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29.06.2025 - 11.00 Uhr | News

„Ich wusste sofort: Das muss ich machen“ – Willkommen bei den Himmelblauen, Mauri!

In der Sommervorbereitung stellen wir euch unsere Neuzugänge in einer kleinen Porträt-Serie vor – in der Reihenfolge ihrer Verpflichtung bis zur Generalprobe gegen den 1. FC Magdeburg am 19. Juli. So lernt ihr schon vor dem ersten Heimspiel die Jungs besser kennen, die in diesem Sommer neu zur Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda gestoßen sind.

In Folge drei widmen wir uns Maurizio Grimaldi, der mit dem Wechsel zum Chemnitzer FC aus der Oberliga Niedersachsen eine Liga aufgestiegen ist. „Mauri“, wie er von seinen Freunden gerufen wird, trägt beim CFC das Trikot mit der Rückennummer 23.

Vom TV Jahn bis Lupo-Martini – und jetzt ein neues Kapitel

Geboren am 16. August 2002 in Wolfsburg, begann Maurizio Grimaldi früh mit dem Kicken: „Mit fünf Jahren ging’s schon im Verein beim TV Jahn Wolfsburg los. Ich habe durch die Fußballleidenschaft meines Vaters meine Kindheit quasi auf dem Fußballplatz verbracht, hat meine Mutter mir mal erzählt.“

Es folgte die Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum des VfL Wolfsburg, ehe er 2019 zu Lupo-Martini wechselte – einem Verein, den italienische Gastarbeiter einst in der VW-Stadt gründeten. Auch Grimaldis eigene Familiengeschichte ist eng mit dieser Zeit verbunden: Sein Großvater kam als sogenannter Gastarbeiter nach Deutschland. Er arbeitete jahrzehntelang bei Volkswagen – wie viele Italiener, die in den 1960er- und 70er-Jahren in Wolfsburg eine neue Heimat fanden. „Ich bin quasi mit dem Werk groß geworden. Mein Vater arbeitet noch heute dort“, erzählt Grimaldi.

Bei Lupo-Martini entwickelte sich der 1,73 Meter große Offensivspieler zum Leistungsträger: 124 Pflichtspiele, 18 Tore und ebenso viele Assists. In der vergangenen Saison kam er auf 29 Einsätze, acht Tore und sieben Vorlagen.

Der Bauch sagte: Chemnitz!

Warum nun in diesem Sommer der Schritt an die Gellertstraße? „Der Wechsel in die Regionalliga war mein Ziel – und dass es Chemnitz geworden ist, ist überragend. Das Umfeld ist attraktiv, der Verein sehr professionell aufgestellt. Ich konnte vorab in einem Probetraining etwas intensiver hineinschnuppern – und mein Bauchgefühl hat sofort gesagt: Das muss ich machen.“

Ein Eindruck, der sich rasch bestätigt hat: „Ich habe selten erlebt, dass es so leicht ist, sich in eine Mannschaft einzufinden. Die erfahrenen Spieler machen es einem einfach. Hier gibt’s keine Grüppchen – einfach super Jungs.“

CFC-Sportdirektor Chris Löwe kennt die Qualitäten des Neuzugangs aus Wolfsburg ganz genau: „Maurizio wird alles geben, um die Chance zu nutzen, die er bei uns in der Regionalliga bekommt. Er brennt für diese Aufgabe – damit passt er genau zur Mentalität, die unsere Mannschaft auszeichnet.“

Zwischen Stadionträumen und Schraubenschlüsseln

Dass Maurizio weiß, was harte Arbeit bedeutet, zeigt auch sein Weg abseits des Platzes. Nach der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mit Spezialisierung auf Hochvolttechnik – direkt bei Volkswagen. Anschließend arbeitete er ein halbes Jahr im Dreischichtsystem am Fließband, bevor er sich zum Techniker weiterqualifizierte. „Natürlich spielt jetzt der Fußball die dominierende Rolle – aber ich bin froh, dass ich auch beruflich schon etwas vorweisen kann.“

Nun will er im CFC-Trikot voll durchstarten: „Ich möchte mich so schnell wie möglich ans höhere Level anpassen und dabei einfach auch den Moment genießen. Ich darf als Fußballprofi leben – das ist ein echtes Privileg und ein Traum, der für mich in Erfüllung geht. Und ich werde mir sportlich den Arsch aufreißen, damit dieser Traum möglichst lange lebendig bleibt.“

Faszination Fußball – seit Kindertagen

Grimaldis Begeisterung für Fußball wurzelt tief – nicht nur wegen seines Vaters, der Fan von Juventus Turin ist. Auch ein besonderer Moment in der Jugend bleibt unvergessen: „Mein Onkel arbeitet beim Zoll in Turin und hat mir damals auf dem Flughafen eine Unterschrift von Cristiano Ronaldo besorgt. Für mich als Jugendlicher war das natürlich ein unglaubliches Geschenk.“

„Ich bin ein offener Typ, der gern lacht“

Sein neues Zuhause Chemnitz konnte Grimaldi bisher nur in Etappen entdecken: „Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Einrichten meiner Wohnung und kaufe gerade den letzten Kleinkram.“ Was aber schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, ist seine neue Heimspielstätte:  „Ich freue mich riesig auf den Moment, wenn ich das erste Mal in dieses schöne Stadion im CFC-Trikot einlaufe.“

Auch menschlich bringt Grimaldi gute Laune und Besonnenheit mit: „Am Anfang bin ich eher ruhig, beobachte viel – aber ich taue schnell auf. Dann bin ich ein offener Typ, der gern lacht und das Miteinander in der Kabine schätzt.“

Der Weg ist das Ziel

Raus aus dem gewohnten Umfeld der Familie. Aus Wolfsburg ins 300 Kilometer entfernte Chemnitz. Vom VW-Band auf den Fußballplatz. Und von der Oberliga in die Regionalliga Nordost. Maurizio Grimaldi hat seinen Weg gewählt – mit Ehrgeiz, Haltung und einer klaren Ansage: „Ich werde mir sportlich den Arsch aufreißen.“

Willkommen bei den Himmelblauen, Mauri – viel Erfolg für deine erste Saison im CFC-Trikot. Schön, dass du bei uns bist!