„Ich habe Bock, Verantwortung zu übernehmen“ – Willkommen bei den Himmelblauen, Julius!
In der Sommervorbereitung stellen wir euch unsere Neuzugänge in einer kleinen Porträt-Serie vor – so lernt ihr schon vor dem ersten Heimspiel die Jungs besser kennen, die in diesem Sommer neu zur Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda gestoßen sind.
In Folge fünf stellen wir euch Julius Bochmann genauer vor – ein vielversprechender Innenverteidiger, der in diesem Sommer als ehemaliger Jugendspieler zum Chemnitzer FC zurückgekehrt ist. Der 20-Jährige begann seine Fußballkarriere bei den Bambinis der Himmelblauen und trägt nun das Trikot der Profis mit der Rückennummer 5.
Am Ende zählt Leistung
Schon vor dem Saisonstart ist klar, dass Julius Bochmann eine zentrale Rolle in der Innenverteidigung neben Vize-Kapitän Robert Zickert übernehmen soll: „Ich habe Bock, Verantwortung zu übernehmen und freue mich, dass diese Position neben ‚Zicke‘ für mich vorgesehen ist. Am Ende zählt Leistung. Wenn ich die nicht bringe, spielt ein anderer“, schätzt Neuzugang Bochmann realistisch ein.
Die Fußstapfen, die sein Vorgänger Felix Müller beim CFC in der Innenverteidigung hinterlassen hat, sind groß: Müller stand fast immer auf dem Platz und hat schon über 200 Regionalliga-Einsätze absolviert. Für Bochmann heißt es nun, dieser Position seinen eigenen Stempel aufzudrücken und die Chance zu nutzen, die ihm der CFC bietet.
Vom CFC-Nachwuchs bis zur 2. Liga in Österreich
Geboren am 19. Juni 2005 in Aue, wurde Julius früh vom Fußball gepackt: „Ich bin relativ früh zum Fußball gekommen. Meine Eltern haben mich damals in Zwönitz in den Verein gesteckt. Ich war in den ersten Jahren immer der Kleinste und die Klamotten dementsprechend viel zu groß.“ Heute ist der 1,89 Meter große Verteidiger einer der größten Spieler im Kader. Über die Bambinis durchlief er den CFC-Nachwuchs bis zur U17, bevor er mit 15 zur SpVgg Greuther Fürth wechselte.
„Ich bin zu einer Gastfamilie nach Nürnberg gezogen. Fürth hat mir damals die beste Perspektive geboten.“ Die Umstellung war aber nicht leicht: „Das fußballerische Niveau war viel höher. Die Gastfamilie hat mir viel abgenommen und mich unterstützt. Für mich war es besser, bei einer Familie zu leben als in einem Fußball-Internat.“
Nach anderthalb Jahren bei Fürth wechselte er in die A-Junioren-Bundesliga West zum SC Verl, ehe es in die 2. Liga Österreichs zum SV Kapfenberg ging. Dort sammelte er wertvolle Erfahrung: „Ich habe 25 Einsätze gemacht und zwei Tore vorbereitet. Die Gegner waren schnell und erfahren. Mein Trainer Ismael Atalan hat viel auf junge Spieler gesetzt und mich gefördert. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.“
Ein Vorbild mit ganz viel Mentalität
Julius hat klare Vorbilder: „Liverpool habe ich immer cool gefunden. Die Atmosphäre dort ist gigantisch – ein echter Arbeiterverein.“ Besonders prägend für ihn ist der ehemalige italienische Nationalspieler Marco Materazzi, ein kompromissloser Verteidiger, der nie einen Zweikampf gescheut hat. „So eine Mentalität will ich auch zeigen – kompromisslos und mit vollem Einsatz.“
Zurück in der Heimat und schnell angekommen
Jetzt lebt Julius wieder im Haus seiner Eltern in Zwönitz – und zwar in der Einliegerwohnung, in der früher seine Großeltern gewohnt haben. Von dort pendelt er täglich ins Sportforum, das er aus seiner Jugendzeit bestens kennt: „Von den Bambinis an habe ich beim CFC gespielt und war später auf dem Sportgymnasium. Seitdem hat sich nicht viel verändert.“
Als Rückkehrer hat er sich schnell im Team eingelebt: „Mir geht es gut, auch wenn die Trainingseinheiten gerade intensiv und das Wetter entsprechend heiß sind.“
Er bekommt wertvolle Unterstützung von erfahrenen Kollegen im Team: „Zicke hat mir von Anfang an wichtige Tipps gegeben und mir gesagt, worauf er besonders viel wert legt. Er kennt die Liga wie kaum ein anderer und weiß genau, was auf dieser Position verlangt wird. Ich denke, wir ergänzen uns gut.“
Die Nummer 5 – eine Verbindung zum besten Freund
Seine Rückennummer 5 hat Julius gewählt, weil seine Lieblingsnummern 17 und 19 bereits vergeben waren. „Die fünf passt gut zu einem Innenverteidiger. Außerdem trägt sie einer meiner besten Freunde, Matthes Mühlekord, beim SC Verl III. Das ist eine schöne Verbindung.“
Doppelneuzugang samt echter Familienpower für den CFC!
Auf und neben dem Platz wirkt Julius reif und fokussiert: „Dass ich so wirke, liegt nicht an meiner Ausbildung in einem Nachwuchsleistungszentrum, sondern eher an der Erziehung meiner Eltern. Sie legen viel Wert auf Bodenständigkeit. Außerdem bin ich früh von zu Hause ausgezogen und musste Verantwortung übernehmen.“
Julius Bochmann hat zwei jüngere Schwestern. Die jüngste von ihnen, Charlene, ist 12 Jahre jung und ist im Sommer wie ihr großer Bruder zum Chemnitzer FC gewechselt und wird künftig für die U16-Juniorinnen der Himmelblauen auflaufen. Echte Familienpower für den CFC!
Die Ziele für die Saison
Sportlich und menschlich hat er klare Vorstellungen: „Ich möchte Verantwortung übernehmen und mich bestmöglich präsentieren. Die Regionalliga Nordost ist eine tolle Bühne, um mich weiterzuentwickeln. Gerade auf meiner Position muss ich liefern, und das will ich auch. Ich will an der Aufgabe wachsen und dazu beitragen, dass unsere Abwehr so stabil bleibt wie zuletzt.“ Auf den Moment, beim ersten Heimspiel ins Stadion einzulaufen, freut er sich besonders.
Was traut Julius den Himmelblauen zu? „Wir haben auf den ersten Blick eine super Mannschaft. Wichtig ist, dass wir von Verletzungen verschont bleiben, immer Gas geben, kämpfen und als Team zusammenhalten, wenn es darauf ankommt.“
Willkommen bei den Himmelblauen, Julius! Wir freuen uns, dich wieder in der Heimat zu haben und wünschen dir eine erfolgreiche Saison im CFC-Trikot.



