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08.04.2026 - 20.32 Uhr | 1. Mannschaft

Leistungssteigerung nach der Pause reicht nicht aus – CFC verliert beim BFC Preussen

Der Chemnitzer FC unterliegt in der Hauptstadt dem BFC Preussen.

Zum Nachholspiel des 23. Spieltags reiste der Chemnitzer FC in die Hauptstadt zum BFC Preussen. Vor 477 Zuschauern im Preussenstadion waren die Himmelblauen beim starken Aufsteiger im direkten Tabellennachbarschaftsduell gefordert. Mit jeweils 38 Punkten gingen beide Teams ins Rennen um Platz 7 – wobei die Hausherren noch eine Partie in der Hinterhand haben. Das Duell entschieden am Ende die Gastgeber aufgrund einer dominanten ersten Halbzeit mit 2:1 für sich.

Cheftrainer Benjamin Duda nahm eine Änderung in der Startformation vor: Tobias Stockinger rückte für Aaron Mensah in die Anfangself. Positive Signale gab es zudem aus dem CFC-Lazarett: Mit Maurizio Grimaldi, Johannes Pistol und Niclas Walther kehrten gleich drei Spieler nach wochenlanger Pause in den Spieltagskader zurück. Damit erweitern sich für die Himmelblauen die Optionen mit Hinblick auf die finale Saisonphase wieder, auch wenn mit Dario Gebuhr (Aufbautraining) Niclas Erlbeck (Reha), Tobias Müller (Knie) und Dejan Bozic (muskuläre Probleme) weiterhin wichtige Akteure fehlen.

Früher Beginn mit Vorteilen für die Gastgeber

Der Anstoß erfolgte bereits am späten Nachmittag um 17 Uhr, da die vor fast 90 Jahren eröffnete Spielstätte des BFC über keine Flutlichtanlage verfügt. Auf dem stumpfen und unebenen Geläuf entwickelte sich zunächst eine zerfahrene Anfangsphase, in der beide Mannschaften einige Minuten benötigten, um sich an die Platzverhältnisse zu gewöhnen.

Der BFC Preussen arbeitete sich etwas besser in die Partie und übernahm die Spielkontrolle. In der 3. Minute musste der CFC erstmals nach einer gefährlichen Flanke von Chadi Ramadan in höchster Not klären. Auch in der Folge blieben die Berliner tonangebend: Fontein (6.) und Schröder (13.) prüften CFC-Keeper Daniel Adamczyk, der seine Mannschaft bis dahin mit sicheren Paraden im Spiel hielt. Die Chemnitzer kamen nur vereinzelt zu Entlastungsangriffen – der erste Abschluss durch Samuel Biven (11.) strich aus 18 Metern knapp am Tor vorbei.

Doppelschlag bringt den CFC ins Hintertreffen

Mit zunehmender Spielzeit wurde der Druck der Gastgeber immer größer – und er zahlte sich aus. In der 31. Minute brachte Ramadan den BFC nach einer zu kurz geklärten Ecke mit einem sehenswerten Volley in Führung. Die Hausherren blieben weiter am Drücker und legten nur sechs Minuten später nach: Nach Vorarbeit von Kühn erhöhte erneut Ramadan (37.) aus kurzer Distanz auf 2:0. Auch ein Distanzversuch von Meyer (43.) sorgte noch einmal für Gefahr, doch Adamczyk hielt den Ball fest.

Reaktion nach der Pause

Zur zweiten Halbzeit reagierte Cheftrainer Benjamin Duda mit einem Doppelwechsel und brachte mit Damer und Mergel für Biven und Rücker frische Impulse. Diese zeigten schnell Wirkung: Nach einer Flanke von Stockinger verkürzte der CFC in der 49. Minute durch ein Eigentor von Charmaine Häusl auf 2:1. Nur wenige Minuten später hatte Artur Mergel sogar den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Abschluss nach starkem Sprint von Ekui wurde in der 53. Minute von BFC-Kapitän Lenny Stein spektakulär auf der Linie geklärt.

Offener Schlagabtausch

In der Folge entwickelte sich ein deutlich offeneres Spiel, auch weil die Himmelblauen eine Schippe drauflegten. Die Duda-Schützlinge suchten konsequenter den Weg nach vorn, während der BFC auf Umschaltmomente lauerte.

In der 61. Minute bot sich nach einem schnellen Konter über Stockinger die nächste Möglichkeit, doch sein Abschluss aus spitzem Winkel verfehlte das lange Eck. Insgesamt fehlte dem CFC in dieser Phase trotz spielerischer Überlegenheit ein zwingendes Element vor dem gegnerischen Kasten.

Comebacks und der Rückschlag

Dann kehrten nach längerer Verletzungspause Niclas Walther (64.), Maurizio Grimaldi und Johannes Pistol (beide 69.) auf den Regionalliga-Rasen zurück. Insbesondere Pistol machte direkt auf sich aufmerksam: Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung hatte er in der 71. Minute die große Chance zum Ausgleich, doch sein Volley am langen Pfosten wurde wiederum von BFC-Kapitän Stein spektakulär auf der Linie geklärt.

Kurz darauf noch eine Doppelchance für den CFC. Erst wurde Grimaldi von Alberico in die Tiefe geschickt. Seine straffe Hereingabe konnte im Zentrum per Kopf geklärt werden. Den zweiten Ball brachte Alberico auf den Kasten. Abgefälscht hielt Keeper Albers sicher (84.).

Kurz darauf wohl der schmerzlichste Moment des Nachmittags: An der Seitenauslinie in der eignen Hälfte versuchte Grimaldi den Ball lang zu schlagen. Im Anschluss fiel er zu Boden und hielt sich schmerzverzerrt das Knie (87.). Nach kurzer Behandlung stand fest, dass der Chemnitzer Leistungsträger nicht weiterspielen konnte. Untersuchungen in den kommenden Tagen werden zeigen, wie es für den Flügelflitzer weiter geht.

In Unterzahl konnten die Himmelblauen keine Akzente mehr setzen.

Trotz Leistungssteigerung keine Punkte

Trotz der Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gelang es dem Chemnitzer FC nicht mehr, den Ausgleich zu erzwingen. So blieb es am Ende beim knappen Erfolg für die Gastgeber, die sich in einem intensiven Duell der Tabellennachbarn durchsetzen und den siebten Platz übernehmen. Der CFC konnte die Leistung der ersten Halbzeit in Durchgang zwei nicht auffangen.

Am Samstag geht es für den CFC direkt weiter zu Hause gegen Hertha BSC II. Ab 14 Uhr wird im eins-Stadion – An der Gellertstraße gespielt.

BFC Preussen – Chemnitzer FC 2:1 (2:0)

BFC: Albers 1 – Meyer 77, Stein 39 (C), Häusl 21, Maric 8 – Butkovic 10, Dikarev 11, Fontein 7, Ramadan 17 – Kühn 9, Schröder 14

CFC: Adamczyk 1 – Ekui 27 (64. Walther 4), F. Müller 26, Eppendorfer 25, Baumgart 29 (C) – Hempel 9 (69. Pistol 18), Rücker 17 (46. Mergel 10) – Stockinger 7 (69. Grimaldi 23), Biven 8 (46. Damer 13), Alberico 11 – Marx 19

Tore: 1:0 Ramadan (31.), 2:0 Ramadan (37.), 2:1 Häusl ET (49.)

Zuschauer: 477