"Licht aus!" - CFC feiert emotionalen Abschied vom alten Stadion
Bereits vor dem Spiel war vielen Anhängern der Himmelblauen klar, dass dieses Spiel kein normales werden würde. Nicht nur die Tatsache, dass sich mit dem 1. FC Kaiserslautern einer der ganz großen und renommierten Vereine des deutschen Fußballs im Stadion an der Gellertstraße die Ehre gab, sondern auch die Anwesenheit vieler ehemaliger Fußball-Idole des Chemnitzer Fußballanhangs sorgte für einen würdigen Rahmen rund um den Abschied vom „Alten Stadion an der Gellertstraße".
Und so pilgerten am heutigen Abend 4.805 Zuschauer in ihr Stadion und damit den Ort von dem wahrscheinlich jeder Fan der Himmelblauen seine ganz eigene Geschichte erzählen kann und dieser mit dem neuen Stadion bald ein weiteres Kapitel hinzufügen kann. Doch bevor ein letztes Mal symbolisch die Flutlichter ausgingen, boten die Akteure auf dem Feld eine ansehnliche Partie auf Augenhöhe, bei der ein Klassenunterschied nicht erkennbar war.
Vor allem in den Anfangsminuten war es zunächst unser CFC, der den Ton angab und versuchte ein frühes Tor zu erzielen. Diese Taktik wäre nach zwei Minuten auch fast aufgegangen, doch Maik Kegel vergab einen Strafstoß nach Foul an Benjamin Förster. Die Gäste aus der Pfalz hingegen benötigten einige Minuten, ehe ihr Angriffsmotor auf Betriebstemperatur kam und Marcel Gaus Philipp Pentke im Eins gegen Eins zu einer Parade zwang. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Club bereits durch eine Direktabnahme von Kolja Pusch und eine gute Einzelaktion von Ronny Garbuschewski weitere Gelegenheiten den Führungstreffer zu erzielen, doch an Gäste-Schlussmann Marius Müller war in beiden Situationen kein Vorbeikommen. Auf der Gegenseite musste auch Philipp Pentke bei einem Fernschuss von Enis Alushi sein Können unter Beweis stellen. Sein toller Reflex verhinderte dabei den Pausenrückstand.
Während der Halbzeitpause überließen dann die Akteure in Himmelblau und Rot der legendären FCK-Meistermannschaft von 1966/67 das Feld. Spieler wie Fritz Feister oder Manfred Hambeck schilderten dabei ihre besonderen Erlebnisse im alten Stadion.
Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer dann eine auf neun Positionen veränderte Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern, bei der jetzt bundesligaerfahrene Akteure wie Mohamadou Idrissou, Karim Matmour oder Albert Bunjaku zum Einsatz kamen. Doch der CFC versteckte sich auch weiterhin nicht und bot den „Roten Teufeln" weiterhin gut Paroli. Chancen blieben nun auf beiden Seiten Mangelware und wenn einmal ein Angreifer verheißungsvoll vor dem Tor auftauchte, so fand er jeweils seinen Meister in einem der beiden Schlussleute, denn sowohl Philipp Pentke als auch Marius Müller erwiesen sich am heutigen Tage dank ihrer starken Paraden als unüberwindbar.
So endete das letzte Spiel im alten Stadion zwar mit einer Nullnummer, doch diese sollte der Stimmung keinesfalls einen Abbruch tun, im Gegenteil! Als kurz nach 20.15 Uhr die Scheinwerfer der Flutlichtmasten erloschen, die Zuschauer ihre Knicklichter in den Himmel reckten und ein Feuerwerk hinter der Nordkurve den Abendhimmel erhellte, kam noch ein letztes Mal Gänsehautstimmung pur auf!



