"Jungen Leuten ein anderes Bild vom CFC vermitteln!" - Chemnitzer FC veranstaltet Toleranztag mit der Oberschule Altendorf
Mithilfe des Fußballs will sich der Chemnitzer FC weiter klar von rechtem Gedankengut distanzieren und jungen Menschen wichtige Werte wie Toleranz und Vielfalt vermitteln. Dafür haben die Himmelblauen am Freitag, den 14. Oktober auf dem CFC Junior Campus mit der Oberschule Chemnitz-Altendorf einen Toleranztag veranstaltet.
Gemeinsam mit rund 20 Schülern aus drei verschiedenen Altersklassen haben die Vorstandsvorsitzende Romy Polster und Martin Ziegenhagen, Anti-Rassismus-Beauftragter des Chemnitzer FC, am Freitagmorgen in einem Workshop Fragen beantwortet und darüber aufgeklärt, was es heißt, tolerant zu sein und wo die Grenzen bei Auseinandersetzungen in der Schulklasse oder in der Sport-Mannschaft sind.
"Wir haben einen gelungenen Aufschlag gemacht bei unserem Ziel, 'die Guten' ins Stadion zu holen. Es gibt immer die Möglichkeit sich an dem abzuarbeiten, was uns aus der Vergangenheit einholt. Oder wir kümmern uns darum, dass wir die toleranten Menschen, welche die Mehrheit in Chemnitz bilden, stärker an uns binden und zurück ins Stadion holen. Wir können den Rechtsextremismus in Chemnitz nicht bekämpfen - natürlich wollen wir uns aber dagegen wenden und uns klar dagegen positionieren. Auch wollen wir wieder den Kontakt zur Außenwelt stärken, denn es gibt eine unglaublich vielfältige zivilgesellschaftliche Landschaft in Chemnitz, die ein distanziertes Verhältnis zum Chemnitzer FC hat und skeptisch ist, ob das, was wir hier auf die Beine stellen, tragfähig ist", sagte Martin Ziegenhagen, Anti-Rassismus-Beauftragter des Chemnitzer.
Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC: "In einer Fußballmannschaft geht es darum, gemeinsam etwas zu erreichen, zusammenzuhalten und auf die Stärken und Schwächen eines jeden einzelnen Rücksicht zu nehmen. Sich auch mit Dingen auseinanderzusetzen, die einem auf den ersten Blick nicht gefallen. Dieses Toleranz-Denken gemeinsam mit der Vielfalt wollen wir im Verein nach und nach stärken. Der Chemnitzer FC ist ein wichtiger gesellschaftlicher Player in der Stadt - dieser Rolle müssen wir über dem Sportlichen hinaus gerecht werden."
Im Anschluss an den Toleranz-Workshop durften sich die Oberschüler auf dem Kunstrasen in der Fußballhalle des CFC Junior Campus beweisen und bekamen Besuch von den CFC-Profis Stephan Mensah und Lukas Stagge. Beide beantworteten Schüler-Fragen und teilten ihre Erfahrungen beim Thema Toleranz und Vielfalt.
"Toleranz ist ein ganz wichtiges Thema, egal welche Hautfarbe du hast oder aus welchem Land du kommst. Auch bei uns im Team haben wir zahlreiche Charaktere und stehen alle zusammen. Bevor ich hierhergekommen bin, habe ich mir Gedanken über den Verein gemacht. Mir gegenüber wurde vom Verein aus immer klar ausgesprochen, dass der Verein gegen Rassismus ist. Ich fühle mich hier wohl und habe auch das Gefühl, dass Chemnitz wächst", sagte Stephan Mensah.
Als Überraschung bekamen die Oberschüler im Anschluss an das Turnier von den Profis Tickets für das kommende CFC-Heimspiel gegen den FSV 63 Luckenwalde überreicht.



