Remis zum Auftakt: CFC und HFC trennen sich torlos vor 8.357 Zuschauern
Im Eröffnungsspiel der Regionalliga-Saison 2024/25 traf der Chemnitzer FC am Donnerstag, dem 25. Juli 2024, auf den Drittliga-Absteiger aus Halle. Obwohl keine Tore fielen, lieferten beide Mannschaften eine auftaktwürdige Show in einem stimmungsvollen Stadion – An der Gellertstraße.
Die Fanlager auf beiden Seiten sorgten durch eine mitreißende Stimmung über die gesamte Spielzeit für einen großartigen Rahmen. Der MDR bot beiden Clubs zudem mit einer TV-Liveübertragung eine große Bühne im Sendegebiet gleich zum Start in die neue Saison.
Schon vor dem Anpfiff, um 20.20 Uhr, lag eine besondere Spannung in der Luft. Unter den Augen von Vertretern aller Regionalligisten veranstaltete der CFC eine Eröffnungszeremonie, bei der Kinder die Trikots aller 18 Teams der Regionalliga-Staffel Nordost präsentierten.
Aus sportlicher Sicht waren die Vorzeichen klar: Beide Teams wollten unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die neue Spielzeit starten. CFC-Cheftrainer Christian Tiffert bot mit Mannschaftskapitän Tobias Müller, der unter der Woche noch fraglich war, die gleiche Startformation wie fünf Tage zuvor beim 1:0-Erfolg in der Generalprobe gegen Dynamo Dresden auf. Dabei agierte der CFC in Ballbesitz in einem 3-5-2-System.
Die Gäste aus Halle erwischten den besseren Start und erspielten sich in der 3. Spielminute gleich zwei hochkarätige Torchancen. Erst verfehlte ein scharfer Abschluss aus halbrechter Position nur denkbar knapp das Lattenkreuz am langen Pfosten der Himmelblauen. Nur wenige Sekunden später reagierte dann die neue Nummer 1 des CFC, Daniel Adamczyk, ganz stark.
Den Schützlingen von Christian Tiffert war die Nervosität in den ersten 20 Spielminuten anzumerken. Sie taten sich schwer, ins Spiel zu finden. Viele einfache Ballverluste machten die wenigen aussichtsreichen Offensivbemühungen schnell wieder zunichte. So war im ersten Durchgang vor allem die Defensive der Chemnitzer gefordert, und sie hielt dem Anfangsdruck der Hallenser stand. Mit zunehmender Spieldauer neutralisierten sich beide Teams zusehends. So ging es torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel schüttelten die Chemnitzer die Anfangsnervosität endgültig ab und wirkten wie ausgewechselt. Der CFC agierte fortan mit Entschlossenheit und Mut in Richtung HFC-Tor. Das höhere Tempo und das direktere Kombinationsspiel wurden gleich mit drei guten Tormöglichkeiten in zwei Minuten belohnt, wobei die Hallenser in höchster Not klären konnten.
In der Folge merkte man beiden Mannschaften an, dass sie nicht den entscheidenden Fehler begehen wollten. Zwischen den Strafräumen spielten die Teams attraktiven ansehnlichen Fußball, doch vor dem Tor wurde es meist zu ungenau.
Nach vielen Wechseln klopften die Gäste spät in der Partie noch ein letztes Mal bezüglich einer möglichen Führung an. Joe-Joe Richardson kam im Strafraum nach einer Kopfballverlängerung völlig frei zum Abschluss, doch Adamczyk klärte per Fußabwehr.
Danach war Schluss im Stadion – An der Gellertstraße. Spieler beider Mannschaften sackten auf den Platz zusammen aufgrund einer Mischung von Erleichterung und Erschöpfung. Ein Unentschieden war wohl das richtige Ergebnis nach umkämpften neunzig Minuten. Anfang der ersten Halbzeit drückten die Gäste auf die Führung, Anfang des zweiten Durchgangs war der CFC die aktivere und gefährlichere Mannschaft.
Am nächsten Wochenende geht es dann zu Hertha BSC II nach Berlin. Am Sonntag um 13.00 Uhr sind die Himmelblauen zu Gast im Stadion auf dem Wurfplatz. Das nächste Mal gekickt an der Gellertstraße wird am Sonntag, dem 11. August, wenn Chemnitz den Bezirksrivalen aus Zwickau empfängt.
Chemnitzer FC: Adamczyk - Walther (66. Lihsek), Koch, Eppendorfer, Zickert, Reutter (85. Roscher) -Baumgart, Müller(C), Mergel (85. Wolter) - Fischer (71. Eshele), Damer
Hallescher FC: Müller - Weber, Berger, Halili, Löhmannsröben (80. Zaruba), Hauptmann (89. Wosz) -Kulke (80. Stierlin), Landgraf(C), Richardson II - Akono (66. Friedrich), Roczen
Tore: -
Zuschauer: 8.357



