Mit Herzblut für den CFC: Die drei Aufsichtsratskandidaten im Porträt
Am Montag, den 11.12.2017, werden bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des CFC auch die drei Kandidaten für den Aufsichtsrat gewählt. Helmut Brunhuber, Norman Löster und Thomas Uhlig wurden aus vielen interessanten Vorschlägen schließlich vom Ehrenrat nominiert, sich zur Wahl stellen zu können. Peggy Schellenberger unterhielt sich mit den drei Kandidaten, die wir hier ausführlich vorstellen möchten.
Helmut Brunhuber
„Gemeinsame Lösung im Fokus haben“
Seit acht Jahren begleitet Helmut Brunhuber den Chemnitzer FC als Sponsor, Nachwuchsförderer und leidenschaftlicher Fan. „2009 konnte mich der Verein vom Projekt Aufstieg in die 3. Liga überzeugen, und wir starteten unser Engagement. Schnell haben mich die euphorische Stimmung im Stadion und das Traditionsbewusstsein des CFC angesteckt“, erzählt der 46jährige Geschäftsmann, der in Sachsen und Gera als Franchisenehmer acht Filialen von Burger King betreibt. Helmut Brunhuber möchte nun neben dem Sponsoring ab sofort Verantwortung im Aufsichtsrat bei den Himmelblauen übernehmen. Seine Motivation ist klar definiert: „Der CFC ist eine wichtige Säule der gemeinnützigen Arbeit in der Stadt, der sozialen Integration, der Kinder- und Jugendarbeit. Es ist deshalb eine Ehre, dem Verein zu dienen und ihn zu unterstützen“, unterstreicht der zweifache Familienvater. Im Zuge des Sponsorings unterstützt Helmut Brunhuber auch das Nachwuchsleistungszentrum der Himmelblauen. So absolvierte zum Beispiel der mittlerweile zum Profikader gehörende Danny Breitfelder seine Ausbildung bei Burger King. „Aktuell sind drei Spieler der U19-Junioren, die in der Bundesliga spielen, bei uns beschäftigt“, betont er. Seine Aufgabe im Aufsichtsrat sehe er zum Einen in der noch intensiveren Einbindung des Nachwuchsleistungszentrums. „Ich trete dafür ein, dass wir in Zukunft verstärkt A-Jugendspieler an die Profimannschaft heranführen und dass es dadurch mehr Spieler im Kader gibt, die den Verein im Herzen tragen und auch aus der Region kommen“, erklärt Helmut Brunhuber. Zweite Aufgabe sei, auch aufgrund des beruflichen Hintergrundes, die Stärkung Marketingabteilung, vor allem die enge Zusammenarbeit mit dem Vermarkter Infront und somit Steigerung der Werbeeinnahmen des CFC. Helmut Brunhuber ist überzeugter Vertreter einer kontroversen und lösungsorientierten Gremienarbeit sowie einer transparenten Kommunikation gegenüber den Fans und Partnern des CFC. Wenn ihn die Mitglieder in den Aufsichtsrat wählen, hat er klare Ziele. „Wir müssen als Gremium eine Einheit bilden und nach Außen hin wieder eine einheitliche Sprache sprechen. Gern kann man intern kontrovers diskutieren, man sollte aber stets die gemeinsame Lösung im Fokus haben. Wir müssen den Verein wieder auf gesunde Füße stellen“.
Zur Person:
Geboren: 1971 in Quierschied (Saarland)
In Chemnitz tätig seit: 2004
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Geschäftsführer der Burger King Sachsen Food Star GmbH
CFC-Mitglied seit: 2011
Norman Löster
„Oberste Priorität: Verein wirtschaftlich und nachhaltig stabilisieren“
Er ist mit 31 Jahren der jüngste der drei Aufsichtsratskandidaten. Der CFC ist von Kindesbeinen an seine große Leidenschaft, auf der Südtribüne verfolgt er die Spiele des Clubs, hat sogar einen eigenen Fanclub gegründet. „Im August 1997 war ich mit meinem Vater das erste Mal auf der Fischerwiese. Ich bin seitdem ein leidenschaftlicher Begleiter des himmelblauen Profifußballs“, betont Norman Löster, der an der Technischen Universität Dresden Wirtschaftsrecht studierte. Seine Steckenpferde für den CFC-Aufsichtsrat sind die Themen Recht und Betriebswirtschaft. „Ich habe bereits bei einigen gerichtlichen und außergerichtlichen Sanierungen und Restrukturierungen von Unternehmen mitgewirkt und traue mir eine verantwortungsvolle Aufsicht des Vorstandes oder bei einer Ausgliederung der Kapitalgesellschaft zu“, sagt der junge Jurist ehrgeizig. Als ehemaliger Vorsitzender der Fachschaft Jura und Mitglied des Fakultätsrates der TU Dresden hat Norman Löster auch bereits Gremienerfahrung sammeln können. Nun möchte er Leidenschaft, Hobby und sein Spezialwissen im Aufsichtsrat des CFC verbinden. Dabei sind ihm auch Kommunikation und Transparenz gegenüber den Fans und Sponsoren sehr wichtig. „Die Fans sind die Seele unseres Fußballclubs, deshalb ist ein vertrauensvolles Miteinanders Basis für eine gesunde Kommunikationskultur“, unterstreicht er. Oberste Priorität sei es weiterhin, den Verein wirtschaftlich und nachhaltig zu stabilisieren. Das Vertrauen vorhandener und zukünftiger Geldgeber müsse wiedergewonnen werden. „Auch im Fußballgeschäft zählt am Ende des Tages der Liquiditätsstatus, der unbedingt positiv sein muss, um solvent zu bleiben“, weiß Norman Löster und hofft, zukünftig als Aufsichtsratsmitglied einen Teil dazu beitragen zu dürfen.
Zur Person:
Geboren: 1986 in Karl-Marx-Stadt
Familienstand: ledig
Beruf: Wirtschaftsjurist bei audecon AG
CFC-Mitglied seit: 2011
Thomas Uhlig
„Mitwirken statt Meckern“
Die schönste Verbindung zwischen Thomas Uhlig und dem CFC ist, dass er bei einem der unzähligen Stadionbesuche seine Frau kennenlernte und Tochter Lisa mittlerweile auch durch und durch vom himmelblauen Virus angesteckt wurde. „Wir koordinieren unsere Urlaubs- und Terminplanung rund um die Heimspiele des CFC, weil wir nichts verpassen möchten“, verrät der 44-Jährige, der seit über 30 Jahren den Club in guten und schlechten Zeiten leidenschaftlich begleitet. Seit einigen Jahren ist der Geschäftsführer einer Unternehmensberatung auch Sponsor der Himmelblauen und seit 2012 bekennendes Mitglied beim CFC. Und nun soll dem bisherigen Engagement das Mitwirken im Aufsichtsrat des Vereines folgen. „Mitwirken statt Meckern“ lautet seine Devise. „Ich verfolge die Entwicklung unseres Clubs meist euphorisch, aber auch oft kritisch und manchmal besorgt. Ich möchte mit Herzblut und dennoch Verstand mithelfen, den Verein zum Aushängeschild der Stadt zu entwickeln, der Motor für die Entwicklung der Region auf sportlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene ist“, erklärt Thomas Uhlig. Thomas Uhlig kennt sich aus mit „Zahlen“ in Unternehmen und möchte auch dem CFC auf betriebswirtschaftlichem Gebiet unter die Arme greifen. „Es muss zwingend erreicht werden, dass die wirtschaftliche Stabilität des Chemnitzer Fußballclubs gesichert und ausgebaut wird“, betont er. Viel Wert lege er auch auf eine kompakte und einheitliche Repräsentation des Vereines. „Wir müssen es schaffen, dass sich vom Nachwuchs angefangen, über die Mitglieder, Sponsoren, Fans, Mitarbeiter, Gremien und Institutionen ein echtes Team entsteht. Jeder soll seine Fähigkeiten einbringen und den Verein in seiner Gesamtheit würdig in der Öffentlichkeit vertreten“, sagt der Aufsichtsratskandidat. Er setzt auf das „Wir-Gefühl“ beim Chemnitzer FC und hofft, dass dadurch noch mehr kreative und konstruktive Ideen entstehen. „Wir müssen gemeinsam Risiken und Fehler erkennen und minimieren. Mit Offenheit und Transparenz schaffen wir Vertrauen. Ein starkes Zugehörigkeitsgefühl ist besonders in Krisensituationen Basis zu einer Problemlösung“, unterstreicht Thomas Uhlig und wünscht sich, zukünftig all seine Ideen im Aufsichtsrat einbringen zu können.
Zur Person:
Geboren: 1973 in Karl-Marx-Stadt
Familienstand: verheiratet, eine Tochter
Beruf: Geschäftsführer der IQ-Unternehmensberatungs GmbH
CFC-Mitglied seit: 2012
Fotos: Peggy Schellenberger



