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18.10.2024 - 13.11 Uhr | 1. Mannschaft

Interview mit Luis Fischer: "Alle wurden herzlich aufgenommen"

Luis Fischer durfte am Samstag seinen ersten Treffer im himmelblauen Trikot bejubeln. Vor 10.500 Zuschauern erzielte "Fischi" den vorentscheidenden Treffer zum 3:1 in der Verlängerung des Sachsenpokals gegen den Drittliga-Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden – ein Tor, das das Stadion in völlige Ekstase versetzte. Ein Moment, den der 20-Jährige wohl in seiner Karriere nicht mehr vergessen wird.

Wir haben mit dem Flügelstürmer über seinen Pokaltreffer, den Zusammenhalt in der Mannschaft und seinen kurzfristigen Ausfall für das Spiel am Samstag gegen Plauen gesprochen (Alle Infos zum Personal, dem Gegner und vielem mehr findet ihr in unserem Vorbericht und in der Pressekonferenz.). Auch zur Arbeitsweise des neuen Cheftrainers Benjamin Duda haben wir den gebürtigen Kasseler befragt.

Luis, du hast am vergangenen Wochenende gegen Dynamo Dresden deinen ersten Pflichtspieltreffer für den CFC erzielen können. Wie war das Gefühl vor einer vollen Südkurve auf der tobenden Fischerwiese Jubeln zu dürfen?

Fischer: Es war unbeschreiblich. So ein Tor schießt man nicht alle Tage. Es war der perfekte Moment, direkt vor der Kurve das entscheidende 3:1 zu machen. Danach sind im Stadion alle Dämme gebrochen. Schöner kann ein erstes Tor für den neuen Verein gar nicht sein.

Nun bremst dich leider eine Erkältung aus, durch die du das Spiel gegen den VFC Plauen verpassen wirst. Wie sehr schmerzt das in so einer Phase?

Fischer: Das ist sehr bitter, weil ich dieses Momentum jetzt nicht mitnehmen kann. Leider kann man gegen eine Erkältung nur sehr wenig machen. Ich glaube trotzdem an die Jungs und weiß, was dieses Team leisten kann.

Du bist erst im Sommer aus Meuselwitz gekommen. Trotzdem wirkst du bereits sehr angekommen in der Stadt und im Verein. Wie lief die Integration in die Mannschaft ab?

Fischer: Ich verstehe mich mit allen Jungs super. Wir sind eine geile, eingeschworene Truppe und verstehen uns auch abseits des Platzes sehr gut. Wir treffen uns in unserer Freizeit oder bleiben länger auf dem Trainingsgelände, um eine Runde Karten zusammen zu spielen. Das beschränkt sich aber nicht nur auf meine Person. Alle Neuzugänge wurden herzlich aufgenommen.

Welche Rolle spielen dabei auch die Aktivitäten außerhalb des Sportplatzes?

Fischer: Das schweißt extrem zusammen. Man lernt sich nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch kennen. Man weiß einfach, für wen man auf dem Platz kämpft und arbeitet. Solche Erfolge wie gegen Dynamo machen natürlich umso mehr Spaß, wenn man von Menschen umgeben ist, mit denen man gern Zeit verbringt und mit denen man diesen Erfolg dann auch feiern kann.

Was kann dieser Pokalerfolg abgesehen vom Zusammenhalt in der Mannschaft noch bewirken?

Fischer: Der Aufwärtstrend ist klar zu erkennen. Durch das Spiel am Wochenende haben wir gemerkt, was mit dieser Mannschaft geht. Wir haben gemerkt, dass kein Gegner unschlagbar ist. Besonders in der Liga nicht und das entfacht einen besonderen Glauben, der das Team tragen kann. Wir sind mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen und diesen Schwung wollen wir mitnehmen bis in die Winterpause.

Du hast in deiner kurzen Zeit in Chemnitz schon zwei Trainer miterlebt. Benjamin Duda macht den Eindruck eines sehr akribischen Arbeiters. Wie nimmt das Team ihn wahr?

Fischer: Die Mannschaft weiß sehr zu schätzen, wie akribisch der Trainer arbeitet. Wir spüren das. Er ist morgens der erste der kommt und abends der letzte der geht. Man könnte schon fast sagen, dass er Detailversessen ist, auch wenn das immer etwas negativ behaftet ist, aber ich meine das im allerbesten Sinne.

Der Oktober lief mit den Siegen gegen Luckenwalde und Dynamo Dresden sehr gut an. Worauf wird es ankommen, um diese Form in die kommenden Wochen transportieren zu können?

Fischer: Wir haben uns als Mannschaft sehr viel für den Oktober vorgenommen, wollten unbedingt das Ruder herumreißen. Dafür arbeiten wir jeden Tag hart. Nicht nur der Pokal, besonders die drei Ligaspiele haben eine große Gewichtung für uns als Team. Wir wollen genauso wie in den ersten zwei Spielen im Oktober wieder alles raushauen, an unsere zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und erfolgreiche Ergebnisse einfahren. Im Heimspiel gegen Plauen wollen wir auch unsere Fans wieder direkt mitnehmen. Wir wollen auf jeden Fall beide Spiele gegen Plauen und Erfurt gewinnen – und werden dafür wieder alles geben.

Danke für das Gespräch, Luis, und gute Besserung, damit wir dich schon bald wieder auf dem Platz sehen dürfen.

Interview: Yannic Gillmeister