NOFV positioniert sich gegen außerordentlichen DFB-Bundestag
Das Verbandspräsidium des Nordostdeutsche Fußballverbandes (NOFV) hat sich in einer Sitzung am Freitag, den 14. Oktober gegen den Antrag zahlreicher Vereine zur Einberufung eines Außerordentlichen DFB-Bundestages zur Einführung einer neuen Aufstiegsregel zur 3. Liga ab der Spielzeit 2023/2024 ausgesprochen.
Zuvor hatten unter anderem der Chemnitzer FC, der FC Carl Zeiss Jena, der 1. FC Lokomotive Leipzig und weitere Regionalligisten sowie die Drittligavertreter Hallescher FC und FSV Zwickau in einer Stellungnahme den NOFV angewiesen, die unter dem Dach des NOFV organisierten sechs Landesverbände auf dem bevorstehenden Verbandstag mittels einer gemeinsamen Linie zu einer verbindlichen Beschlussfassung und somit zu einem Antrag auf Einberufung eines Außerordentlichen DFB-Bundestages zu bewegen.
Marc Arnold, Geschäftsführer Sport des Chemnitzer FC: "Wie groß die Dringlichkeit der Thematik ist, war anhand der Vielzahl der Vereine, die ligenübergreifend hinter der Forderung standen, ersichtlich. Wir haben definitiv mit mehr Unterstützung von Seiten des Verbandes gerechnet. Umso überraschender kam für uns die Entscheidung am Freitag. Klar ist für uns, dass es keine Option ist, die aktuell geltende Aufstiegsregelung ohne weitere Bemühungen bis zum nächsten Ordentlichen DFB-Bundestag im Jahr 2025 weiterlaufen zu lassen."
Eine offizielle Entscheidung wird am 10. Ordentlichen Verbandstag des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) am 19. November 2022 gefällt. Dann kommt der Antrag der Vereine zur Abstimmung.
"Die klare Entscheidung gegen das Begehren der Vereine des NOFV ist unverständlich. Wir hätten im Sinne der zahlreich betroffenen Clubs und für die bundesweite Gleichbehandlung deutlich mehr Unterstützung vom eigenen Verband gefordert. Ob es tatsächlich die Aufgabe der Vereine des NOFV ist, konkrete Lösungsvorschläge für die deutschlandweit verbandsübergreifende Thematik der Aufstiegsregelung zu finden, sollte diskutiert werden", so Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC.



