Neue Saison, neue Regeln: Das gilt ab dem 1. Spieltag
Der Chemnitzer FC startet in die erste Heimspielwoche der neuen Saison – und mit dem Anpfiff am Sonntag gegen Greifswald zur Jubiläumssaison 2025/26 treten auch einige Regelanpassungen in Kraft. Ab dem 1. Juli gelten deutschlandweit neue Bestimmungen, die auch die Regionalliga Nordost betreffen.
Wir geben euch hier zur Einstimmung auf die neue Saison einen kompakten Überblick über die wichtigsten Änderungen.
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Kapitänsdialog wird offiziell
Regel 3 – Spieler: Nach einer erfolgreichen Pilotphase bei der Europameisterschaft 2024 ist der sogenannte Kapitänsdialog nun offiziell Teil des Regelwerks. Die „Leitlinien zur Kapitänsregelung“ dürfen künftig in allen Wettbewerben Anwendung finden. Für den deutschen Spielbetrieb ändert sich dadurch nichts – der Kapitänsdialog ist bereits seit der vergangenen Saison in allen Ligen etabliert.
Klare Vorgaben beim Schiedsrichterball
Regel 8 – Beginn und Fortsetzung des Spiels: Der Schiedsrichterball wird ab sofort genau dort ausgeführt, wo der Ball bei der Spielunterbrechung war. Er geht an die Mannschaft, die zuvor in Ballbesitz war oder ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten hätte – sofern das für die Schiedsrichterin oder den Schiedsrichter eindeutig erkennbar ist. Ist das nicht der Fall, bleibt es wie bisher: Der Ball geht an das Team, das ihn zuletzt berührt hat.
Weniger Strafen bei unbeabsichtigtem Eingriff
Regel 9 – Ball im und aus dem Spiel: Wenn Teamoffizielle oder nicht spielberechtigte Spieler – z. B. Auswechselspieler oder Trainer – den Ball unbeabsichtigt berühren, wird künftig auf persönliche Strafen verzichtet. Stattdessen gibt es einen indirekten Freistoß.
Beispiel
Ein Spieler, der sich hinter dem Tor aufwärmt, stoppt einen noch im Feld rollenden Ball, um den eigenen Keeper beim schnellen Weiterspielen zu unterstützen. Früher gab es dafür Gelb und Strafstoß – jetzt lediglich einen indirekten Freistoß.
Acht-Sekunden-Regel für Torhüter
Regel 12 – Fouls und unsportliches Verhalten: Torhüter dürfen den Ball künftig acht Sekunden lang mit Hand oder Arm kontrollieren. Die letzten fünf Sekunden zeigt der Schiedsrichter als Countdown mit der Hand an. Hält der Keeper den Ball danach immer noch fest – ohne durch Gegenspieler am Weiterspielen gehindert zu werden – gibt es einen Eckstoß für das gegnerische Team.
Elfmeter wird bei Doppelberührung wiederholt
Regel 14 – Strafstoß: Wenn ein Schütze beim Elfmeter den Ball versehentlich doppelt berührt – etwa durch einen Abpraller vom eigenen Standbein – und der Ball im Tor landet, wird der Strafstoß ab sofort wiederholt. Geht der Ball daneben oder wird gehalten, bleibt es beim indirekten Freistoß für das verteidigende Team.
"Diese Regeländerungen sind im Sinne des Fußballs"
"Alle Regelanpassungen, die das Spiel beschleunigen und für mehr Netto-Spielzeit sorgen, sind im Sinne des Fußballs. Besonders die neue Auslegung beim Strafstoß sowie die klare Zeitvorgabe für Torhüter tragen dazu bei, den Spielfluss zu verbessern – vorausgesetzt, sie werden auch auf Regionalliga-Niveau ohne Videobeweis konsequent und einheitlich umgesetzt", betont Sportdirektor Chris Löwe.
"Zudem begrüße ich die gemeinsame Entscheidung innerhalb der Liga, künftig 20 Spieler auf den Spielberichtsbogen setzen zu dürfen. Das gibt uns zusätzliche Flexibilität – und sorgt dafür, dass bei voller Kaderstärke nur noch wenige Akteure aus unserem 23-Mann-Kader außen vor bleiben", so Löwe weiter.
Erweiterte Kadergröße
Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat gemeinsam mit den Vereinen beschlossen, ab dem 1. Spieltag der neuen Saison 20 statt bisher 18 Spieler auf dem Spielberichtsbogen zuzulassen. Das verschafft den Trainern mehr Spielraum bei der Kaderzusammenstellung und eröffnet zusätzliche taktische Optionen.
Fünf Wechsel – klare Regeln
Auch 2025/26 bleibt es bei fünf erlaubten Auswechslungen pro Team in der Regionalliga Nordost. Dafür stehen drei Wechselgelegenheiten während der regulären Spielzeit zur Verfügung – die Halbzeitpause zählt zusätzlich.
Kommt es zu einer Verlängerung (z. B. im Sachsenpokal), erhalten beide Mannschaften eine vierte Wechselgelegenheit sowie eine weitere in der Pause zwischen regulärer Spielzeit und Verlängerung. Auch in der Halbzeitpause der Verlängerung darf nochmals gewechselt werden.
Wichtig: Ein Wechsel darf nur bei Spielunterbrechung erfolgen – und ist, sobald durchgeführt, endgültig.
Mit dem Saisonauftakt am Sonntag, dem 27. Juli 2025, um 14 Uhr gegen den Greifswalder FC beginnt nicht nur sportlich ein neues Kapitel – auch das Regelwerk wurde an entscheidenden Stellen modernisiert.



