„Mit dem ersten Schritt auf den Rasen war die Entscheidung gefallen“ – Willkommen bei den Himmelblauen, Jonas!
In der Sommervorbereitung stellen wir euch unsere Neuzugänge in einer kleinen Porträt-Serie vor – in der Reihenfolge ihrer Verpflichtung bis zur Generalprobe gegen den 1. FC Magdeburg am 19. Juli. So lernt ihr schon vor dem ersten Heimspiel die Jungs besser kennen, die in diesem Sommer neu zur Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda gestoßen sind.
In Folge vier widmen wir uns Jonas Marx, einem wuchtigen und abschlussstarken Stürmer, der sich in diesem Sommer trotz anderer Optionen für den Weg mit dem Chemnitzer FC entschieden hat.
Von Omas Hunderunde in Sandalen zum Fußball
Jonas Marx wurde am 17. September 2004 in Köthen (Sachsen-Anhalt) geboren und begann seine fußballerische Laufbahn als Fünfjähriger beim SV 1898 Wulfen.
„Als Kind habe ich mit meiner Oma eine Hunderunde gedreht. Da beobachtete ich voller Begeisterung eine Jugendmannschaft beim Lauftraining durch den Park, und plötzlich sagten meine Oma und der Trainer, ich soll doch einfach mitlaufen, wenn ich Lust habe. Das habe ich dann tatsächlich gemacht – und diese Runde in Sandalen war dann auch der Einstieg in den Fußball für mich.“
Von TV Askania Bernsburg zog es Jonas mit 16 Jahren zum Stadtrivalen SC Bernburg, wo er seine Fähigkeiten weiterentwickelte. Kurz vor seinem 18. Geburtstag verpflichtete ihn der Hallesche FC, bei dem er seinen ersten Vertrag als Profi unterschrieb. Es folgte eine Leihe zum Greifswalder FC, ehe er im Sommer 2024 zum FC Eilenburg wechselte. Nun soll beim Chemnitzer FC der nächste Schritt in seiner noch jungen Karriere folgen.
„Ich mag wuchtigen Fußball“
„Ich hatte nie einen richtigen Lieblingsspieler. Aber bei der Deutschen Nationalmannschaft habe ich als Kind immer am liebsten Mesut Özil beim Fußballspielen und seinen Bewegungen auf dem Platz zugeschaut. Von ihm hatte ich ein paar Deutschland-Trikots“, verrät der 20-Jährige und bringt seinen Spielstil so auf den Punkt: „Ich mag dynamischen und wuchtigen Offensiv-Fußball, daher passe ich ganz gut zum Chemnitzer FC, weil genau so wollen wir auch in der kommenden Saison Fußball spielen.“
Der Moment, der alles entschied
„Als ich mich mit Chris Löwe in Chemnitz getroffen habe, war mit dem ersten Schritt auf den Stadionrasen für mich die Entscheidung gefallen, dass ich zum CFC wechseln möchte“, erzählt Jonas begeistert.
„Mit Greifswald habe ich 2023 sogar bei einem Kurzeinsatz mein Regionalliga-Debüt in Chemnitz gefeiert und fand das Stadion damals schon unfassbar schön. Als ich jetzt wieder auf den Rasen kam, war mir klar: Ich habe richtig Bock auf diesen Traditionsverein, seine Fanszene und dieses geile Stadion.“
„Ich musste die ersten Eindrücke erst mal sacken lassen“
Die ersten Tage bei den Himmelblauen waren für den 1,87 Meter großen Angreifer noch von zurückhaltender Beobachtung geprägt: „Ich brauche in einem neuen Umfeld ein bisschen Zeit, um reinzukommen. Für mich ist das eine neue Situation, weil ich zum ersten Mal so richtig von einem Verein gewollt wurde und auch das ganze Drumherum größer ist.“
Mittlerweile hat sich Jonas bei den Himmelblauen eingelebt und ist auch im Umgang mit seinen neuen Mannschaftskollegen aufgetaut.
„Nach unserem ersten freien Tag konnte ich meinen Tank auffüllen – und die ersten Eindrücke mal für einen Moment sacken lassen. Und Tore schießen in den Testspielen helfen als Stürmer natürlich auch dabei, mehr Sicherheit zu finden, lockerer zu werden und mich bestmöglich in der neuen Gruppe einzufinden.“
Erster Lieblingsplatz in Chemnitz
„Ich habe eine schöne Altbauwohnung auf dem Kasberg gefunden, in der ich mich sehr wohlfühle. Mit dem CASA'D habe ich auch schon ein cooles Café entdeckt, in dem ich sicher in Zukunft noch öfter vorbeischauen werde“, verrät der Offensivspieler mit der Rückennummer 19.
Vorfreude auf besondere Momente
Ganz besonders freut sich Jonas Marx auf sein erstes Pflichtspieltor für den CFC: „Das wird ein ganz besonderer Moment, dem ich natürlich entgegenfiebere.“ In der laufenden Sommervorbereitung hat Marx bereits gezeigt, dass er weiß, wo das gegnerische Tor steht. Mit elf Treffern in drei Testspielen hat der Stürmer schon eine erste Duftmarke beim CFC hinterlassen – und häufiger getroffen als jeder andere im Team.
Neben dem Wiedersehen mit Eilenburg hat auch das Spiel gegen seinen früheren Club Halle in der anstehenden Saison eine besondere Bedeutung: „Die Zeit in Halle war nicht ganz einfach für mich, weil ich mich dort selten zeigen durfte und das Gefühl hatte, dass ich ignoriert wurde. Daher freue ich mich natürlich besonders aufs Wiedersehen. Außerdem arbeitet dort jetzt mit Sascha Prüfer mein ehemaliger Trainer und Förderer aus Eilenburg als Co-Trainer. Auch das ist eine zusätzliche Motivation für mich.“
Ziele für die kommende Saison
Sportlich will Jonas dem CFC so viel wie möglich auf dem Platz helfen und na klar: „so viele Tore wie möglich erzielen. Ich möchte mich auf und neben dem Platz als Mensch und Fußballer weiterentwickeln – und so viel von den erfahrenen Spielern wie möglich aufsaugen, um die nächsten Schritte als Fußballer zu machen.“
Dabei kann sich der CFC-Neuzugang auch eine Doppelspitze mit Toptorjäger Dejan Bozic gut vorstellen: „Erst einmal will ich mir so viel wie möglich von Dejan abschauen. Mein jugendlicher Elan und die Erfahrung von ‚Botze‘ könnte als Doppelspitze gut zusammen funktionieren, weil wir uns damit auf dem Platz toll ergänzen könnten. Aber am Ende entscheidet der Trainer, wie wir spielen und wer letztlich auf dem Platz steht.“
Willkommen bei den Himmelblauen, Jonas! Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit dir und wünschen dir viel Erfolg im CFC-Trikot.



