"Schweres Duell gegen einen direkten Konkurrenten" – Chemnitzer FC am Mittwoch beim BFC Preussen gefordert
Der Chemnitzer FC befindet sich nach Ostern direkt in einer Englischen Woche. Am Mittwoch holen die Himmelblauen ab 17 Uhr beim BFC Preussen die Partie des 23. Spieltags nach. Im Februar konnte die Begegnung aufgrund der dicken Schneedecke über Berlin nicht gespielt werden.
Gegner
Die Geschichte des BFC Preussen reicht bis ins Jahr 1894 zurück. Damals noch als Fußballclub Friedrich Wilhelm gegründet, erspielte sich der Verein in den 1910er Jahren erste Berliner Meisterschaften. Seit den 1930er Jahren trägt der Club seine Heimspiele im Preussenstadion in Berlin-Lankwitz aus – heute ein traditionsreicher Ort, an dem lange vor allem unterklassiger Fußball zu sehen war.
Im neuen Jahrtausend gab es neue Impulse: 2005 stieg der BFC als Berliner Landesmeister in die NOFV-Oberliga auf. 2016 gelang unter Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf der Sprung in den DFB-Pokal, was bis heute als einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte gilt. 2024 folgte dann der große Coup: Über zwei Saisons marschierten die Schwarz-Weißen von der Landesliga bis in die Regionalliga Nordost. Im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen den damaligen Tabellenführer Mahlsdorf sorgte ein umstrittener Treffer von Innenverteidiger Lenny Stein für den historischen Sprung in die vierte Liga.
Mit über 40 Transfers im Sommer hat Preussen die Mannschaft für die Regionalliga komplett umgebaut. Neben vielen jungen Talenten setzen die Berliner auch auf Erfahrung: Spieler wie Charmaine Häusl (ehemals Babelsberg), Niklas Brandt (Greifswalder FC) oder Philipp Fontein (Sportfreunde Lotte) bringen zusammen fast 500 Regionalligaspiele in das Team ein.
Aktuell stehen die Berliner auf Platz 8 und sind punktgleich mit dem Chemnitzer FC, lediglich die etwas schwächere Tordifferenz trennt beide Teams. Ein zentraler Faktor dafür ist Trainer Daniel Volbert, der bereits in seiner vierten Saison an der Seitenlinie steht und damit zu den dienstältesten Coaches der Liga gehört.
Besonders spannend ist die Formkurve seit dem Rückrundenstart. Nach einem 1:0-Auftaktsieg gegen Erfurt folgte zunächst ein deutlicher Dämpfer mit drei Niederlagen und einem Torverhältnis von 2:11. Doch die Reaktion darauf ist beeindruckend: Seitdem ist der BFC seit fünf Spielen ungeschlagen und hat sich wieder stabilisiert. Genau diese Entwicklung macht die Berliner aktuell zu einem unangenehmen Gegner, der mit Selbstvertrauen in das Duell mit dem CFC geht.
Mehr zur Spielweise der Berliner lest ihr in unserer Trainer-Trickkiste.
Die letzten 5 BFC-Partien
Regionalliga Nordost | 28. Spieltag | BFC Preussen – Greifswalder FC 0:0
Regionalliga Nordost | 16. Spieltag | ZFC Meuselwitz – BFC Preussen 3:2 (1:0)
Regionalliga Nordost | 21. Spieltag | BFC Preussen – FSV Luckenwalde 3:1 (2:1)
Regionalliga Nordost | 27. Spieltag | 1. FC Magdeburg II – BFC Preussen 1:1 (0:1)
Regionalliga Nordost | 22. Spieltag | BSG Chemie Leipzig – BFC Preussen 2:2 (0:1)
„Maximum aus den letzten Spielen herausholen“
Cheftrainer Benjamin Duda erklärte auf der Spieltags-Pressekonferenz am Montag:
„Der BFC Preussen ist kein normaler Aufsteiger, das zeigt allein der Blick auf die Tabelle und die Qualität im Kader. Mit vielen erfahrenen Regionalliga-Spielern und als ambitionierter Klub aus der Hauptstadt erwartet uns ein schweres Auswärtsspiel. Für uns ist es zudem ein wichtiges Duell im Hinblick auf unsere Zielsetzung, gerade gegen einen direkten Konkurrenten. In der entscheidenden Phase der Saison wollen wir aus den letzten Spielen das Maximum herausholen. Gleichzeitig gehen wir mit Respekt und Demut in die Partie, wissen aber auch, dass wir ihre Serie von fünf ungeschlagenen Spielen unbedingt durchbrechen wollen.“
Personal
Hinter einigen Spielern stehen noch Fragezeichen, sie könnten aber zeitnah zurückkehren. Maurizio Grimaldi, Niclas Walther, Dario Gebuhr und Johannes Pistol sind mögliche Kaderoptionen für die Spiele in Berlin und am Samstag zu Hause.
Tobias Müller und Dejan Bozic (beide Knie) stehen ebenfalls auf dem Zettel, werden aber wahrscheinlich nicht mit nach Berlin fahren.
Weiterhin langzeitverletzt fehlt Niclas Erlbeck (Knie).
Bilanz: Erst das zweite Aufeinandertreffen
Beide Mannschaften spielten vor der Saison noch nicht gegeneinander. In der Hinrunde trennten sich die Mannschaften dank eines späten Elfmetertreffers von Dejan Bozic mit 1:1.
Schiedsrichter: Florian Strübing aus Röbel an der Müritz
Der 34-Jährige leitete bisher 6 Spiele in der Regionalliga Nordost und 66 Spiele auf Oberliga-Niveau. Den CFC pfiff er noch nie. Assistieren werden ihm am Samstag Hannes Ventzke und Florian Markhoff.
Übertragung: Keine Übertragung – das Medienteam gibt Einblicke
Das Spiel am Donnerstag wird weder im TV noch im Stream übertragen. Außerdem ist wie gewohnt das CFC-Medienteam für euch im Preussenstadion im Einsatz und nimmt euch direkt mit an den Spielfeldrand – dort erfahrt ihr wie immer alle wichtigen Infos, Hintergründe und Eindrücke vom Spieltag:
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Und bei ClubTV erwartet euch am Donnerstag im Spieltagsreport #23 eine Zusammenfassung mit allen entscheidenden Szenen, Stimmen und Eindrücken von der Partie gegen den BFC Preussen.



