Zurück zur Übersicht

18.10.2026 - 18.22 Uhr | 1. Mannschaft

Moral bewiesen: CFC erkämpft sich Punkt beim BFC Dynamo

Der Chemnitzer FC hat sich beim nächsten Spitzenspiel der Regionalliga Nordost einen Punkt erarbeitet. Beim Tabellenvierten BFC Dynamo kamen die Himmelblauen nach einem schwierigen Nachmittag zu einem 1:1-Unentschieden. Über weite Strecken fand der CFC offensiv nur schwer in die Partie und musste viel Defensivarbeit verrichten. Nach dem Rückstand bewies die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda jedoch Moral und antwortete durch Maurizio Grimaldi nur drei Minuten später mit dem Ausgleich.

Bei leichtem Sprühregen ging es im Sportforum Hohenschönhausen zunächst mit dem gemeinsamen Protest beider Mannschaften für eine Reform der Aufstiegsregelung los. Während der Ball ruhte, sorgte der gut gefüllte Chemnitzer Gästeblock bereits mit blau-weißen Rauchschwaden für Farbe auf den Rängen.

BFC bestimmt die Anfangsphase

Auf dem Rasen gehörte die Anfangsphase den Gastgebern. Nach einer Breitfeld-Flanke konnte Richter den Ball zunächst nur abklatschen lassen, ehe Löhmannsröben die Situation mit einem Fallrückzieher im eigenen Strafraum bereinigte (7.). Kurz darauf zog Breitfeld ins Zentrum und setzte seinen Abschluss aus 16 Metern rund einen Meter neben das kurze Eck (9.).

Der BFC trat spielbestimmend auf, während die Himmelblauen offensiv zunächst kaum stattfanden. Gleichzeitig stand die Chemnitzer Defensive stabil. Als Breitfeld an Slamar vorbeikam und aus knapp zehn Metern abschließen wollte, grätschte Löhmannsröben im entscheidenden Moment sauber dazwischen (17.).

Eine Minute später wurde es erneut gefährlich. Eine Flanke von links fand Günay am langen Pfosten, der den Ball knapp am Chemnitzer Tor vorbeisetzte (18.). Direkt danach bekam Dadashov auf der rechten Seite des Strafraums Platz und suchte zweimal einen Mitspieler im Zentrum. Löhmannsröben klärte schließlich ins Toraus (19.).

Richter verhindert den Rückstand

Löhmannsröben sah nach einer Grätsche im rechten Halbfeld die Gelbe Karte. Seine fünfte Verwarnung der Saison – kommende Woche gegen Magdeburg wird er fehlen (23.). Die Gastgeber blieben anschließend das gefährlichere Team. Nach einer Kombination über mehrere Stationen wurde Sadrifar im Strafraum freigespielt und kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, scheiterte aber am stark reagierenden Richter (27.).

Erst danach kam der CFC selbst zu seinen ersten Abschlüssen. Vogt tankte sich im Strafraum frei und zog aus der Drehung aus rund zwölf Metern ab, setzte den Ball jedoch am kurzen Eck vorbei (29.). Wenig später versuchte es Tchouangue mit einem direkten Freistoß aus rund 30 Metern, stellte Hainke damit aber vor keine größeren Probleme (32.).

Die beste Chemnitzer Offensivaktion des ersten Durchgangs leitete Vogt ein. Der Mittelfeldspieler machte mit dem Ball knapp fünfzig Meter und flankte von rechts ins Zentrum, wo Marx die Hereingabe nur um eine Fußspitze verpasste (36.). Auf der Gegenseite war erneut Löhmannsröben gefordert. Bölke war nach einem langen Ball frei durch, doch der Innenverteidiger verzögerte stark und grätschte den Abschluss im richtigen Moment ab (37.).

Zur Pause blieb es beim 0:0. Der BFC hatte das Geschehen über weite Strecken bestimmt und die klareren Möglichkeiten besessen. Der CFC verteidigte jedoch konsequent und hielt die Partie offen, konnte offensiv aber nur wenige Akzente setzen.

CFC muss weiter viel arbeiten

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Der CFC suchte nun häufiger den Weg nach vorn. Die erste Chance hatte Marx, der das Eins-gegen-Eins mit Gunte verlor. Anschließend konterten die Berliner. Nach einer flachen Hereingabe tauchte Dadashov frei vor dem Tor auf und schob deutlich vorbei, stand dabei allerdings im Abseits. Kurz darauf war der BFC-Stürmer erneut frei durch, diesmal parierte Richter (51.).

Benjamin Duda reagierte und brachte Berlinski für Marx, um der Offensive neue Impulse zu geben (53.). Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam Eppendorfer aus dem Rückraum zum Abschluss, sein Versuch rollte jedoch direkt in die Arme von Hainke (57.).

Mit zunehmender Spielzeit wurden auch die Himmelblauen gefährlicher. Nach einem abgefälschten Distanzschuss bekam Berlinski rund zehn Meter vor dem Tor die Chance, sein Abschluss wurde aber zur Ecke abgewehrt (66.). Diese sorgte ebenfalls für Gefahr: Nach kurzer Ausführung wurde Alberico von Tchouangue in den Strafraum geschickt. Die flache Hereingabe mussten die Berliner auf der Linie klären (67.).

Rückstand und die direkte Antwort

Dann schlugen die Gastgeber zu. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß bekam Windsheimer zu viel Platz und setzte aus rund 25 Metern zu einem sehenswerten Schlenzer an. Der Ball schlug genau im Winkel ein und brachte den BFC mit 1:0 in Führung (71.).

Doch der CFC zeigte sofort die passende Reaktion. Nach einer flachen Hereingabe von links brachte Berlinski den Ball in Richtung langen Pfosten. Dort stand Grimaldi richtig und schob zum 1:1 ins leere Tor ein (74.). Nur drei Minuten nach dem Rückstand hatten sich die Himmelblauen zurück in die Partie gekämpft.

Wie schon zuvor gegen Erfurt fand der CFC damit die direkte Antwort auf einen Gegentreffer. Die Partie war nun wieder völlig offen.

Himmelblaue verteidigen den Punkt

In der Schlussphase drängte der BFC mit zahlreichen Flanken in den Chemnitzer Strafraum, doch immer wieder hatten die Himmelblauen einen Fuß oder Kopf dazwischen. Auf der Gegenseite steckte Eppendorfer für Berlinski bis an die Grundlinie durch, dessen Hereingabe noch zur Ecke geklärt wurde (84.). Den anschließenden Eckball nahm Löhmannsröben am Elfmeterpunkt direkt, verzog aber deutlich (84.).

Duda brachte für die letzten Minuten Stockinger für Vogt (85.). Die Begegnung konnte nun in beide Richtungen kippen, beide Mannschaften suchten noch einmal die Entscheidung (88.).

Kurz vor Schluss setzte Tchouangue zu einem 30-Meter-Lauf an und steckte am Strafraum auf Baumgart durch. Der Mittelfeldspieler suchte noch einmal den Querpass, doch die Berliner Defensive klärte die Situation (90.).

Nach drei Minuten Nachspielzeit war Schluss. Der Chemnitzer FC hatte sich an einem arbeitsreichen Nachmittag in Berlin einen Punkt erkämpft.

Moral bewiesen und einen Punkt mitgenommen

Es war kein einfacher Nachmittag für den CFC. Über weite Strecken bestimmten die Gastgeber das Geschehen, während die Himmelblauen offensiv nicht wie gewohnt zur Entfaltung kamen. Defensiv hielt Chemnitz dagegen, musste nach 71 Minuten aber doch den Rückstand hinnehmen.

Entscheidend war die Reaktion: Nur drei Minuten nach dem 0:1 schlug der CFC durch Grimaldi zurück und bewies damit erneut Moral. Auch wenn spielerisch an diesem Nachmittag nicht alles gelang, nahmen die Himmelblauen nach viel Arbeit einen Punkt aus Berlin mit.

BFC Dynamo – Chemnitzer FC 1:1 (0:0)

BFC: Hainke - Sadrifar, Gunte, Miftaraj, Oellers, Breitfeld - Windsheimer, Mattmüller, Bölke (61. Fritzsche), Dadashov (85. Liebelt) - Günay (87. Seven)

CFC: Richter - Tchouangue, Slamar, Löhmannsröben, Eppendorfer - Baumgart, Geipl, Vogt (85. Stockinger) – Alberico (76. Grimaldi), Marx (53. Berlinski), Fesser (76. Pistol)

Tore: 1:0 Windsheimer (71.), 1:1 Grimaldi (74.)

Zuschauer: 3.211