mittelfeld oder Leon Ampadu zog mit viel Tempo bis vor die Meuselwitzer Defensivreihe. An dieser war jedoch meist kein Vorbeikommen und so endeten viele vielversprechende Chemnitzer Angriffe in Schüssen aus der zweiten Reihe. Dabei fehlte es jedoch entweder an Präzision oder ein langes Meuselwitzer Bein blockte den Ball.

Wenn der CFC doch einmal in den Strafraum preschen konnte, wie bei einem Keller Abschluss aus vierzehn Metern nach Kopfballablage Felix Müller (28.) oder einem Akindele-Abschluss per Hacke aus fünf Metern aufs kurze Eck (31.), war Meuselwitz-Schlussmann Sedlak jedes Mal auf seinem Posten. Im direkten Gegenzug zu Akindeles Abschluss setzte sich der Zipsendorfer Außenverteidiger Fabian Raithel nach kurzem Kombinationsspiel auf der linken Chemnitzer Defensivseite durch. Von da legte er ins Zentrum auf Hansch, der auf den einlaufenden Trübenbach verlängerte. Der Routinier blieb vor Schlussmann Boldt cool und versenkte das Leder zum 1:0 für den ZFC. Die Führung kam fast aus dem nichts und trotzdem musste sich die Elf in Himmelblau mit dem Rückstand arrangieren. Der CFC behielt auch weiter die Spielkontrolle, doch bis zur Pause geschah nicht mehr viel.

In Durchgang zwei starteten die Chemnitzer direkt schwungvoll und so kam Stephan Mensah gleich nach der Pause frei im Strafraum zum Abschluss. Von halb rechts schloss er in Richtung langes Eck ab, doch Sedlak war wieder zur Stelle und konnte parieren (48.). In der Folge wurde der CFC offensiver und der ZFC härter in der Zweikampfführung, weswegen Damer immer häufiger die Gelegenheit bekam, sein Können am ruhenden Ball zu beweisen. Einen Halbfeldfreistoß brachte Damer an den langen Pfosten, an dem Akindele knapp vorbeiflog (54.). Eine erneute Damer-Flanke - diesmal aus dem Spiel - köpfte Keller freistehend haarscharf am langen Pfosten vorbei (67.). In der 70. Spielminute wechselte Christian Tiffert doppelt. Erlbeck und Wolter kamen in die Partie für Pribanovic und Mensah, was zur Folge hatte, dass Erlbeck auf Felix Müllers Position in der Innenverteidigung rückte und Felix Müller dafür das Sturmzentrum besetzte, um seine Größe (1,94m) im gegnerischen Strafraum ausspielen zu können.

In der Schlussviertelstunde trug Nils Lishek oft den Ball voran und initiierte gefährliche Situationen. Nach einem Sprint an zwei Meuselwitzer Verteidigern vorbei schickte Lishek Damer, der den Ball nicht richtig mitnehmen konnte, so unfreiwillig auf Akindele ablegte, welcher knapp am langen Pfosten vorbei schoss (75.). Die Meuselwitzer kamen kaum noch aus ihrer Hälfte, maximal durch lange Befreiungsschläge, die Clemens Boldt allerdings mehrfach stark annahm und weiter spielte oder einfach klärte. Der CFC lief weiter ein ums andere Mal an, doch die Flanken kamen oft zu kurz oder der vorletzte Pass zu ungenau. In der achtminütigen Nachspielzeit lief Lihsek kurz vor Ende der Partie noch einmal mit Tempo in den Strafraum, wurde von einem Meuselwitzer Verteidiger getroffen und fiel, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Danach war Schluss.

Am Ende fehlte die Durchschlagskraft vorm Tor. Zwingend wurden die Himmelblauen selten, Meuselwitz verteidigte leidenschaftlich und erkämpfte sich so zum dritten Mal in Folge drei Punkte, wenn auch sehr schmeichelhaft. Aus Chemnitzer Sicht lässt sich auf dieser Leistung in Meuselwitz aber weiter aufbauen. Man dominierte fast die ganze Partie über und kontrollierte das Spiel über weite Strecken. Nun steht ein Wochenende Pause an, bevor es am Dienstag vor Buß- und Bettag zur VSG Altglienicke nach Berlin geht.

ZFC Meuselwitz: Sedlak - Bürger, Bock (90. Rehder), Trübenbach (78. Kadric), Pistol - Raithel, Hansch (90. Pauling), Fischer (78. Ulrich), Miatke - Eckardt(C), Schmökel

Chemnitzer FC: Boldt - Müller, Zickert, Pribanovic (70. Erlbeck), Müller(C) - Ampadu, Lihsek, Damer, Keller, Mensah (70. Wolter) - Akindele

Tore: 0:1 Trübenbach (32.)

Zuschauer: 1.226 (rund 700 Gäste-Fans)