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25.01.2023 - 14.34 Uhr | 1. Mannschaft

"Sie sind stabilisiert!" Rückrundenstart beim neu aufgestellten Kellerkind

Trainerwechsel, Transfer-Flut und neuer Fokus! Tennis Borussia Berlin startet als absolute Wundertüte in die Rückrunde der Regionalliga Nordost und luchste Aufstiegskandidat Berliner AK vergangene Woche prompt einen Punkt ab. Am morgigen Donnerstag, den 26. Januar tritt der Chemnitzer FC die Reise ins Berliner Mommsenstadion an. Ab 19 Uhr ist das Team von Cheftrainer Christian Tiffert beim Tabellenvorletzten zu Gast.

Gegner: Das aktivste Team der Winterpause

Der Titel für das aktivste Team des vergangenen Winters geht klar und deutlich nach Berlin! 13 neue Namen haben die Berliner in der Wintertransferphase vorgestellt und schrauben damit ihre Kadergröße auf 34. Zu tun hat das vor allem mit Benjamin Borth (29), der im November plötzlich sein Amt als Sportdirektor beim Tabellenführer Berliner AK niederlegte, um kurz darauf bei TeBe die sportliche Leitung zu übernehmen. Innerhalb weniger Monate tauschte er Cheftrainer Abu Njie (14 Niederlagen in 20 Spielen) gegen Christopher Brauer (35), den er aus Benjamin Dudas Trainerteam vom Berliner AK loseiste, und holte sämtliche neue Spieler.

Nur acht Punkte holten die Borussen in der Hinrunde. Zu tun hatte das vor allem mit der ligauntauglichen Defensive und 54 Gegentoren in 17 Spielen. Im Nachholspiel gegen den Berliner AK am vergangenen Wochenende standen gleich sieben Neuzugänge auf dem Rasen und sicherten dem Team ein 0:0 – das erste Achtungszeichen des neu formierten Teams. Dabei hatte TeBe mehr Chancen auf den Sieg als der BAK und überzeugte durch defensive Sicherheit. Die 543 Zuschauer im Mommsenstadion würdigten das Engagement des Tabellenvorletzten mit viel Applaus.

Ein Blick auf die Statistik verrät, dass der Chemnitzer FC am Donnerstag als klarer Favorit in die Partie geht. TeBe hat die schwächste Defensive der Liga und noch dazu die zweitwenigsten Tore geschossen. Alle acht Punkte der Hinrunde holten sie im eigenen Mommsenstadion. Der CFC hingegen reist als Tabellenvierter mit der viertbesten Defensive (14 Gegentore) und der viertbesten Offensive (28 Tore) an.

Personal: Müller und Pelivan wieder eine Option

Erfreuliche Nachrichten gibt es aus der medizinischen Abteilung des Chemnitzer FC: Tobias Müller (Leisten-OP) und Dominik Pelivan (Wadenbeinbruch) sind nach ihren Verletzungen erstmals seit langer Zeit wieder eine Option für den Spieltags-Kader. Verzichten muss Cheftrainer Tiffert hingegen auf Max Roscher (Reha nach Fußgelenks-OP), Okan Kurt (Anriss des Syndesmosebands) und Michel Ulrich (Fußverletzung).

Stimmen vor der Partie: "Sie sind stabilisiert!"

CFC-Cheftrainer Christian Tiffert äußerte sich auf der Pressekonferenz vor der Partie zum kommenden Gegner:  "Ich schaue fast immer die letzten drei Spiele eines Gegners, um die Tendenzen zu beobachten. TeBe hat einen neuen Trainer, der mit einem neuen Spielsystem spielt. Da ist eine gewisse Struktur zu erkennen, sie sind zuletzt stabil aufgetreten. All die Situationen aus der Hinrunde, als sie viele Gegentore bekommen haben und danach im Kopf eingebrochen sind, konnte ich nicht wieder erkennen. Viel eher hätten sie das Spiel gegen den Berliner AK gewinnen können. Ich werde nie den Gegner unterschätzen. Auch bei TeBe können wir verlieren, wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen. Sie sind stabilisiert."

Bilanz: Letzte Niederlage vor 25 Jahren

Den großen Erfolgen der 90er rennen die "Eichkampboys" – wie sie sich selbst nennen – seit langer Zeit hinterher. Mittlerweile ist Tennis Borussia nur noch das neuntstärkste Team der Hauptstadt. Der letzte Sieg gegen den Chemnitzer FC gelang TeBe im April 1998 zu Zweitligazeiten. Seitdem sind die Himmelblauen gegen die Berliner ungeschlagen. Sechs Siege, vier Remis und drei Niederlagen bei 15:11 Toren sagt die historische Bilanz aus Sicht des CFC. Im letzten Duell Anfang August 2022 gewann der CFC den Saisonauftakt mit 3:0 (2:0) nach Toren von Pagliuca und Brügmann.

Anekdote: Von TeBe in die weite Welt

Wer sich näher mit dem in Halle/Saale geborenen CFC-Cheftrainer Christian Tiffert beschäftigt, entdeckt, dass Tennis Borussia Berlin eine bedeutende Rolle in der Karriere des ehemaligen Bundesliga-Profis gespielt hat. Mit nicht einmal 16 Jahren zog Tiffert allein von Halle nach Berlin, um für Tennis Borussia zu spielen. Seine Mutter traute ihm diesen Schritt früh zu. Kurz darauf spielte Tiffert als 18-Jähriger in der 2. Bundesliga, es folgte der Sprung zum VfB Stuttgart, in die U21-Nationalmannschaft, die Entwicklung zum Champions-League-Spieler. Im Trikot der Berliner schoss Tiffert zwei Tore – unter anderen gegen Hans Meyers Borussia Mönchengladbach. Wenige Monate später sah Stuttgart-Trainer Felix Magath etwas in ihm und holte ihn in die Bundesliga.

Tickets: Online oder an den Tageskassen

Tickets für das Auswärtsspiel im Berliner Mommsenstadion sind im Online-Ticketshop von Tennis Borussia Berlin (Hier klicken!) oder an den Tageskassen vor Ort erhältlich.

- Vollzahler-Tickets: 11,00 Euro (Tageskasse) / 12,10 Euro (TeBe-Ticketshop)

- Ermäßigte Tickets: 8,00 Euro (Tageskasse) / 8,80 Euro (TeBe-Ticketshop)

Weitere Informationen zu Tickets und Anreise gibt es in unseren Faninformationen (Hier klicken!)

Übertragung: Ostsport.tv und Liveticker

Die Begegnung wird ab 18.45 Uhr live und in voller Länge beim Streaming-Anbieter Ostsport.tv übertragen. Einen Link zum Stream gibt's hier (Hier klicken!). Außerdem ist unser himmelblaues Medienteam vor Ort und stellt einen Liveticker der Partie auf der Website (Hier klicken!) sowie auf Twitter (Hier klicken!) bereit.