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20.02.2014 - 14.24 Uhr | Vereinsnachrichten

Rückblick auf Fanabend im Stadion

Der Chemnitzer FC hat am gestrigen Abend seine Anhänger im Rahmen eines „Fanabends" zu einer Gesprächsrunde in den VIP-Raum des Stadions an der Gellertstraße, mit sich anschließendem gemeinsamen Schauen des Champions League-Spiels Arsenal London - Bayern München, eingeladen.

Aufgrund der aktuellen sportlichen Situation unserer Himmelblauen, die sich nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg und Torerfolg in akuter Abstiegsgefahr befinden, war es für Verein und Mannschaft ein Bedürfnis, sich mit den Anhängern des CFC zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zu treffen und diesen Rede und Antwort zu stehen. Unter der Moderation von Stadionsprecher Olaf Kadner schilderten zunächst Trainer Karsten Heine, Mannschaftskapitän Silvio Bankert sowie Vorstandsvorsitzender PD Dr. Mathias Hänel ihre Sicht der Dinge, um sich danach den Fragen der Fans zu stellen. Die überwältigende Resonanz durch die knapp 250 anwesenden Fans, die der Einladung ihres Vereins folgten und dafür sorgten, dass der VIP-Raum bis auf den letzten Platz gefüllt war, ist dabei ein eindeutiges Indiz, wie wichtig allen Beteiligten die aktuelle Lage ist.

Treffend auf den Punkt brachte dies Trainer Karsten Heine, der von einer „brutal ernsten Lage" sprach. „Wenn man so auftritt, wie nach dem Gegentor in Dortmund, steigt man ab" gab er unumwunden zu und legte zugleich nach, dass man sich an den Leistungen gegen RasenBallsport Leipzig, Osnabrück oder Kaiserslautern orientieren müsste. Kapitän Silvio Bankert pflichtete dem in gleichem Maße bei und verdeutlichte, dass der Mannschaft der Ernst der Lage einhundertprozentig bewusst sei: „Solche Auftritte wie gegen Regensburg und in Dortmund darf man sich einfach nicht leisten. Wir sind uns der ganzen Situation sehr wohl bewusst und wollen uns da selbst rausziehen!". Neben der sportlichen Situation wurde ebenfalls sehr emotional aber jedoch auch konstruktiv und sachlich über die Sanktionen gegen Maik Kegel und Christian Mauersberger debattiert, die beide vorerst keine Berücksichtigung im Drittligakader erfahren.

Unter dem Stichwort „Tradition" sprach Frank Neubert ein weiteres für Fans und Verein sehr wichtiges Thema an. Nachdem der CFC in den letzten Spielen zumeist auf die rot-schwarzen Auswärtstrikots zurückgriff, stellen sich viele die Frage, wann der Club endlich wieder in seinen Vereinsfarben auflaufen wird und ob eventuell „Rot-Schwarz" die Farbpalette der Vereinsfarben erweitern oder "Himmelblau" gar ersetzen soll. Hierzu ergriff PD Dr. Matthias Hänel noch einmal das Mikrofon und spannte einen Bogen über die Chemnitzer Fußballgeschichte hin zum Chemnitzer Ballspielclub von 1899, der Gründungsmitglied des DFB war und als erster Verein der Stadt in schwarz-roten Hemden auflief. „Viele andere Städte im Osten können nicht auf eine solche Tradition verweisen. Es wäre fahrlässig, sich dieser Historie zu verschließen. Das Himmelblau ist aber ein markantes Alleinstellungsmerkmal und niemand hat vor, dieses Image zu verändern", unterstrich unser Vorstandsvorsitzender.

Bevor Fans und Spieler den Abend im Rahmen eines gemeinsamen „Public Viewings" ausklingen ließen, gab unser langjähriges ehemaliges Vorstandsmitglied Dr. Eberhard Langer allen die wichtigste Botschaft für die kommenden Tage und Wochen mit auf den Weg: „Kopf hoch und nicht die Hände!" „Wir steigen niemals ab, da bin ich mir zu 1.000 Prozent sicher!". Mit dieser von starkem Applaus begleiteten Ansage, setzte er damit den Schlusspunkt unter einen konstruktiv und sachlich aber auch emotional geführten Dialog zwischen Fans und Verein.

Der gestrige Abend hat damit eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig allen Anwesenden - Mannschaft, Vorstand und vor allem natürlich den Fans - der Chemnitzer FC ist und dass man gemeinsam Willens ist, die aktuelle Krise zu überwinden. Hierfür ist es wichtig, dass in den verbleibenden 13 Ligaspielen alle für den Verein einstehen und durch Zusammenhalt und Unterstützung von den Rängen der Club wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet.