Unverhofft im Fokus: Youngster Ole Schiebold über seinen Einsatz in Jena
Schiedsrichter Pascal Wien hatte am Mittwochabend in Jena noch nicht mal zur Halbzeit gepfiffen, da stand Ole Schiebold (19) plötzlich an der Seitenline zur Einwechslung bereit. Jan Koch (28) hatte sich in der 37. Spielminute verletzt und musste vom Feld - Schiebold, der im Sommer aus der U19 des CFC in den Profikader aufgerückt war, kam unverhofft zu seinem bis dato längsten Profieinsatz. Und er lieferte ab.
"Es ist immer schwer als Innenverteidiger, in ein Spiel reingeworfen zu werden. Ich habe trotzdem einige Zweikämpfe gewonnen und nach vorn probiert mutig zu spielen" sagte Schiebold im Anschluss an die bittere 0:1-Niederlage gegen Carl Zeiss Jena. Gegen "Tormaschine" Eric Weinhauer und die wuchtige Jenaer Offensive zeigte er einen sehr sicheren und leidenschaftlichen Auftritt.
Bis zum Mittwochabend hatte der gebürtige Dresdner gerade mal zwölf Profiminuten auf der Uhr. Zwar konnte er mit seinen Leistungen als U19-Kapitän und -Sachsenpokalsieger einige Argumente für sich sammeln und wurde dafür mit seinem Profidebüt gegen Hertha BSC II am 30. Spieltag der vergangenen Saison belohnt. Einen derart spontanen Einsatz im Topspiel beim Tabellenführer hatten jedoch die wenigsten erwartet.
Von Cheftrainer Christian Tiffert gab's auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Babelsberg 03 direkt ein Lob: "Als wäre es nichts gewesen, ist Ole in so einem Spiel vor derartiger Kulisse aufgelaufen und hat seine Sache sehr gut gemacht." Im Testspiel gegen den 1. FC Magdeburg II und den Trainingseinheiten zuvor habe sich Schiebolds Form schon angedeutet, so Tiffert.
Gut möglich, dass der Youngster am Sonntagnachmittag (25. August, 16.30 Uhr) gegen die Filmstädter zu seinem nächsten Einsatz kommt. Hier kannst du dir dein Ticket für das Spiel sichern!



