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29.07.2025 - 13.48 Uhr | 1. Mannschaft

Regionalligisten zeigen gemeinsam Flagge: "Aufstiegsreform: jetzt oder nie – gemeinsam durchsetzen!"

Der erste Spieltag der neuen Saison in der Regionalliga Nordost begann direkt mit einem neuen Zuschauerrekord. Insgesamt strömten 39.190 Fans in die Stadien und unterstrichen, welches enorme Potenzial in der 4. Liga steckt. Dieser Wert ist eine neue Bestmarke zum Auftakt und übertrifft den Topwert der Vorsaison um rund 13.000 Fans.

In fünf Stadien rückte vor dem Anpfiff eine zentrale Botschaft in den Mittelpunkt, die derzeit im gesamten deutschen Fußball für anhaltende Diskussionen sorgt: "Meister müssen aufsteigen".

Gemeinsames Zeichen für sportliche Fairness

Die Aktion war mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) abgestimmt und wurde in das Einlaufprozedere der Spiele integriert. Das Bild war in Erfurt, Halle, Zwickau, Potsdam und Chemnitz identisch: Beide Teams hielten gemeinsam mit dem Schiedsrichtergespann ein großes Banner der Initiative "Aufstiegsreform 2025" hoch – ein klares Zeichen für sportliche Fairness und Gerechtigkeit.

Hier auf dem Instagram-Account des @aufstiegreform2025 seht ihr Bilder aller Teams, die das Banner hielten.

"Das war erst der Anfang"

"Es ist ein starkes Zeichen aller Vereine, die mitmachen", erklärt Tommy Haeder, Geschäftsstellenleiter des Chemnitzer FC und Sprecher der Initiative "Aufstiegsreform 2025". "Wir haben am vergangenen Wochenende in fünf Stadien begonnen und wollen diese Plakate nun nach und nach in alle Stadien und Ligen der beteiligten Clubs bringen. Das war erst der Anfang."

Auf dem acht Meter langen Banner stand in großen Lettern: "Aufstiegsreform 2025: jetzt oder nie – gemeinsam durchsetzen!"

Starke Resonanz in den Netzwerken

Die Bilder verbreiteten sich rasant in den sozialen Netzwerken, zahlreiche Vereine teilten sie auf ihren Kanälen. So erreichte die Aktion schnell eine große Öffentlichkeit – und die Debatte über eine gerechte Aufstiegsregelung erhielt weiteren Schwung.

Wachsende Unterstützung – wachsender Druck

Ziel der in dieser Form in Deutschland bislang einmaligen Initiative ist es, die Banner-Aktion in den kommenden Wochen auf alle bislang 40 beteiligten Vereine auszuweiten – um noch mehr Menschen zu erreichen und für die Reformbewegung zu begeistern.

Der nächste große Schritt ist klar: Der DFB-Bundestag im November soll eine Reformkommission einsetzen, die anschließend einen bindenden Vorschlag für eine neue Aufstiegsregelung erarbeitet. Diese könnte 2026 auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag beschlossen werden – und im besten Fall startet eine neue 4. Liga samt angepasster Struktur zur Saison 2027/28.

Der deutsche Fußball kann das – er muss sich nur Veränderungen zutrauen.

Warum die Reform überfällig ist

Die Initiative wurde im Februar 2025 von 16 Nordost-Vereinen in Chemnitz ins Leben gerufen – als Reaktion auf die seit Jahren bestehende Ungleichbehandlung der Regionalliga-Meister. Während einige Staffelsieger direkt aufsteigen, müssen die Meister aus Nordost, Bayern oder Nord im rollierenden Verfahren in die Relegation. So wird jedes Jahr ein Meister um den verdienten sportlichen Lohn einer ganzen Saison gebracht. Das erschwert Planungen, verunsichert Sponsoren und benachteiligt ganze Regionen.

Mittlerweile haben sich der Initiative Clubs aus vier Regionalligen sowie Dritt- und Zweitligisten und ein Bundesligist angeschlossen – darunter prominente Namen wie der 1. FC Magdeburg, Dynamo Dresden, Union Berlin, Schalke 04 und Hansa Rostock.

4. Liga als Brücke zum Profifußball stärken

Die Initiative verbindet mit der Reform nicht nur den Wunsch nach Gerechtigkeit – sie versteht die 4. Liga ausdrücklich als attraktive Brücke vom Amateur- zum Profifußball.

Das stärkt nicht nur die Argumentation, sondern auch die Wahrnehmung der 4. Liga als eigenständige, wichtige Marke im deutschen Fußball.

Eine gerechte Aufstiegsregelung wäre auch ein starkes Signal für Planungssicherheit, Strukturförderung und sportliche Perspektiven in der 4. Liga – der am meisten unterschätzten, aber zugleich wichtigsten Übergangsstufe im deutschen Fußball. Denn auch die Regionalligen haben einen gesellschaftlichen Auftrag: Sie leisten wertvolle Arbeit in der Ausbildung von Talenten, in der Fanbindung und in der Stabilisierung des Spielbetriebs in vielen Städten und Regionen.

Klare Forderung: Meister müssen aufsteigen

Was alle Beteiligten der Initiative eint, ist das Ziel: eine faire, transparente Aufstiegsregelung für alle Meister. Die Aktion zum Saisonstart war daher mehr als ein symbolischer Auftakt – sie ist ein sichtbares Signal für den Reformwillen im deutschen Fußball.

Und je mehr sich dem anschließen, desto größer wird der Druck auf die Verbände, ihre Blockadehaltung endlich aufzugeben – zugunsten einer fairen und zukunftsfähigen 4. Liga.

Die Botschaft bleibt im Kopf, bis sich etwas ändert: "Aufstiegsreform: jetzt gemeinsam durchsetzen. Denn: Meister müssen aufsteigen!"