Kraft, Intensität, Kondition – CFC mit Volldampf in Richtung Berlin
Drei Tage nach dem souveränen 2:0-Erfolg über Rot-Weiß Erfurt kehrte der Chemnitzer FC am Mittwochvormittag auf den Trainingsplatz im Sportforum zurück. Cheftrainer Benjamin Duda hatte seiner Mannschaft nach dem intensiven Ostersonntag zwei freie Tage gegönnt – mit Blick auf das nächste direkte Duell am Sonntag bei der VSG Altglienicke (Hier gibt’s die Tickets im Vorverkauf) galt es nun, schnell wieder den Schalter umzulegen. Der Auftakt in die neue Trainingswoche stand dabei ganz im Zeichen von Athletik, Kraft und Intensität.
Athletiktraining mit CFC-Charakter
Pünktlich um 10 Uhr begann die erste Einheit des Tages bei angenehmen 17 Grad. Schauplatz war das Hauptstadion im Sportforum – und das war an diesem Vormittag bestens besucht. Neben dem CFC arbeiteten rund fünfzehn Leichtathletinnen und -athleten des benachbarten Olympiastützpunkts an ihren Programmen. Insgesamt tummelten sich somit rund vierzig Leistungssportlerinnen und -sportler aus der Region auf dem Gelände – ein starkes Bild für den Sportstandort Chemnitz.
"Die Jungs waren sofort online"
Unter der Leitung von Athletiktrainer Sebastian Grihm stand ein abwechslungsreicher Kraftzirkel auf dem Programm. Nach einer intensiven Mobilisations- und Dehnphase folgte ein Parcours aus klassischen und komplexen Übungen: Liegestütze in verschiedenen Varianten, Übungen in Plank-Position, Stationen zur Schnellkraftentwicklung und explosive Bewegungen mit den Battle Ropes – inklusive gezielter Störimpulse durch den Trainingspartner oder Grihm selbst, um Zweikämpfe zu simulieren.
"Wir haben die Jungs sofort intensiv gefordert, um nach den freien Tagen wieder reinzukommen", erklärte Athletiktrainer Grihm mit einem Lächeln nach der Einheit. "Es war eine gute Mischung aus Kraft, Schnellkraft und Aktivierung. Die Jungs waren sofort online – das spricht für ihre Mentalität. Ich bin sehr zufrieden mit der Einheit."
Mergel wird Meister des Star-Planks
Zum Abschluss der Vormittagseinheit hatte Athletiktrainer Sebastian Grihm noch einen besonderen Spaß parat. Mit dem sogenannten „Star-Plank“ forderte er die Spieler noch einmal im Maximalbereich: In Sternposition – Arme und Beine weit ausgestreckt – galt es, die Spannung so lange wie möglich zu halten. Eine Übung, bei der Körperspannung, mentale Stärke und Ehrgeiz gefragt waren.
Am längsten hielten Geburtstagskind Louis Malina und Mittelfeldstratege Artur Mergel durch. Beide lieferten sich ein zähes Duell – und rangen unter dem Anfeuern ihrer Teamkollegen um den internen Tagessieg. Am Ende bewies Mergel die etwas größere Ausdauer und sicherte sich den Sieg in diesem Duell.
Torhüter im separaten Kraftraum
Zeitgleich arbeiteten Daniel Adamczyk und David Wunsch unter den wachsamen Augen von Torwarttrainer Patrik Brencic in einer der Hallen des Sportforums. Nach dem Aufwärmen auf dem Ergometer ging es an die Hantelbank, Übungen zur Bein- und Rumpfstabilisierung folgten – ergänzt durch neue Impulse von Brencic, der seine Keeper immer wieder zu Höchstleistungen pushte. Eine Stunde dauerte die morgendliche Belastung, danach war erstmal Pause angesagt.
Nachmittags: Fußball, Intensität, Fokus
Zur zweiten Einheit des Tages übernahm Cheftrainer Benjamin Duda wieder. Nach einer kurzen Erwärmung ging es nahtlos in explosive Bewegungen und Sprintformen über, bevor mit hoher Intensität am Passspiel gearbeitet wurde. Duda forderte seine Mannschaft erneut im „roten Bereich“ – nahe der individuellen Leistungsgrenze.
Einzig Luis Fischer konnte am Nachmittag aufgrund seiner Muskelzerrung aus dem Spiel gegen Plauen nicht mitwirken. Am Vormittag hatte er sich bereits wieder in den Kraftkreis integriert, die Belastung der Nachmittagseinheit kam aber noch zu früh für eine vollständige Rückkehr auf den Platz.
"Wir haben heute viel gefordert – und viel bekommen"
Zum Abschluss standen zwei Spielformen auf dem Programm: Zunächst wurde im taktischen Verbund gearbeitet, bevor ein freies Zehn-gegen-zehn die letzten Körner forderte – intensive Zweikämpfe und fußballkonditionelle Elemente inklusive.
"Wir haben heute viel gefordert – und viel bekommen", resümierte Duda nach dem Training. "Wenn wir auf diesem Niveau bleiben, können wir am Sonntag in Berlin auch wieder die entscheidenden Prozente mehr liefern. Ab Donnerstag liegt unser Fokus dann komplett auf Altglienicke – taktisch, strukturell und im Kopf."
Fahrplan bis Sonntag
Am Donnerstag steht erneut eine Doppeleinheit an. Am Freitag und Samstag wird jeweils einmal trainiert, ehe es am Sonntag beim Neuntplatzierten der Regionalliga Nordost in Berlin um die nächsten Punkte im engen Kampf um Platz sieben geht.



